Unter ihrem ursprünglichen Namen gibt es diese Sorte nicht mehr: Mephisto Genetics benannte die 2024 veröffentlichte Automatic aus rechtlichen Gründen um, seitdem läuft sie als MephistO'z. Die Doppeldeutigkeit setzt sich auf der Elternseite fort, denn der prägende Schnitt von 3rd Coast Genetics wird je nach Quelle als Oooze oder als Oreoz geführt.
Genetik und Herkunft:
Die Kreuzung verbindet zwei hauseigene Linien von Mephisto Genetics mit einem photoperiodischen Klon aus Nordkalifornien. Sour Stomper und Double Grape bilden die Samenseite, der Pollen stammt vom rückgekreuzten Oooze-Schnitt, der seinerseits auf Secret Weapon und Cookies and Cream zurückgeht. Der Züchter verfolgte damit das Ziel, einen begehrten Steckling in eine selbstblühende Form zu überführen, ohne dessen Harzdichte und Farbgebung einzubüßen.
Über mehrere Generationen wurde in Richtung Gas-Aroma selektiert, während die Traubennote der Double-Grape-Seite zurückgedrängt wurde; angeboten wird die Sorte heute als feminisierte Automatic der Generation F5 mit einem Verhältnis von 60 % Indica zu 40 % Sativa. Als Elternteil taucht sie inzwischen in mehreren weiteren Kreuzungen auf, darunter Cheezy Bizkitz, Creme O'z, L1mewire, Lemon O'z und Lime O'z aus demselben Haus sowie Gmoreoz Auto von Butter Bean Birdseeds.
Aroma und Geschmack:
Der Züchter beschreibt eine gasbetonte Nase mit erdigem Unterbau und ordnet dem Rauch Blauschimmelkäse, würzige Schokolade, Gas, Würze und einen Anflug von Sahne zu. Die Geruchsentwicklung während des Zyklus stuft Mephisto Genetics als hoch ein.
Wirkung:
Nach Darstellung des Züchters wirkt die Sorte euphorisch, körperlich entspannend und lang anhaltend; der Charakter sei dabei eher aufgeweckt und kreativ, als es die indicabetonte Abstammung erwarten ließe.
THC-Gehalt:
Mephisto Genetics gibt für gut geführte Pflanzen mehr als 25 % THC an. Die Zahl ist eine Züchterangabe.
Anbau:
Vom Keimen bis zur Ernte veranschlagt Mephisto Genetics 70 bis 85 Tage. Die Pflanzen erreichen in dieser Zeit 95 bis 130 cm, der Ertrag wird mit 50 bis 150 g je Pflanze beziffert. Der Anbau im Innenraum wie im Freien ist möglich, den Schwierigkeitsgrad stuft der Züchter dennoch als hoch ein.
Der Wuchs ist aufrecht und schlank, mit ausgeprägter Hauptcola und großen Internodienabständen. Die Blüten setzen dicht an, der Blattanteil bleibt gering, was den Trimmaufwand senkt; Entlaubung und Training hält der Züchter deshalb für weitgehend entbehrlich. Nährstoffempfindlich ist die Sorte nach seiner Beschreibung nicht. Zum Ende des Zyklus zieht kräftige Farbe in Fächer- und Zuckerblätter bis in die Brakteen, von tiefem Violett bis nahezu Schwarz.