Unter dem Namen Mimosa Cake sind vor allem Autoflower-Sorten dokumentiert: Fast Buds und Pure Instinto haben die Kreuzung aus Mimosa und Wedding Cake jeweils mit einer nicht näher bestimmten Ruderalis verbunden. Die Elternlinien selbst sind gut belegt. Mimosa stammt von Symbiotic Genetics und geht auf Clementine und Purple Punch zurück, Wedding Cake auf Seed Junky Genetics. Wer die photoperiodische Ausgangskreuzung zuerst angestellt hat, geht aus den Quellen nicht hervor.
Genetik und Herkunft:
Wedding Cake gilt als Phänotyp 23 von Triangle Mints, einer Kreuzung aus Triangle Kush, das nur als Steckling kursiert, und Animal Mints von Seed Junky Genetics. Clementine, die eine Elternsorte von Mimosa, wird Crockett Family Farms zugeschrieben. Fast Buds schreibt den Stammbaum seiner Version als (Mimosa × Wedding Cake) × unbekannte Ruderalis, und eine Sortenbeschreibung ordnet auch den Namen ohne Zusatz diesem Breeder zu.
Beim Verhältnis von Sativa und Indica gehen die Angaben auseinander. Pure Instinto beziffert seine Version auf 65 % Sativa und 35 % Indica. Für die Fassung von Fast Buds finden sich sowohl 60 % Sativa als auch 60 % Indica, eine weitere Beschreibung führt Mimosa Cake ohne Versionsbezug als ausgewogene Hybride mit je 50 %. Eine Quelle nennt als Eltern Purple Punch Auto und Clementine und damit den Stammbaum von Mimosa selbst, die übrigen bleiben bei Mimosa und Wedding Cake.
Versionen verschiedener Breeder:
Fast Buds führt Mimosa Cake Auto ausschließlich als feminisierte Samen und gibt 24 % THC bei 0 bis 1 % CBD an. Indoor sollen die Pflanzen rund 120 cm erreichen und bis zu 550 g/m² liefern, outdoor bis zu 150 g pro Pflanze. Vom Samen bis zur Ernte veranschlagt der Breeder 9 bis 10 Wochen. Als Hauptterpene werden für diese Version Ocimen und Limonen genannt.
Auch die Version von Pure Instinto ist feminisiert und autoflowering. Der Breeder rechnet mit rund 70 Tagen ab dem Samen, bis zu 550 g/m² indoor und 60 bis 120 g pro Pflanze outdoor, bei einer Höhe von bis zu 120 cm. Für den THC-Gehalt nennt Pure Instinto ebenfalls 24 %, als dominante Terpene Myrcen und Limonen. Eine andere Beschreibung derselben Version weicht bei Laufzeit und Outdoor-Ertrag davon ab. Im Wuchs beschreibt der Breeder eine lange Hauptcola mit gut entwickelten Seitentrieben.
THC- und CBD-Gehalt:
Sortenbeschreibungen, die sich auf keine bestimmte Version beziehen, geben für Mimosa Cake 17 bis 18 % THC an, eine davon 0 % CBD. Das liegt deutlich unter den 24 %, mit denen beide Breeder ihre Autoflower beschreiben, obwohl eine dieser Beschreibungen die Sorte Fast Buds zuordnet.
Laborwerte:
Ein Produzent hat eine Einzelmessung an Blüten veröffentlicht, die als Mimosa × Wedding Cake ausgewiesen sind; ein Labor wird dabei nicht genannt. Die Probe enthielt 20,1 % THCA, 0,25 % Delta-9-THC und 0,09 % CBG, der Terpengehalt lag bei 3,19 %. Beta-Caryophyllen stellte mit großem Abstand den größten Terpenanteil, es folgten Limonen, Alpha-Humulen, Linalool und Ocimen. Myrcen, das Sortenbeschreibungen als dominantes Terpen führen, spielte in dieser Probe eine Nebenrolle.
Aroma und Geschmack:
Fast Buds beschreibt ein fruchtiges, sehr süßes Aroma mit erdigem Einschlag. Im Geschmack folgen auf erdige und blumige Noten Zitrone, tropische Frucht und Waldbeere mit leichter Säure. Pure Instinto spricht von Zitrusfrucht, Zucker und Diesel. Andere Sortenbeschreibungen heben Orange und cremige Vanille hervor, begleitet von würzigen und kräuterigen Anklängen. Ein Erfahrungsbericht nennt tropische Frucht, Salbei und Hopfen, dazu Kiefer, Minze und Basilikum; Berichte zu einer einzelnen Charge erwähnen blumige Noten, süßen Kuchen sowie käsige und skunkige Töne.
Wirkung:
Mehrere Erfahrungsberichte schildern eine anregende, euphorische Wirkung, die mit Konzentration, Redseligkeit und Kreativität einhergeht. Ein Bericht beschreibt einen ruhigen, klaren Zustand, ein anderer ein kurzes, kräftiges High im Kopf, ein dritter ein leichtes Kribbeln. In Berichten zu einer einzelnen Charge fällt die Wirkung dagegen teils schwer und kräftig aus. Als Nebenwirkungen führen Sortenbeschreibungen Mundtrockenheit, Schwindel und Paranoia; einzelne Berichte erwähnen Husten, Durst und eine kurze Phase von Unruhe bei höherer Menge.
Anbau:
Beide Breeder stufen ihre Version als einfach im Anbau ein und nennen sie für indoor und outdoor geeignet. Eine Beschreibung der Fast-Buds-Version schildert kompakte Pflanzen mit dichten, harzreichen Blüten und rät zu LST, damit mehr Licht ins Innere gelangt. Einzelne Phänotypen färben sich danach bei kühlen Bedingungen violett bis rosa. Lila gefärbte, stark bereifte Blüten beschreibt auch ein Erfahrungsbericht, und Pure Instinto hebt einen dichten, klebrigen Trichombesatz hervor.