- Blüte
- 14–16 Wochen
Laut Breeder Auslese aus 10 Jahren Arbeit mit Growern in Malawi; Ernte im November; Breeder verweist auf THCV, ohne Messwert.
Malawi Gold ist eine Sativa-Landsorte aus Malawi; der Name geht auf die Fermentation der Blüten in Bündeln aus Mais- oder Bananenblättern zurück.
Dass in Malawi Hanf wächst, hielt David Livingstone 1865 in seinem Tagebuch fest, und neu war das schon damals nicht. Malawi Gold stammt von keinem einzelnen Breeder, sondern ist eine Sativa-Landsorte, die im Land über Generationen weitergegeben wurde. Vor Ort heißt Cannabis Chamba; Malawi Gold ist der Name für die Exportware und verweist auf die Art, wie die Blüten haltbar gemacht werden.
Hauptanbaugebiete sind die Distrikte Nkhotakota und Mzimba im Norden, daneben unter anderem Ntchisi, Kasungu und Dedza. Nach der Ernte trocknen die Pflanzen in der Sonne und werden in Mais- oder Bananenblätter zu festen Bündeln geschnürt, den Cobs. Welches Blatt die Tradition vorsieht, ist in den Quellen umstritten.
Ein Magazinbeitrag von 2026 beschreibt eine Sortierung nach der Farbe der fermentierten Blüten, von Gold bis Schwarz. Als Malawi Black bezeichnet Sensi Seeds Bündel, die feucht eingewickelt und monatelang vergraben wurden.
The Landrace Team unterscheidet 4 Phänotypen: den hohen, stark samentragenden Kaning'ina mit Minzduft, Red Stem Malawi, eine als Malawi Gold geführte Form und den niedrigen, tannenförmigen Nchila wa Nkhosa, der kaum Samen ansetzt. Derselbe Magazinbeitrag ordnet Kaning'ina den Bergregionen zu, Nchila wa Nkhosa dem zentralen Tiefland.
Afropips verweist auf THCV in der Sorte. Ein Beitrag vom Oktober 2026 hält dagegen fest, dass weder THC noch THCV an Pflanzen aus Malawi in einer veröffentlichten Studie gemessen und auch kein Material aus Malawi genetisch untersucht wurde; die Einordnung als reine Sativa stamme aus Samenkatalogen.
Als Elternteil steckt Malawi Gold in Killer Bees von Archive Seed Bank, einer Kreuzung aus Malawi Gold x NL Haze F2 und Moonbow, in Soul Safari von Culta und in Maliglue von Nomad Seed Bank, einer Kreuzung mit Gorilla Glue.
Mehrere Samenfirmen bieten eigene Linien an, und ihre Angaben liegen weit auseinander:
Holy Smoke Seeds gibt 14 bis 18 % THC an, Nomad Seed Bank 19 bis 25 % und Anesia Seeds 20 % für die feminisierte Version. Eine weitere Sortenbeschreibung nennt 18 % THC und 1 % CBG.
The Landrace Team rechnet im Freiland mit 16 bis 18 Wochen bis zur Reife, Sensi Seeds nennt für die Landsorte 17 bis 18 Wochen Blüte. Die Pflanzen wachsen hoch und tragen lange, schmale Fächerblätter; manche Phänotypen bilden rote Stängel. The Landrace Team gibt je nach Phänotyp 180 cm bis 2 m oder mehr an, in einem Outdoor-Bericht aus tropischem Klima erreichte eine Pflanze 15 Fuß. Für den Innenraum setzt der Breeder Erfahrung voraus, Rebel Seeds hält die Sorte für wenig einsteigertauglich. Als Methode für den Innenanbau wird SCROG genannt.
Seeds of Africa hebt die Schimmelresistenz hervor, und Outdoor-Berichte stützen das, einer aus feuchtem Klima mit langer Saison auch mit Blick auf Schädlinge. Beim Verhältnis von Blüte zu Blatt widersprechen sich die Angaben: Eine Sortenbeschreibung nennt es niedrig, ein Outdoor-Bericht gut, bei sehr hohem Ertrag und getrocknet etwas lockeren Blüten. Geerntet wurde in diesem Bericht um Ende September, in einem zweiten aus den Tropen Anfang Oktober.
Ananas zieht sich durch mehrere Breeder-Beschreibungen. Seeds of Africa verbindet sie mit Zitrone und würzigem Weihrauch, Green Hornet und Rebel Seeds nennen sie ebenfalls, The Landrace Team ergänzt Pfirsich, Minze bis Eukalyptus, Holz, Erde und Kräuter. Nomad Seed Bank beschreibt Weihrauch, Holz und feuchte Erde. Andere Sortenbeschreibungen betonen Minze, blumige Töne und Holz, im Geschmack Kräuter, Erde und Menthol; eine davon führt Myrcen, Caryophyllen und Limonen als dominante Terpene, ohne Messwerte.
Erfahrungsberichte schildern eine kopfbetonte, aktivierende Wirkung mit Euphorie, Antrieb, Kreativität und Konzentration, teils mit Kribbeln und psychedelisch veränderter Wahrnehmung. Manche erleben einen ruhigen Einstieg, andere einen sofort kräftigen. Afropips spricht von lang anhaltender Wirkung, ein Bericht dagegen von einem kurzen High, ein weiterer von Müdigkeit. Genannt werden außerdem Nervosität, Paranoia, Schwindel, trockene Augen und in einem Fall Ohrensausen; auch The Landrace Team weist auf mögliche Paranoia hin, Holy Smoke Seeds auf Zappeligkeit.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachperson.
Aus Bewertungen und Erfahrungsberichten — subjektiv, keine medizinische Aussage
Noch keine Bewertungen — Angaben aus der Sortenbeschreibung. Bewerte die Sorte, um Anteile zu sehen.
Gehalte schwanken je Charge, Phänotyp und Anbau — Angaben sind Richtwerte
Richtwerte aus Züchterangaben und Grow-Berichten — je nach Phänotyp und Setup abweichend
Ein Outdoor-Bericht nennt feuchtes Klima mit langer Saison als passende Bedingungen.
Lange, schmale Fächerblätter; rote Stängel bei einigen Phänotypen (Red Stem Malawi laut The Landrace Team). Calyx-Blatt-Verhältnis widersprüchlich: niedrig laut Sortenbeschreibung, gut laut Outdoor-Bericht. Getrocknete Blüten in einem Outdoor-Bericht etwas locker.
SCROG wird für den Innenanbau genannt.
Unter diesem Namen vertreiben mehrere Züchter eigene Versionen. Die Angaben stammen jeweils vom Züchter.
Laut Breeder Auslese aus 10 Jahren Arbeit mit Growern in Malawi; Ernte im November; Breeder verweist auf THCV, ohne Messwert.
Laut Breeder eine Generation vom Original auf feminisierte Samen umgestellt; Ernte outdoor Ende Oktober bis Anfang November.
Laut Breeder vom Ufer des Malawisees; leicht bitterer, ananasartiger Duft.
Weitere Züchter (5): Holy Smoke Seeds, Nomad Seed Bank, Rebel Seeds, Seeds of Africa, The Landrace Team
Kopfbetonte, aktivierende Wirkung mit Euphorie, Antrieb, Kreativität und Konzentration, teils mit Kribbeln und psychedelisch veränderter Wahrnehmung. Outdoor-Berichte beschreiben hohe Pflanzen und gute Schimmelresistenz.
Einstieg teils ruhig, teils sofort kräftig; ein Bericht nennt ein kurzes High, ein anderer Müdigkeit. Nebenwirkungen in einzelnen Berichten: Nervosität, Schwindel, trockene Augen, Ohrensausen. Ein Outdoor-Bericht lobt das Blüte-Blatt-Verhältnis, eine Sortenbeschreibung nennt es niedrig. Ernte in Outdoor-Berichten um Ende September bzw. Anfang Oktober.
Verwandte Genetik, gleiches dominantes Terpen, ähnliche Wirkung und Aroma — ohne die direkten Eltern und Nachkommen