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Purple Haze
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Purple Haze

auch bekannt als Purple Haze #1, Purple Haze Auto

Sativa-dominantTHC-dominant

Purple Haze ist eine sativabetonte Haze-Auslese mit umstrittener Herkunft; unter dem Namen laufen eigene Versionen von ACE Seeds, White Label, G13 Labs und Positronics.

Recherchestand 21.09.2026

Stäbe und Bindungen für die Seitenäste, großzügiger Wurzelraum, dauerhafte Belüftung: Was Züchter zum Anbau von Purple Haze schreiben, passt zu einer wüchsigen Sativa aus der Haze-Linie. Hinter dem Namen steht allerdings keine einheitliche Pflanze, sondern eine Reihe von Versionen mit unterschiedlichem Stammbaum, verschiedenen Samentypen und weit auseinanderliegenden Angaben zur Blütezeit.

Anbau:

Positronics beschreibt für seine Auslese mitteldicke Stämme, große, dünn gezackte Blätter und eine tannen- oder kandelaberartige Verzweigung mit weiten Internodien. Der Züchter rät zu reichlich Wasser, viel Wurzelraum und dauerhafter Belüftung, im Innenraum zu früher Blüteneinleitung und im Freien zu einer Aussaat erst im Juni oder Juli, damit der Wuchs nicht ausufert. Für Balkon oder Terrasse hält er die Pflanzen nicht für geeignet.

Sensi Seeds nennt für die Freilandkultur warmes, sonniges Klima mediterraner Prägung. Die namengebende Färbung tritt laut G13 Labs erst bei niedrigen Temperaturen gegen Ende der Blüte auf: Blätter und Kelche wechseln dann von Dunkelgrün zu Lavendel oder Violett, gelegentlich ins Bläuliche. Den Anbau stufen Sortenbeschreibungen als wenig anspruchsvoll ein.

Versionen verschiedener Breeder:

ACE Seeds führte Purple Haze als Selektion purpurfarbener und rötlicher Phänotypen aus der eigenen Oldtimer's-Haze-Population, als 100 % Sativa aus mexikanischen, kolumbianischen, südindischen und thailändischen Linien, ausschließlich als reguläre Samen, mit 16 bis 20 Wochen Blüte und mittlerem bis niedrigem Ertrag.

Die feminisierten Versionen fallen deutlich kürzer aus. White Label gibt 50 bis 65 Tage an, 110 bis 150 cm Höhe und rund 100 g je Pflanze, bei 80 % Sativa und 20 % Indica aus Purple Thai und einer Haze-Linie. G13 Labs nennt für seine Kreuzung aus Afghan und Haze 65 bis 70 Tage, 18 % THC, 500 bis 600 g/m² im Innenraum und 700 g je Pflanze im Freien, dort mit Ernte Mitte bis Ende Oktober. Positronics beziffert Purple Haze #1 auf 70 Tage Blüte, 400 g/m² im Innenraum, 350 g je Pflanze im Freien, 22 % THC und 0,2 % CBD. ILGM gibt 9 Wochen Blüte, 17 bis 20 % THC und 0,1 % CBD an. Mit Purple Haze Auto führt Original Sensible Seeds eine autoflowering Kreuzung mit Ruderalis, die nach rund 40 Tagen Blüte und 70 bis 75 Tagen ab Aussaat erntereif ist; im Freien wurden Pflanzen zwischen 100 und 150 cm dokumentiert, die Phänotypen fallen unterschiedlich aus.

Genetik und Herkunft:

Als Eltern werden meist Purple Thai und Haze genannt. Belastbar dokumentiert ist das nicht. Eine Sortensammlung ordnet Purple Haze schlicht als purpurfarbenen Phänotyp der Haze-Linie ein, die auf Santa Marta Gold, Wacky Weed und weitere kolumbianische Sativas zurückgeht, und hält fest, dass die ursprüngliche Pflanze nie als Samen verkauft wurde.

Zur Entstehung kursieren mehrere Erzählungen. Eine Darstellung von 2020 verlegt sie in die 1970er nach Santa Cruz in Kalifornien und schreibt sie den Haze Brothers und Sam „the Skunkman“ zu, bezeichnet die Überlieferung aber selbst als Hörensagen. Eine Veröffentlichung von 2026 nennt stattdessen DJ Short und betont, dass die heute unter dem Namen gehandelte Pflanze nicht mit der aus den 1960ern identisch sei. Der Name stammt aus Jimi Hendrix' Song von 1967, nicht umgekehrt.

Aroma und Geschmack:

Beschrieben werden süße, erdige Beerennoten mit Traube und scharfem Gewürzanteil, dazu blumige Anklänge, die als Veilchen oder Lavendel benannt werden. Sensi Seeds schildert den Duft der wachsenden Pflanze als süß und herb, nach der Trocknung erdiger und durchdringender mit Beerenanteil. G13 Labs beschreibt sein Aroma abweichend als frisch, waldig, erdig, moschusartig und holzig mit metallischem Einschlag, bei ACE Seeds fällt das Profil dunkler aus, nach schwarzem Lakritz und Waldbrombeere mit Holz, Gewürz und Weihrauch. Als dominantes Terpen wird Myrcen genannt, danach Caryophyllen und Limonen.

Wirkung:

Nutzerberichte und Sortenbeschreibungen nennen eine kopfbetonte, wache Wirkung mit Euphorie, gehobener Stimmung, Gesprächigkeit, Antrieb und gesteigerter Kreativität, ohne ausgeprägte körperliche Schwere. Sensi Seeds ordnet der Indica-Beteiligung einen leichten entspannenden Unterton zu. An Nebenwirkungen genannt werden Mundtrockenheit, trockene Augen, Schwindel, Kopfschmerz und paranoide Reaktionen.

THC- und CBD-Gehalt:

Die Breeder-Angaben liegen zwischen 18 % bei G13 Labs, 17 bis 20 % bei ILGM und 22 % bei Positronics. CBD beziffert ILGM auf 0,1 %, Positronics auf 0,2 %. Sortenbeschreibungen setzen die Spanne mit 14 bis 19 % niedriger an.

Erfahrungen aus der Community:

Anbauberichte zeichnen ein uneinheitliches Bild. In einem Innenraum-Grow von 2016 fielen die Pflanzen breit und buschig aus, mit kleinen, sehr klebrigen Blütenständen; der Grower rechnete mit rund 70 Tagen Blüte. Ein anderer dokumentierter Durchgang endete nach 135 Tagen von der Keimung bis zur Ernte mit 368,54 g Trockengewicht je Pflanze. Dort war über dem vierten Nodium getoppt, entlaubt und über zwei Netzebenen im SCROG geführt worden; die Blütenstände blieben lang und eher schlank, ließen sich wegen der kleinen, harzbedeckten Blätter aber leicht schneiden.

Der Geruch wurde in diesem Durchgang als süß und zitrusartig mit Bonbonnote beschrieben, der Geschmack als Zitrus, Sahne und Säure. Topping vertrugen die Pflanzen auch in weiteren Berichten ohne erkennbare Rückschläge.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachperson.

Wirkung & Aroma

Aus Bewertungen und Erfahrungsberichten — subjektiv, keine medizinische Aussage

Positiv berichtet
energisch100 %
euphorisch100 %
glücklich100 %
Berichtete Nebenwirkungen
schwindelig50 %
Kopfschmerzen50 %
paranoid50 %
Aroma & Geschmack
Scharf 50 %
Holz 50 %
Sauer 50 %

Prozentwerte: Anteil der Bewertungen, die diese Eigenschaft nennen.

Cannabinoide & Terpene

Gehalte schwanken je Charge, Phänotyp und Anbau — Angaben sind Richtwerte

THC
14–19 %
0 %35 %
Terpenprofil
  • #1
    MyrcenKräuter
  • #2
    CaryophyllenPfeffer
  • #3
    LimonenZitrusfrucht

Anbau

Richtwerte aus Züchterangaben und Grow-Berichten — je nach Phänotyp und Setup abweichend

Blüte & Ernte
Herstellerangabe
Ernte outdoor
Mitte bis Ende Oktober · Nordhalbkugel
Schwierigkeit, Umgebung & Klima
Herstellerangabe
Schwierigkeit
Einfach
Indoor
geeignet
Outdoor
geeignet
Klima
Warm, Mediterran

Warmes, sonniges Klima mediterraner Prägung für die Freilandkultur.

Morphologie
Wuchsform
Tannenbaumform
Internodienabstand
Lang
Trichombesatz
Hoch
Färbung
Blätter und Kelche wechseln nach Angaben von G13 Labs bei niedrigen Temperaturen gegen Ende der Blüte von Dunkelgrün zu Lavendel oder Violett, gelegentlich ins Bläuliche.

Positronics beschreibt mitteldicke Stämme, große, dünne und stark gezackte Blätter sowie eine tannen- oder kandelaberartige Verzweigung mit weiten Internodien. In einem Anbaubericht von 2016 fielen die Pflanzen dagegen breit und buschig mit kleinen, sehr klebrigen Blütenständen aus; in einem weiteren Bericht blieben die Blütenstände lang und eher schlank und ließen sich wegen kleiner, harzbedeckter Blätter leicht schneiden.

Training
Topping
Verträglich
ScrOG
Verträglich
Stützen nötig
Ja

Positronics rät zu Stäben und Bindungen für die großen Äste, zu großzügigem Wurzelraum, reichlich Wasser und dauerhafter Belüftung; im Innenraum zu früher Blüteneinleitung, im Freien zu Aussaat erst im Juni oder Juli. In Anbauberichten wurde über dem vierten Nodium getoppt sowie mit Topping, Entlauben und zwei SCROG-Netzebenen gearbeitet.

Sonstiges
Phänotyp-Varianz
Hoch

Genetik & Herkunft

Herkunft
Kreuzung
Purple Thai × Haze
Herkunft
Vereinigte Staaten, Santa Cruz, Kalifornien
Typ
Sativa-dominant
Erhältlich als Samen
Regulär, Feminisiert, Autoflowering
Blütetypen (alle Versionen)
Photoperiodisch, Autoflowering
Eltern (2)
Purple ThaiSativa · THC max. 17 %
HazeSativa · THC max. 18 %
Nachkommen (3)
Purple Panty DropperIndica · THC max. 22 %
Cherry HazeSativa · THC max. 19 %

Versionen verschiedener Züchter

Unter diesem Namen vertreiben mehrere Züchter eigene Versionen. Die Angaben stammen jeweils vom Züchter.

G13 Labs
G13 LabsPurple Haze
Andere Genetik
PhotoperiodischFeminisiert
Blüte
65–70 Tage
Ertrag indoor
500–600 g/m²
Ertrag outdoor
700 g/Pflanze
THC
18 %

Als Kreuzung aus Afghan und Haze geführt, 70 % Sativa und 30 % Indica. Freilandernte Mitte bis Ende Oktober. Verfärbung von Dunkelgrün zu Lavendel oder Violett, gelegentlich ins Bläuliche, bei niedrigen Temperaturen gegen Ende der Blüte.

Website des Züchters
Original Sensible Seeds
Original Sensible SeedsPurple Haze Auto
Andere Genetik
AutofloweringFeminisiertAutoflowering
Blüte
40 Tage
Höhe outdoor
100–150 cm

Kreuzung aus Purple Haze und einer unbekannten Ruderalis. 70 bis 75 Tage von der Aussaat bis zur Ernte, Ertrag als hoch angegeben, hohe Toleranz gegenüber Schädlingen und Krankheiten, deutliche Phänotyp-Streuung.

Website des Züchters
ace SEEDS
ace SEEDSPurple Haze
Reproduktion
PhotoperiodischRegulär
Blüte
16–20 Wochen

Selektion purpurfarbener und rötlicher Phänotypen aus der Oldtimer's-Haze-Population des Züchters; als 100 % Sativa aus Mexico Sativa, Purple Highland Colombian, South India Sativa und Thailand Sativa geführt. Ertrag je m² als mittel bis niedrig angegeben, Freiland nur in tropischem oder subtropischem Klima.

Website des Züchters

Weitere Züchter (3): ILGM, Positronics, White Label

Community

6 Grow- und Erfahrungsberichte ausgewertet Community-Berichte
Konsens

Berichte beschreiben eine kopfbetonte, wache Wirkung mit gehobener Stimmung, Gesprächigkeit und gesteigerter Kreativität sowie sehr harzige Blütenstände. Beim Anbau gelten Platzbedarf und Stützbedarf als das bestimmende Thema; Topping und SCROG wurden ohne berichtete Probleme eingesetzt.

Abweichende Berichte

Die Wuchsform wird unterschiedlich geschildert: einmal breit und buschig mit kleinen Blütenständen, einmal hoch mit langen, eher schlanken Kolas. Auch das Geruchsbild fällt verschieden aus, von süß und zitrusartig bis erdig-beerig. Die Angaben zur Blütedauer reichen von rund 8 bis 9 Wochen bis zu 70 Tagen in einem einzelnen Durchgang.

Berichtete Werte einzelner Grows
Erwartete Blütedauer in einem Innenraum-Anbaubericht von 2016
70 Tage
Gesamtdauer von der Keimung bis zur Ernte in einem dokumentierten Grow
135 Tage
Trockenertrag je Pflanze in demselben Grow
368,54 g

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Bewertungen (1)

BewertenBewerte die Sorte, um anderen zu helfen
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glücklich
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energisch
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Sehr geiles Weed eines meiner absoluten Favoriten in Sachen Geschmack

Hilfreich
Nicht hilfreich