Erfahrungsberichte zu Tropicana Haze kreisen um eine anregende Wirkung. Konsumenten beschreiben sich als gesprächig und gut gelaunt, andere heben Kreativität und Konzentration hervor, mehrfach ist von einem klaren Kopf die Rede. Nicht jeder Bericht fügt sich in dieses Bild: Einer schildert eine schwere, eher körperbetonte Wirkung, ein anderer Angstgefühle während des Konsums. Gezüchtet hat die Kreuzung aus Skunk Valley Haze und Tropicanna Cookies Oni Seed Co, die sie unter der Schreibweise Tropicanna Haze ausschließlich als reguläre Samen anbot.
Genetik und Herkunft:
Die Mutterpflanze Skunk Valley Haze geht auf Chem 91 und Tom Hill Haze zurück; einige Angaben präzisieren den Chem-91-Elternteil als den Schnitt Skunk VA. Als Vater diente Tropicanna Cookies, eine Kreuzung aus GSC und Tangie. Diese Sorte wird Harry Palms von Bloom Seed Co zugeschrieben, Oni Seed Co bezeichnet sie in der eigenen Beschreibung als Leitsorte des Hauses. Laut einer Sortenbeschreibung floss eine F2-Generation von Tropicanna Cookies in die Kreuzung ein.
Daneben kursieren abweichende Stammbäume. Unter dem Alias Tropical Haze werden auch Big Skunk × Haze sowie Haze × Tropicana Cookies genannt, jeweils ohne Breeder. Eine US-Produktseite schreibt die Kreuzung mit identischem Stammbaum Swamp Boy Seeds zu, im Sortenverzeichnis dieses Breeders ist sie allerdings nicht aufgeführt. Bei der Einordnung gehen die Angaben ebenfalls auseinander: Mehrere Beschreibungen führen die Sorte als sativadominant, ein Samenhändler nennt ein Verhältnis von 50 zu 50.
Aroma und Geschmack:
Oni Seed Co grenzt die Haze-Mutter ausdrücklich von klassischen Haze-Linien ab. Sie rieche nicht nach Sandelholz und Weihrauch, sondern nach Skunk, Zitrus und Hopfen; Tropicanna Cookies steuere Orange und Zimtzucker bei. Ausgerechnet Sandelholz und Weihrauch tauchen in einer späteren Sortenbeschreibung als Aromanoten der Kreuzung auf. Andere Beschreibungen sprechen von Mango, Ananas und Orange mit einem Unterton von Blauschimmelkäse, wieder andere von würzig-erdigen Noten, säuerlicher Mango und Pfeffer im Abgang. Auch in Erfahrungsberichten findet sich neben Fruchtigkeit eine käsige Note. Eine Sortenbeschreibung stuft die Intensität des Aromas als sehr stark ein.
Wirkung:
Teils wird ein verzögerter Wirkungseintritt beschrieben, bei dem sich die Wirkung erst nach einiger Zeit voll entfaltet. Ein Bericht spricht von einem schwebenden Gefühl im Kopf, ein anderer verbindet geistige Klarheit mit einer spürbaren Körperwirkung. Einzelne Konsumenten erwähnen Albernheit oder gesteigerte Erregung. Als Nebenwirkungen führen Sortenbeschreibungen Mundtrockenheit und trockene Augen an, außerdem Paranoia und Angstgefühle, was sich mit einem der Erfahrungsberichte deckt.
THC-Gehalt:
Eine Sortenbeschreibung nennt 24 % THC und 2 % CBG. Auf US-Produktseiten ausgewiesene Werte einzelner Chargen liegen zwischen 23,2 % und 27,54 % THC. Eine Charge medizinischer Blüten aus Pennsylvania wurde mit 29,62 % THCA und 0,988 % Gesamtterpenen angegeben, als dominante Terpene werden dort Myrcen und Caryophyllen genannt. Labor und Testdatum sind in keinem dieser Fälle vermerkt, und die Werte schwanken je nach Charge, Anbau und Phänotyp. Uneinheitlich ist auch die Rangfolge der Terpene: Eine Sortenbeschreibung führt Caryophyllen vor Myrcen und Ocimen, andere setzen Myrcen an die erste Stelle.
Anbau:
Nach Angaben von Oni Seed Co streut Tropicanna Haze phänotypisch stärker als andere Sorten des Breeders, die Blütezeit reicht entsprechend von 63 bis 75 Tagen. Der Breeder hält die länger blühenden Pflanzen für die besseren, räumt aber ein, dass die kürzer blühenden in die meisten Anbauumgebungen besser passen. Eine Sortenbeschreibung nennt dagegen pauschal rund 63 Tage und führt die Sorte als geeignet für Innenraum, Freiland und Gewächshaus.
Samenhändler stufen den Ertrag als hoch ein. Einer von ihnen beschreibt eine mittlere Wuchshöhe mit durchschnittlicher Streckung und erwähnt lila Phänotypen, eine weitere Sortenbeschreibung nennt dichte Blüten mit violett getöntem Harzbesatz.