Süße Melone über einem herben Haze-Fundament: Auf diese Verbindung laufen die Beschreibung des Breeders und die Erfahrungsberichte zu Cannalope Haze gleichermaßen hinaus. DNA Genetics kreuzte für die Sativa eine Original Haze der Haze Brothers mit einer mexikanischen Landrasse und stellte das Ergebnis als schnell blühende Haze-Linie vor.
Aroma und Geschmack:
DNA Genetics verglich den Geschmack mit Melone, über der ein Hauch Haze liegt. In den Erfahrungsberichten kehrt die Cantaloupe-Melone als Leitnote wieder, begleitet von tropischen Früchten und heller Süße; einzelne Konsumenten schmecken die Melone eher erdig. 2 Grow-Berichte verbinden die Frucht mit Zitrus, einer mit Zitrone, der andere mit Limette, Zitrone und Grapefruit. Andere Sortenbeschreibungen ergänzen florale Noten und Aprikose.
Als dominantes Terpen nennen eine auf Labordaten gestützte Sortenbeschreibung und ein Artikel auf der Website von DNA Genetics übereinstimmend Myrcen, beide zudem Caryophyllen. Die Sortenbeschreibung ergänzt Humulen, der Artikel Limonen und Terpinolen. Ein Produzent führt für seine Blüten Limonen, Caryophyllen und Myrcen als Hauptterpene.
Genetik und Herkunft:
Neben der Schreibweise Cannalope Haze sind Cantaloupe Haze und Cannalope Haze Premium in Gebrauch. Beim IC420 Growers Cup 2005 kam die Sorte in der Sativa-Wertung des Breeders Cup auf den 2. Platz; eine Übersicht zur Geschichte von DNA Genetics nennt zusätzlich einen 3. Platz in derselben Kategorie für 2004.
Als Elternteil taucht Cannalope Haze im eigenen Programm von DNA Genetics mehrfach auf: in Chocolope zusammen mit Chocolate Thai, in Cannalope Kush mit OG #18 und in Cannadential mit L.A. Confidential.
Wirkung:
Konsumenten schildern vor allem eine anregende Wirkung mit gehobener Stimmung, Euphorie, Kreativität und Konzentration, teils auch Albernheit und Redseligkeit. Andere erlebten zuerst eine deutliche Körperentspannung, auf die erst später die Aktivierung folgte; ein Bericht spricht von Sofaschwere, 2 von Schläfrigkeit. Uneinig sind die Berichte auch bei der Stärke, die einige als sehr kräftig, andere als schwach und kurz anhaltend beschreiben.
Als unerwünschte Begleiterscheinungen werden Mundtrockenheit und trockene Augen genannt, vereinzelt auch Nervosität, leichte Paranoia und benebeltes Denken.
THC-Gehalt:
Die veröffentlichten Werte liegen weit auseinander. Ein Artikel auf der Website von DNA Genetics nennt 20 bis 28 % THC, dieselbe Spanne findet sich in einer weiteren Sortenbeschreibung. Eine auf Labordaten gestützte Sortenbeschreibung weist dagegen 14 % THC und 2 % CBG aus.
Anbau:
In der ursprünglichen Beschreibung stellte DNA Genetics die Sorte als Sativa vor, die nach 8 Wochen Blüte fertig sei, mit gutem Ertrag und überdurchschnittlicher Ausbeute bei der Herstellung von Eiswasserhaschisch. Der Breeder führte sie nur als reguläres Saatgut, für den Anbau drinnen wie draußen. Der jüngere Artikel auf seiner Website nennt dagegen 9 Wochen Blüte, indoor 340 bis 454 g/m² und outdoor bis zu 567 g pro Pflanze, umgerechnet aus 12 bis 16 bzw. 20 Unzen. Die Wuchshöhe gibt er, ebenfalls umgerechnet, mit 76 bis 152 cm indoor und 102 bis 203 cm outdoor an; im Freiland nennt er mediterranes Klima als bevorzugt.
Erfahrungen aus der Community:
Die ausgewerteten Grow-Berichte stammen aus dem Indoor-Anbau und nennen Blütezeiten von 56 bis 65 Tagen, einer meldet die Ernte nach 8 Wochen. Einig sind sie sich bei den Blüten: hart, sehr kompakt und mit wenig Blattmasse im Verhältnis zur Blüte.
Beim Wuchs gehen die Beobachtungen auseinander. Ein Grower beschreibt buschige, stabile Pflanzen mit vielen kräftigen Seitentrieben, ein anderer einen tannenförmigen Wuchs von 25 cm zu Blütebeginn auf rund 110 cm, ein weiterer viele lange, aber dünne Triebe. Das Kappen des Haupttriebs vertrugen die Pflanzen in 2 Berichten gut, von starkem Rückschnitt raten 2 Grower ab, und 2 Berichte halten Stützen in der Blüte für nötig.
Den Düngerbedarf nennen 2 Berichte gering, ob die Pflanzen Düngefehler verzeihen, beurteilen sie gegensätzlich. Mehrere Grower halten die Sorte für anfängertauglich und tolerant gegenüber Temperaturschwankungen; einer, der mit einem Steckling arbeitete, verlangt dagegen eine gut kontrollierte Umgebung und stuft den Ertrag als leicht unterdurchschnittlich ein, während andere ihn hoch nennen. Ein Grower beobachtete deutliche Unterschiede zwischen Phänotypen, darunter Pflanzen mit indicaartigen Blättern und auffällig dichtem Trichombesatz.
Versionen verschiedener Breeder:
Neben dem Original von DNA Genetics ist eine Version von The Plant beschrieben, die der Anbieter als F2 der DNA-Genetik ausweist. The Plant führt sie nur feminisiert, mit 75 % Sativa- und 25 % Indica-Anteil, und nennt etwa 63 Tage Blüte indoor, 100 bis 120 cm Wuchshöhe sowie 350 bis 400 g/m² Ertrag indoor und 500 bis 550 g/m² outdoor.