Für Jack Haze kursieren 3 verschiedene Stammbäume, und 2 davon stammen vom kanadischen Produzenten 7ACRES selbst. Die Marke aus Kincardine in Ontario fand die sativabetonte Sorte nach eigener Darstellung in einem groß angelegten Selektionsprogramm, das eine neue Sativa-Ausprägung hervorbringen sollte. Den Ausschlag für den gewählten Phänotyp gab, dass sich in ihm süße Haze-Noten und das würzige Aroma von Jack Herer begegnen.
Genetik und Herkunft:
Auf ihren Seiten für die Blüten führt 7ACRES die Abstammung als White Widow × Haze. Für ein Live-Resin-Haschisch aus Jack Haze nennt dieselbe Marke hingegen Super Silver Haze × Critical Jack. Andere Sortenbeschreibungen und 2 Testberichte aus den Jahren 2019 und 2020 geben Jack Herer × Super Silver Haze an. Ein 2024 erschienener Testbericht hält fest, dass der Hersteller die Elternlinien nicht offiziell veröffentlicht hat. Welche Angabe zutrifft, lässt sich anhand der Quellen nicht entscheiden.
Saatgut oder Stecklinge sind laut einer Sortenbeschreibung nicht erhältlich. Als Elternteil hat 7ACRES die Sorte dennoch eingesetzt: Ultra Jack geht nach einer Mitteilung des Mutterkonzerns Canopy Growth von 2025 auf eine Kreuzung von Ultra Sour mit Jack Haze zurück.
Aroma und Geschmack:
Terpinolen steht in der Terpenliste von 7ACRES an erster Stelle, es folgen Myrcen, Ocimen, Beta-Pinen und Beta-Caryophyllen. Eine andere Sortenbeschreibung setzt nach dem Terpinolen Caryophyllen und Pinen. Der Hersteller beschreibt den Duft als Mischung aus Zitrus, Kiefer und Gewürz mit süßlichem Einschlag, auf einer Produktseite auch als erdig.
Testberichte greifen die Zitrusrichtung auf und setzen eigene Akzente: einer nennt Grapefruit, ein anderer einen süßlich blumigen Geruch mit Limette, ein dritter intensive süße Zitrusnoten mit Kiefer, Minze, Pfeffer und etwas Diesel. Geschmacklich beschreibt dieser Bericht Kiefer beim Einatmen und einen süßen Zitronennachklang. Eine Nutzerbewertung erwähnt Minze, Pfirsich-Mango und Diesel. Deutlich abweichend nennt eine Sortenbeschreibung Tabak, Blumen und Rose, eine weitere modrige Erde, Kiefer und Gewürze.
Wirkung:
Die Erfahrungsberichte beschreiben eine kopfbetonte, anregende Wirkung. Genannt werden Energie, gehobene Stimmung, Konzentration, Gesprächigkeit, Albernheit, Euphorie und Kreativität. Ein Testbericht von 2019 schildert einen schnellen Einstieg mit klarem Kopf und Fokus, der sich anschließend verstärkt und nach mehr als 2 Stunden sanft ausklingt. Ein anderer setzt den Höhepunkt nach etwa 15 Minuten an und die Gesamtdauer bei rund 90 Minuten; die Wirkung sei dabei aufhellend und entspannend zugleich, ohne träge zu machen.
Nicht alle Berichte bleiben bei diesem Bild. Mehrere Nutzerbewertungen schildern Müdigkeit, sobald die anregende Phase nach einigen Stunden nachlässt; eine davon beschreibt die Sorte insgesamt als entspannend und schläfrig machend. An Nebenwirkungen erwähnt ein Bericht trockene Augen. Sortenbeschreibungen nennen zudem Mundtrockenheit, Schwindel, Ängstlichkeit und paranoide Gedanken, eine davon vor allem bei höherer Dosierung.
THC- und CBD-Gehalt:
7ACRES gibt für die Blüten 17 bis 23 % THC an. Beim CBD weichen die Herstellerangaben voneinander ab: Die Produktseite der Marke nennt 0 bis 0,1 %, andere Produktangaben 0 bis 1 %. Eine Sortenbeschreibung kommt auf 14 % THC und kein CBD. In einem Testbericht von 2019 ist für die verkostete Charge ein auf der Packung ausgewiesener THC-Wert von 20,56 % vermerkt, eine Einzelangabe.
Erfahrungen aus der Community:
Beim Aussehen der getrockneten Blüten gehen die Beobachtungen auseinander. Ein Testbericht von 2020 beschreibt lockere Buds von ordentlicher Größe, eine Sortenbeschreibung salbeigrüne, fluffige Blüten, die zur Spitze hin schmaler werden. Der Bericht von 2024 schildert dagegen hellgrüne, dichte Blüten von kleiner bis mittlerer Größe mit reichlich Trichomen und dunkelorangen bis grauen Stempeln.
Anbau:
Die vorliegenden Anbauangaben betreffen die Kultur des Herstellers; als Anbauort nennt die Herstellerseite Tiverton in Ontario. Die Pflanzen wachsen dort in Kokosfaser unter Tageslicht mit zusätzlicher Beleuchtung, wobei eine Produktseite von einem Hybrid-Gewächshaus mit HID-Lampen spricht, die Herstellerseite von LED. Nach der Ernte werden die Blüten hängend getrocknet, maschinell getrimmt und von Hand nachbearbeitet.