Beim Aroma von Apple Kush gehen Geruch und Geschmack getrennte Wege. Die Blüten riechen laut Sortenbeschreibungen erdig und säuerlich, nach Diesel und pfeffriger Kräuterwürze mit etwas blumiger Süße. Der Apfel, auf den der Name anspielt, zeigt sich vor allem beim Geschmack: als säuerlicher grüner Apfel, begleitet von süßer Frucht. Zurückgeführt wird die Sorte auf Sour Diesel und Pure Kush, wer die Kreuzung angelegt hat, ist nicht bekannt.
Aroma und Geschmack:
Apfel und Diesel stehen in den Sortenbeschreibungen übereinstimmend im Vordergrund. Daneben tauchen Minze, Zitrus, Kräuter, eine saure Note und fruchtige Süße auf. Eine Beschreibung ergänzt einen chemischen Einschlag, eine andere vergleicht den Duft mit Apfelschale.
Erfahrungsberichte schildern im Geruch süßen grünen Apfel mit Diesel über erdigem Grund und im Geschmack Apfel mit blumigen und erdigen Anteilen. Ein Bericht erwähnt eine dezente Süße, die an Geißblatt erinnert. Abweichend davon nahm ein Konsument im Geruch eher Zitrus wahr, ein anderer fand den Geschmack ausgesprochen unangenehm.
Als dominantes Terpen führen Sortenbeschreibungen Myrcen. Eine nennt danach Pinen und Caryophyllen, eine andere neben Myrcen Limonen und Caryophyllen.
Genetik und Herkunft:
Die Abstammung aus Sour Diesel und Pure Kush wird in mehreren Beschreibungen wiederholt, bestätigt hat sie kein Breeder. Eine Beschreibung erwähnt eine abweichende Darstellung, nach der Pure OG in der Linie steht. Solange der Züchter unbekannt bleibt, ist keine der beiden Varianten gesichert.
Uneinheitlich ist auch die Einordnung. Mehrere Beschreibungen führen Apple Kush als indica-dominante Hybride mit 70 % Indica und 30 % Sativa, eine andere stuft sie als sativalastig ein, eine weitere nennt 40 % Indica und 60 % Sativa.
Wirkung:
Nach Erfahrungsberichten beginnt die Wirkung mit einem Kribbeln, auf das Euphorie und Entspannung folgen. Konsumenten beschreiben gehobene Stimmung und Albernheit, andere Antrieb und Konzentration. Ein Bericht schildert, dass die Sorte einschläfernd wirkte, eine Sortenbeschreibung hält ein Couch-Lock für möglich. Bei der Stärke gehen die Einschätzungen auseinander: Einige nennen die Wirkung tief und kräftig oder stärker als erwartet, andere eher mild.
Als Nebenwirkungen nennen Sortenbeschreibungen trockene Augen, Mundtrockenheit und Schwindel. In einem Erfahrungsbericht traten trockene Augen zusammen mit Kopfschmerzen auf.
THC- und CBD-Gehalt:
Die Potenzangaben liegen weit auseinander. Eine Sortenbeschreibung nennt 15 bis 18 % THC und 1 % CBD, eine andere 21 % THC und 1 % CBG, eine dritte eine Spanne von 7,5 bis 19 % THC. In einem Erfahrungsbericht verspürte ein Konsument mit hoher Toleranz kaum eine Wirkung.
Anbau:
Für den Indoor-Anbau geben Sortenbeschreibungen 7 bis 9 Wochen Blüte an, bevorzugt wird mediterranes Klima. Im Freiland fällt die Ernte nach einer Beschreibung auf Anfang Oktober. Dieselbe Quelle bezeichnet die Sorte als gut geeignet für das Screen-of-Green-Verfahren (SCROG).
Die Blüten werden als lang und spitz zulaufend in hellem Gelbgrün beschrieben. Eine weitere Beschreibung nennt orange Stempel und einen dichten Trichombesatz, ein Erfahrungsbericht hellgrüne, stark mit Harz überzogene Buds.
Versionen verschiedener Breeder:
Eine eigene Version mit feminisierten Samen führt Crop King Seeds, ebenfalls mit der Abstammung Sour Diesel × Pure Kush. Für diese Version nennt Crop King 7 bis 9 Wochen Blüte, indoor 400 bis 500 g/m² bei 90 bis 120 cm Höhe und outdoor 500 g pro Pflanze bei 120 bis 150 cm, geerntet zwischen Ende September und Anfang Oktober. Den THC-Gehalt beziffert der Anbieter auf 18 bis 24 %, den Anbau stuft er als mittelschwer ein. Er beschreibt kompakten Wuchs mit kräftiger Seitenverzweigung, ein hohes Kelch-Blatt-Verhältnis und gute Eignung für SCROG.