Erdig und nach gerösteten Nüssen riecht Phantom Cookies laut mehreren Sortenprofilen, darüber liegen süßere Noten von Trauben und Beeren. Die sativabetonte Kreuzung aus Cherry Pie und Granddaddy Purple stammt aus Nordkalifornien und wird auch als Phantom Cookie geführt. Wer sie gezüchtet hat, beantworten die Quellen unterschiedlich.
Aroma und Geschmack:
Im Geschmack dominieren den Beschreibungen zufolge Nuss, Süße und Holz, dazu kommen Beere und Traube. Ein Steckbrief betont einen kräftigen Zitrusgeschmack, ein anderer stellt neben Nuss und Zitrus eine chemische Note. Erfahrungsberichte bestätigen den erdigen Grundton und erweitern das Spektrum um Zitrone, tropische Zitrusfrüchte mit Beeren, Kirsche, ein an Mango erinnerndes Fruchtaroma, Zitronengras mit Menthol und einen leichten Dieselanklang. In einem Bericht treten Minze und Beere erst beim Zerdrücken der Blüten hervor, eine andere Rückmeldung empfand den Geschmack als unangenehm.
Ein Sortenprofil nennt auf Grundlage von Laboranalysen Caryophyllen als dominantes Terpen, gefolgt von Limonen und Myrcen. Eine andere Beschreibung führt Myrcen, Beta-Caryophyllen und Linalool als wichtigste Terpene an.
Genetik und Herkunft:
Mutter ist Cherry Pie, selbst eine Kreuzung aus Granddaddy Purple und Durban Poison; bestäubt wurde sie mit einer Granddaddy-Purple-Pflanze. Granddaddy Purple, die auf Purple Urkel und Big Bud zurückgeführt wird, steht damit zweimal im Stammbaum. Zwei Sortenprofile verorten die Herkunft im Mendocino County. Ein Profil beziffert den Sativa-Anteil auf 70 %, eine Anbaubeschreibung auf 65 %. Dieselbe Anbaubeschreibung erwähnt Varianten, in die zusätzlich Bay Platinum Cookies eingekreuzt sein soll.
In der Zucht wurde Phantom Cookies mehrfach weiterverwendet. Barneys Farm kreuzte sie mit OG Kush zu Phantom OG, Garden of Green mit Black Domina zu Phantom Cookies Domina. Weitere Nachkommen sind Phantom Stomper von Big Dans Genetix, Phantom Glue von Natural Genetics Seeds und 808 Mana von Dark Horse Genetics.
Versionen verschiedener Breeder:
Ein Sortenprofil ordnet Phantom Cookies Grand Daddy Purp zu und führt für diese Version reguläre, photoperiodische Samen, die nie feminisiert erschienen, eine Blüte von etwa 60 Tagen, 15 bis 20 % THC und 0 bis 1 % CBD. Ein anderes Profil unterscheidet dagegen zwischen dem Original der Züchter aus Mendocino und einer Linie, die Grand Daddy Purple Seeds 2013 entwickelt haben soll: Dafür sei Phantom Cookies mit weiteren Hybriden zu einer indicalastigen Sorte mit hohem CBD-Anteil gekreuzt worden.
THC- und CBD-Gehalt:
Die THC-Angaben der Sortenprofile liegen zwischen 15 und 21 %, einzelne nennen 20 % oder bis zu 18 %. Beim CBD gehen die Aussagen auseinander. Angaben von 0 %, 0,10 bis 0,33 % und 0 bis 1 % steht eine Beschreibung gegenüber, die ohne Zahl einen hohen CBD-Gehalt nennt. Ein Grower widerspricht Letzterer in einem Erfahrungsbericht und beschreibt die Sorte als THC-reich.
Wirkung:
Beschrieben wird zuerst ein euphorischer, gehobener Kopfeffekt, den Konsumenten als kreativ und gesellig schildern; bei höherer Dosis kommt laut einem Profil körperliche Entspannung hinzu. Einige Erfahrungsberichte schildern Antrieb und Konzentration, andere einen schweren Körpereffekt bis zur Bewegungsträgheit oder Müdigkeit. Vereinzelt ist von Kribbeln, Albernheit und Redseligkeit die Rede, ebenso von einem verzögerten Einsetzen, einem intensiven Kopfeffekt, der die Konzentration störte, und eingeschränkter Motorik. Als Nebenwirkungen nennen Profile und Berichte trockenen Mund, Schwindel und Nervosität, Berichte zusätzlich trockene Augen.
Anbau:
Für die Blüte im Innenraum nennen zwei Sortenprofile 8 bis 9 Wochen, im Freiland soll die Ernte Anfang Oktober anstehen. Eines davon erwähnt Topping und SCROG zur Ertragssteigerung. Eine Anbaubeschreibung hält etwas Erfahrung für nötig, bevorzugt den Innenraum, sieht ein Gewächshaus als Möglichkeit und nennt für draußen gemäßigtes bis warmes Klima. Zur Ernte zeigen die Blüten grüne und violette Töne, leuchtend orange Stempel und einen dichten Trichombesatz.
Erfahrungen aus der Community:
Grow- und Erfahrungsberichte beschreiben die Blüten als dicht und klebrig, eine Rückmeldung als dicht, aber weich. Ein Bericht schildert einen sativabetonten Phänotyp, der sich stark streckte und länger blühte, und verweist auf Unterschiede zwischen den Phänotypen. Ein anderer vergleicht die harzreichen Blüten mit OG Kush.