Den Namen Money Maker trägt eine feminisierte Kush-Hybride der Strain Hunters Seed Bank, die laut einer Sortenbeschreibung zur Amsterdamer Green House Seed Company gehört. Gestartet wurde die Samenbank 2013; sie ist mit den Strain-Hunters-Expeditionen um Arjan, Franco und Simon verbunden. Als Neuzüchtung präsentiert der Breeder Money Maker allerdings nicht. Er beschreibt sie als ausgesprochen alte Pflanze, eine echte Master Kush, die Anfang der 1990er Jahre einen High Times Cannabis Cup gewann, hier in feminisierter Form.
Genetik und Herkunft:
Auf der Sortenseite von Green House steht als Abstammung Original Master Kush × Hindu Kush × Skunk. Andere Beschreibungen schreiben Master Kush × (Hindu Kush × Skunk) oder geben Skunk #1 als dritte Linie an. Der Breeder beziffert den Indica-Anteil auf 70 %, den Sativa-Anteil auf 30 %.
Dieselbe Seite meldet einen 1. Platz beim High Times Cannabis Cup 1994 in der Hydro-Kategorie, ohne klarzustellen, ob Money Maker selbst oder der Master-Kush-Elternteil gemeint ist. In der Beschreibung von Strain Hunters gehört der Cup-Sieg der Master Kush.
Anbau:
Strain Hunters beschreibt die Pflanze als kurz und buschig, schnellwüchsig und mit sehr kurzen Internodien; Green House nennt Abstände von 5 bis 7 cm. Für den Indoor-Anbau gibt der Breeder 8 Wochen Blüte an, outdoor 8 bis 9 Wochen, mit Ernte auf der Nordhalbkugel Ende September bis Anfang Oktober. Indoor sollen 750 bis 800 g/m² möglich sein, unter einer 1000-W-Natriumdampflampe bis zu 1 g pro Watt. Für das Freiland nennt dieselbe Seite bis zu 1 kg je Pflanze, an anderer Stelle 1000 bis 1200 g, bei einer Höhe von 140 bis 170 cm. Hohe Nährstoffgaben mit einem EC-Wert von 1,8 bis 2 vertrage die Sorte, als Schwierigkeitsgrad gibt Green House Einsteigerniveau an.
Erfahrungen aus der Community:
Zwei dokumentierte Indoor-Grows weichen bei der Blütedauer deutlich von der Breeder-Angabe ab. Ein Grower erntete in einem Sea of Green nach 73 Tagen; seine Pflanzen wuchsen von etwa 30 cm bei Blütebeginn auf rund 100 cm, ein Phänotyp kam auf etwa 0,8 g pro Watt. Ein anderer kalkulierte mit 10 bis 11 Wochen. Im erstgenannten Grow zeigten sich mindestens 3 Phänotypen: ein langsamer, an Hindu Kush erinnernder Typ, der sich lila färbte, ein schnellerer Hybridtyp mit höherem Ertrag und ein Skunk-Typ. Topping half dort, die Höhe einzelner Phänotypen zu begrenzen. Ein weiterer Grower unterschied 4 Phänotypen, deren Wirkung gleich ausfiel.
Die getrockneten Blüten beschreiben die Berichte als hart und kompakt, das Verhältnis von Blüten zu Blättern als sehr gut. Weil die Seitentriebe unter dem Gewicht nachgeben können, rät ein Grower zu Netzen oder Stäben. Beim Schimmel gehen die Erfahrungen auseinander: Zwei Grower stellten keine Anfälligkeit fest, ein dritter berichtete von starkem Befall an den großen Blüten und von später Zwitterbildung. Ähnlich uneinheitlich fällt das Urteil zur Stabilität aus. Einer nannte die Sorte fehlerverzeihend und wenig nährstoffhungrig, ein anderer brachte nur 2 von 5 Samen zum Keimen und hielt die Linie für instabil. Zwei Hobbygärtner schrieben, ihre Money Maker habe deutlich mehr geliefert als die übrigen Pflanzen im selben Grow.
Aroma und Geschmack:
Green House beschreibt den Geruch der unverbrannten Blüten mit Beeren, Gewürzen, Kush-Noten und einem gerösteten Ton, den Rauch als nussig, pflanzlich, würzig und fruchtig. Andere Sortenbeschreibungen ergänzen Kiefer, Erde und Skunk. Konsumenten nennen Nussiges bis hin zu Mandel und Pistazie, daneben Beeren, Traube und Kiefer, vereinzelt Zitrus und Banane. Als prägende Terpene führt der Breeder Myrcen, β-Caryophyllen und α-Humulen; eine andere Beschreibung nennt Myrcen, Caryophyllen und Pinen.
Wirkung:
Der Breeder spricht von einer starken, körperbetonten Wirkung, die besonders in den Beinen spürbar sei, aufs Sofa drücke und meditativ wirke. Die Erfahrungsberichte gehen in dieselbe Richtung: Genannt werden Entspannung, Müdigkeit, Euphorie und ausgeprägter Hunger, in einem Bericht auch ein langsam einsetzender Effekt. Abweichend empfand ein Konsument die Sorte als anregend, ein anderer als mild. Als Nebenwirkungen erscheinen Mundtrockenheit, trockene Augen und Schwindel.
THC- und CBD-Gehalt:
Green House gibt 20,42 % THC, 0,86 % CBD und 0,20 % CBN an, ohne Labor oder Messdatum zu nennen. Eine andere Sortenbeschreibung führt nur 10 % THC.
Versionen verschiedener Breeder:
Unter dem fast gleichlautenden Namen Moneymaker vertreibt Exotic Genetix eine genetisch andere Sorte, gekreuzt aus den hauseigenen Linien Jigglers und Bakers Dozen. Für diese feminisierte Version nennt Exotic Genetix 56 bis 63 Tage Blüte und ein Verhältnis von 70 % Indica zu 30 % Sativa.