Beim Highlife Cup, zu dem niederländische Coffeeshops ihre Sorten einreichen, stand S5 Haze in der Kategorie für hydroponisch gezogene Haze-Sorten 3-mal auf dem Podest: 2016 auf Platz 2, 2019 auf Platz 1 und 2022 auf Platz 3, jedes Mal eingereicht von einem anderen Coffeeshop. In den Ergebnislisten taucht die Sorte auch als S-5 auf. Mehrere Sortenbeschreibungen geben an, dass sie ausschließlich über Stecklinge weitergegeben wird; ihr Züchter gilt als unbekannt.
Genetik und Herkunft:
Über die Abstammung gibt es nur Vermutungen, und die Quellen widersprechen sich. Englischsprachige Sortenbeschreibungen halten S5 Haze für eine Kreuzung aus Super Silver Haze und Lemon Haze, bezeichnen diese Herleitung aber selbst als umstritten. Sie verorten die Sorte in den Niederlanden und stufen sie mit 80 % Sativa als sativadominant ein. Eine Rezension von 2018 sieht dagegen Super Silver Haze und Amnesia als Vorfahren. Ein niederländischer Coffeeshop nennt Skunk, Northern Lights und Haze, eine weitere Beschreibung Amnesia Haze, Jack's Cleaner und Space Queen bei einem Sativa-Anteil von 60 %.
Als Elternteil ist die Sorte dagegen gut belegt: Delta 9 Labs kreuzte eine weibliche S5 Haze mit einem reversierten Chemdawg und führt das Ergebnis als Magnum Platinum Haze.
Aroma und Geschmack:
Im Mittelpunkt der Beschreibungen steht Zitrus. Genannt werden ein süßlicher Zitrusduft, der sich beim Zerteilen der Blüten verstärkt, sowie Limette, Zitrone und eine minzige Frische im Geschmack. Andere Quellen betonen Kiefer, blumige und würzige Töne über einer erdigen Basis oder einen säuerlichen Haze-Geruch. Eine Rezension von 2010 verglich den Geschmack mit Kiefernnadeln und getrockneten Blütenblättern; das Aroma erinnerte dort an Super Silver Haze, wirkte aber voller als bei anderen Haze-Sorten. Eine Rezension von 2021 fand den Duft süß und sauber, mit einem moschusartigen Unterton.
Myrcen steht in 2 Sortenbeschreibungen an erster Stelle der Terpene. Die eine nennt danach Caryophyllen und Humulen, die andere Limonen und Pinen; beide Angaben sind keinem Labor zugeordnet.
Wirkung:
Erfahrungsberichte schildern eine zerebrale, stimmungsaufhellende Wirkung mit Euphorie und einem Kribbeln im Körper. Dazu kommen Kreativität, Antrieb und Konzentration, in einzelnen Berichten auch Albernheit, Redseligkeit und Erregung. Rezensionen aus den Jahren 2010 und 2018 heben eine auffallend geschärfte visuelle Wahrnehmung hervor. Den anregenden Charakter bestätigen nicht alle: In 2 Berichten machte die Sorte eher müde.
Als Nebenwirkungen werden Mundtrockenheit, trockene Augen und Paranoia angegeben, vereinzelt auch Angstgefühle, Kopfschmerzen und Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren.
THC-Gehalt:
Eine englischsprachige Sortenbeschreibung beziffert den THC-Gehalt auf 15 bis 23 %, ohne die Angabe einem Labor zuzuordnen.
Anbau:
Die Anbauwerte stammen nicht von einem Breeder, sondern aus Sortenbeschreibungen und Rezensionen. Rezensionen von 2018 und 2021 nennen Hydrokultur in Innenräumen als bevorzugte Methode. Bei der Blütedauer gehen die Angaben auseinander: 2 niederländische Coffeeshops setzen 10 bis 12 Wochen an, die Rezension von 2021 nennt 11 Wochen, die von 2018 63 bis 70 Tage bei einem Indoor-Ertrag von 650 g/m².
Die Blüten werden in Rezensionen von 2010 und 2018 als klein, steinhart und dicht beschrieben, mit einem Harzbelag, der sie klebrig macht. Die Rezension von 2021 fand sie dagegen ungewöhnlich groß. Andere Beschreibungen sprechen von langen Blütenständen in leuchtendem Grün mit orangefarbenen oder bernsteinfarbenen Stempeln.