Bei 3 bis 5 % der Pflanzen von Alaskan Ice tritt nach Angaben von Green House Seeds eine genetische Anomalie auf: Diese Exemplare blühen langsam und setzen kaum Blütenstände an. Der Breeder bezeichnet seine Kreuzung aus White Widow und Haze deshalb als nicht vollständig stabil. Er richtet die Sorte an erfahrene Grower, die jede Pflanze per Steckling sichern und gezielt selektieren. Für 2 Jahre nahm Green House Seeds die Samen aus dem Programm. Zurück kamen sie nach Darstellung des Breeders, weil Grower und Haschischhersteller weiter danach fragten; er hebt die Eignung der Sorte für Haschisch und Eiswasserextraktion hervor.
Anbau:
Green House Seeds beschreibt hoch wachsende, stark verzweigte Pflanzen und empfiehlt SCRoG oder LST. Indoor gibt der Breeder 9 Wochen Blüte und bis zu 800 g/m² an, outdoor auf der Nordhalbkugel eine Ernte bis zur 1. Oktoberwoche mit bis zu 1000 g pro Pflanze. Eine andere Sortenbeschreibung nennt für den Freilandanbau Wuchshöhen bis 2,5 m. Während der Breeder die Sorte erfahrenen Growern vorbehält, stuft eine weitere Beschreibung sie als leicht anzubauen ein.
Die dokumentierten Indoor-Grows zeichnen kein einheitliches Bild. In einem streckte sich die Pflanze nach Blühbeginn von rund 35 auf rund 130 cm, vom Grower als Zunahme um etwa 271 % angegeben. Sie wuchs kräftig, aber langsam und bildete nur wenige, kurze Seitentriebe; geerntet wurde nach 77 Tagen. Der andere Bericht schildert zügiges vegetatives Wachstum, starke Streckung und viele Seitentriebe. Dort war die Blüte nach 65 Tagen abgeschlossen, wobei der Grower bis zu 10 Wochen für möglich hält. Beide beschreiben die getrockneten Blüten als hart und kompakt und den Ertrag als sehr hoch.
Genetik und Herkunft:
Als Elternteile nennt Green House Seeds die hauseigene White Widow und Haze, das Verhältnis gibt der Breeder mit 70 % Sativa zu 30 % Indica an. Eine Sortenbeschreibung führt den Haze-Elternteil als Original Haze von Cultivators Choice und verweist auf Phänotypen zwischen sativa- und indicadominanter Ausprägung. Jordan of the Islands kreuzte Alaskan Ice mit Blueberry zu Blue Ice.
Aroma und Geschmack:
Die Breeder-Beschreibung, die eine Sortenbeschreibung wiedergibt, ordnet das würzige, von der Haze geprägte Aroma zwischen den beiden Elternsorten ein. Andere Beschreibungen führen Nuss, Esskastanie und Minze an, dazu Erde und Holz, säuerliche und an Haschisch erinnernde Töne sowie Kiefer im Geschmack. Konsumenten berichten von einem süßlich-erdigen Geruch mit Menthol, teils auch von würzigen oder fruchtigen Anklängen; einer empfand den Geschmack als mild und nussig. Als prägende Terpene nennen Sortenbeschreibungen Caryophyllen, Myrcen und Limonen in wechselnder Reihenfolge, eine ergänzt Humulen.
Wirkung:
Green House Seeds beschreibt einen schnellen Wirkungseintritt, zunächst zerebral, dann mit wachsender körperlicher Schwere. Erfahrungsberichte schildern gehobene, euphorische Stimmung, Kreativität und Konzentration, außerdem Gesprächigkeit und Kichern. Ein Konsument nennt Energie ohne Unruhe, in anderen Berichten ist von körperlicher Entspannung bei klarem Kopf die Rede. Aus einem Grow-Bericht stammt die Einschätzung einer entspannenden, meditativen Wirkung, die zugleich leicht verwirrt und lange anhält. Abweichend empfand ein Konsument die Wirkung als schwach und kurz. An Begleiterscheinungen nennen Berichte Mundtrockenheit, Sortenbeschreibungen zusätzlich trockene Augen und Paranoia.
THC- und CBD-Gehalt:
Die THC-Angaben anderer Sortenbeschreibungen reichen von 16 bis 21,49 %. Die Beschreibung mit dem höchsten Wert nennt zusätzlich 1,05 % CBD und 1,78 % CBG, eine andere setzt CBD mit 0 % an.