Limonen führt mit 0,997 % die Terpenanalyse einer Charge Baby Yoda an, deren Laborwerte ein Rezensent 2023 wiedergab. Dahinter folgten β-Caryophyllen mit 0,728 %, Linalool mit 0,355 %, α-Pinen mit 0,253 % und β-Pinen mit 0,203 %; als Gesamtgehalt an Terpenen waren 5,29 % ausgewiesen. Die indicadominante Kreuzung aus Khalifa Kush und The Menthol stammt vom Breeder Compound Genetics aus Portland, Oregon, und ist auch als Grogu bekannt.
Laborwerte:
Mit anderen Angaben deckt sich diese Einzelmessung nur teilweise. Sortenbeschreibungen stellen Myrcen an die Spitze, gefolgt von Pinen und Caryophyllen; eine davon beziffert für eine nicht näher bezeichnete Probe 0,94 mg/g Myrcen, 0,47 mg/g β-Caryophyllen und 0,19 mg/g α-Pinen. Ein Produzent wiederum nennt für seine Blüten Limonen, β-Caryophyllen und Germacren B als Hauptterpene bei einem Gesamtgehalt von 4 bis 5 %. Terpenprofil und Gesamtgehalt schwanken also je nach Charge, Anbau und Phänotyp deutlich.
THC- und CBD-Gehalt:
Für einzelne Chargen geben Produzenten zwischen 22,93 und 26,96 % THC an; die Charge mit dem oben beschriebenen Terpenprofil lag bei 23,33 %. CBD ist nur für die Charge mit dem höchsten THC-Wert ausgewiesen, mit 0,11 %, was die Sorte als THC-dominant einordnet. Sortenbeschreibungen setzen den THC-Gehalt bei 23 bis 25 % an. In Erfahrungsberichten werden zudem Testwerte von 21,84 % und 28,31 % erwähnt.
Genetik und Herkunft:
Khalifa Kush geht auf die OG-Kush-Familie zurück, The Menthol auf Gelato #45 und eine Diesel-Hybride. Sortenbeschreibungen beziffern den Indica-Anteil von Baby Yoda auf 70 %. Verbreitet ist die Sorte von Compound Genetics als Steckling.
Dieselbe Elternkombination trägt auch Khalifa Mints, die Compound Genetics laut Sortenbeschreibungen gemeinsam mit dem Unternehmen des Rappers Wiz Khalifa entwickelte; Wiz Khalifa soll sie als erste offizielle Kreuzung seiner Marke ausgewählt haben. Eine Beschreibung zählt Khalifa Mints zu den Sorten, die auf Christopher Lynch von Compound Genetics zurückgehen. Ob beide Namen dieselbe Selektion bezeichnen, ist nicht eindeutig belegt; ein Rezensent besprach 2023 Blüten, die unter beiden Namen geführt wurden.
Als Elternteil taucht Baby Yoda in mehreren jüngeren Kreuzungen auf, darunter Jedi Juice, Yodana und Galactic Guava von Elev8 Seeds, Platinu Yoda von In House Genetics sowie Vaderade und Light Zaber von Most Wanted Genetics.
Aroma und Geschmack:
Tabak, Holz und Pfeffer bilden in den Sortenbeschreibungen den Grundton, ergänzt durch erdige und würzige Noten mit süßlichem Unterton. Mehrfach genannt werden außerdem Diesel, Kiefer und Kräuter, vereinzelt Weihrauch und Zitrus. Ein Rezensent nahm vor allem Benzin wahr. Eine Produktbeschreibung vergleicht den Duft mit Zitronenbonbons und erwähnt eine frische Mentholnote, und Elev8 Seeds charakterisiert das Terpenprofil als süß, würzig und minzig. Erfahrungsberichte fügen fruchtige Eindrücke mit Beeren und Zitrus hinzu.
Wirkung:
Berichtet wird ein Verlauf, der mit gehobener Stimmung, Euphorie und Konzentration beginnt und in körperliche Entspannung übergeht. Daneben nennen Konsumenten Gesprächigkeit, Kichern, Kreativität und gesteigerte Lust. Uneinig sind sich die Berichte darin, ob die Sorte eher anregt oder dämpft: Einige beschreiben Energie und Tatendrang, andere Schläfrigkeit und eine schwere, sedierende Körperwirkung, die verzögert einsetzt. Als Nebenwirkungen werden trockener Mund und trockene Augen genannt, außerdem Kopfschmerzen; ein Bericht schildert Paranoia und Ängstlichkeit mit rasenden Gedanken.
Anbau:
Die Pflanzen bleiben laut Sortenbeschreibungen mittelhoch und kompakt, mit eng stehenden Nodien, und strecken sich in der Blüte nur mäßig. Topping und LST vertragen sie gut. Für die Blütezeit indoor nennt ein Stecklingsanbieter 8 bis 9 Wochen, eine Sortenbeschreibung rund 63 Tage; outdoor gibt derselbe Anbieter die Ernte für Anfang bis Mitte Oktober an. Geeignet ist die Sorte demnach für warmes, trockenes Klima sowie für den Anbau in Innenräumen und Gewächshäusern, wobei Entlaubung und gute Luftzirkulation empfohlen werden.
Die Blüten werden als dicht und harzreich beschrieben, hellgrün mit orangen Härchen; einige Phänotypen färben sich lila. Der Stecklingsanbieter hebt die Harzausbeute für lösungsmittelfreie Extraktion hervor.
Versionen verschiedener Breeder:
Unter dem Namen Baby Yoda sind 2 weitere Sorten mit anderem Stammbaum verzeichnet. Terpdawg Seeds kreuzte die Sorte von Compound Genetics mit Spritzer von Cannarado Genetics; für diese feminisierte Version sind rund 63 Tage Blüte, 280 bis 350 g/m² indoor, Ernte outdoor Ende September und ein Indica-Anteil von 70 % angegeben. Altitude Genetics führt eine feminisierte Baby Yoda aus Galactic Walker und Deez Runtz mit Ruderalis-Anteil. Der Breeder nennt rund 70 Tage Blüte und beschreibt die Version als fruchtig, mit mittlerem Nährstoff- und Wasserbedarf und am besten für den Indoor-Anbau geeignet.