Ursprünglicher Breeder; Ghost OG × Banana-Phänotyp aus der Sagarmatha-Linie 60/40. Keine Breeder-Angaben zu Blütezeit, Ertrag oder Gehalt gefunden.
Banana OG
Banana OG geht auf den Züchter OrgnKid zurück und wird für sein Aroma überreifer Bananen mit OG-typischem Treibstoffton beschrieben; mehrere Breeder führen eigene Versionen.
Mit überreifen Bananen vergleichen Breeder, Sortenbeschreibungen und Konsumenten den Geruch von Banana OG; je nach Quelle kommen kandierte Banane, Vanillecreme und Pfeffer hinzu, darunter liegt der treibstoffartige Ton der OG-Kush-Familie. Als ursprünglicher Züchter gilt OrgnKid. Gekreuzt wurde demnach ein Ghost OG mit einem nach Banane duftenden Phänotyp aus der 60/40-Linie von Sagarmatha. Inzwischen bieten mehrere Breeder eigene Versionen an, nicht alle mit derselben Abstammung.
Genetik und Herkunft:
Die Samen, aus denen die Bananenpflanze hervorging, soll OrgnKid bei einer Online-Auktion gewonnen haben. Die Pflanzen blieben nach dieser Darstellung kurz und gedrungen, trugen auffallend dünne Äste und rochen intensiv nach Banane. Woher dieser Elternteil stammt, ist nicht einheitlich überliefert: Neben der Sagarmatha-Linie kursiert eine Aussage OrgnKids, die Bananenpflanze sei eine alte Kreuzung aus Skunk #1 und Haze aus eigener Zucht gewesen. Vereinfachte Stammbäume führen die Sorte als OG Kush × Banana oder als Kreuzung aus Banana Kush und OG Kush.
Auf den Originalschnitt berufen sich mehrere Linien. Zoolander Seeds gibt an, 2008 eine Packung originaler Samen im San Fernando Valley bekommen zu haben, Clone Quest hat den OrgnKid-Schnitt zu einer S1-Linie geselbstet. Humboldt Seed Company stützt sich auf einen Klon aus dem kalifornischen Emerald Triangle von 2010, der in Trinidad erhalten und über Selbstung und Rückkreuzung in Samenform gebracht wurde. Als Elternteil steckt Banana OG unter anderem in Banana Punch, Banana Runtz und Banana Jack OG von Subcool's The Dank.
Aroma und Geschmack:
Neben der Banane nennen Beschreibungen tropische und erdige Noten sowie Kiefer; ein Produzent spricht von kandierter Banane mit cremigem, gasartigem Abgang. Dem Originalschnitt werden zusätzlich Zimt und eine trocken-florale Würze zugeschrieben. Humboldt Seed Company beschreibt die eigene Version als Bananen-Kaubonbon mit Treibstoffnoten beim Ausatmen.
Ein ausführlicher Grow-Bericht zur Humboldt-Version zeichnet ein anderes Bild: An der frischen Pflanze dominierten Weihrauch, Kiefer, Pfeffer und Sandelholz, Melone, Papaya und Bananenschale waren nur schwach und vor allem in der Dunkelphase wahrnehmbar. Erst nach dem Curing trat Bananenbrot hervor, verdampft kamen Pfeffer, Gewürz und Treibstoff mit Bananenbrot im Nachgeschmack hinzu. Auch Konsumenten erleben die Banane unterschiedlich: Manche finden sie deutlich, ein Bericht vermisst sie ganz, ein anderer beschreibt eine süße Note mit Beeren.
Wirkung:
Konsumenten schildern Entspannung, Euphorie und gute Laune; mehrere Berichte nennen schwere Augenlider, Hunger und eine Müdigkeit, die bis zum Einschlafen reichen kann. Andere erlebten die Sorte eher anregend und gesprächig, einzelne auch konzentriert oder kreativ. Wiederholt ist von einer verzögert einsetzenden Wirkung die Rede. Humboldt Seed Company stuft die eigene Version als sativadominant ein und beschreibt eine körperlich entspannende, zugleich aktivierende Wirkung. Als Nebenwirkungen werden trockener Mund, trockene Augen und Schwindel genannt, einzelne Berichte erwähnen Kopfschmerzen, Nervosität und kurzzeitige Paranoia, der Grow-Bericht Ohrensausen.
THC- und CBD-Gehalt:
Eine Sortenbeschreibung gibt als Mittelwert aus Labortests 21,36 % THC, 0,14 % CBD und 0,54 % CBG an, ein klar THC-dominantes Verhältnis. Beim Terpenprofil führt dieselbe Quelle Limonen mit 0,6 %, gefolgt von Myrcen (0,34 %), Caryophyllen (0,27 %) und Pinen (0,12 %); Limonen, Caryophyllen und Myrcen nennt auch eine zweite Übersicht als prägende Terpene. Ein Produzent, der sich auf den OrgnKid-Schnitt beruft, weist für seine Blüten 27,4 % THC aus, ohne Labor oder Messdatum zu nennen.
Versionen verschiedener Breeder:
Die Breeder-Angaben unterscheiden sich bei Abstammung, Samentyp und Blütezeit deutlich:
- Humboldt Seed Company: feminisiert, aus Banana-OG-Klon, S1 #21 und Bx3; laut Breeder 55 bis 65 Tage Blüte, Ernte im Freiland vom 1. bis 10. Oktober, durchschnittlich 25 % THC, widerstandsfähig gegen Mehltau und Schimmel.
- Humboldt Seed Company, Banana OG Auto: autoflowering, mit Mint Jelly Auto eingekreuzt, 11 bis 12 Wochen Gesamtlaufzeit, 25 % THC.
- Apothecary Genetics: regulär, OG-Männchen × Banana, überwiegend Indica, 7 bis 8 Wochen Blüte, Ernte im Freiland Ende September, 350 bis 400 g/m².
- Flavour Chasers: feminisiert, OG Kush × Skunk Haze, 70 % Indica, 8 bis 10 Wochen, 23 bis 27 % THC.
- Zoolander Seeds: regulär, Weiterzucht der Originalsamen in der F3, rund 65 Tage.
- Clone Quest: feminisierte S1 des OrgnKid-Schnitts, rund 67 Tage, laut Breeder besonders ertragreich gegen Ende der Blüte.
Geistgrow wird als weiterer Anbieter genannt.
Anbau:
Für die Humboldt-Version liegt ein detaillierter Indoor-Bericht mit 5 Pflanzen vor, die so einheitlich wuchsen, dass die Autoren sie mit Klonen verglichen. Nach der Umstellung auf 12 Stunden Licht streckten sie sich von 17 Zoll (etwa 43 cm) auf 53 bis 55 Zoll (etwa 135 bis 140 cm), also auf gut das Dreifache. Die Blüten wurden extrem dicht und harzig, die Stiele blieben trotz Silizium-Zusatz schwach, ab Tag 33 der Blüte waren Stützen nötig. Als Erziehungsmethode empfiehlt der Bericht SCROG. Der Geruch während der Blüte blieb verhalten.
Wegen der dichten Blüten fürchteten die Autoren Grauschimmel, hielten die Luftfeuchte unter 52 bis 55 % und ernteten gestaffelt an den Tagen 49, 55, 60 und 65. Mehltau und Milben traten nicht auf, ab Tag 53 bildeten sich aber zahlreiche winzige zwittrige Blütenansätze, zu spät, um der Ernte zu schaden. Der Ertrag lag bei 4,5 bis 5,5 Unzen (etwa 128 bis 156 g) getrockneter Blüten je Pflanze. Zusatzpräparate gaben die Autoren nur mit 40 bis 60 % der empfohlenen Menge.
Eine Sortenbeschreibung stuft den Anbau als einfach ein und nennt warmes, etwas feuchtes Klima mit Tagestemperaturen um 70 °F (rund 21 °C); die Blüten beschreibt sie als dicht, klebrig, teils spatenförmig und mit goldgelbem Schimmer.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachperson.
Wirkung & Aroma
Aus Bewertungen und Erfahrungsberichten — subjektiv, keine medizinische Aussage
Noch keine Bewertungen — Angaben aus der Sortenbeschreibung. Bewerte die Sorte, um Anteile zu sehen.
Cannabinoide & Terpene
Gehalte schwanken je Charge, Phänotyp und Anbau — Angaben sind Richtwerte
- #1LimonenZitrusfrucht0,6 %
- #2MyrcenKräuter0,34 %
- #3CaryophyllenPfeffer0,27 %
- #4PinenKiefer0,12 %
Anbau
Richtwerte aus Züchterangaben und Grow-Berichten — je nach Phänotyp und Setup abweichend
- Blütezeit
- 8–9 Wochen
- Stretch nach Blütebeginn
- 3,1–3,2 ×
Ein Grow-Bericht zur Humboldt-Version: von 17 Zoll bei Blütebeginn auf 53 bis 55 Zoll Endhöhe.
- Schwierigkeit
- Einfach
- Klima
- Warm, Feucht
Tagestemperaturen um 70 °F (rund 21 °C), etwas Luftfeuchte.
- Wuchsform
- Hoch
- Blütenstruktur
- Dicht
- Trichombesatz
- Hoch
- Färbung
- goldgelber Schimmer der Blüten (Sortenbeschreibung)
Grow-Bericht (Humboldt-Version): mäßig hoher Wuchs, eher schwache Blütenstiele trotz Silizium-Zusatz, extrem dichte, harzige Blüten. Sortenbeschreibung: dichte, klebrige, teils spatenförmige Blüten. Originalpflanzen von OrgnKid laut Herkunftsgeschichte kurz und gedrungen mit sehr dünnen Ästen. Clone Quest (S1): sativaartiger Wuchs, sehr dichte, harzbedeckte Blüten.
- ScrOG
- Empfohlen
- Stützen nötig
- Ja
Stützen ab Tag 33 der Blüte wegen schwerer Blüten nötig (Grow-Bericht).
- Geruch in der Blüte
- Niedrig
- Phänotyp-Varianz
- Niedrig
Genetik & Herkunft
- Kreuzung
- Ghost OG × Sagarmatha 60/40 (Banana-Phänotyp)
- Typ
- Indica-dominant
- Erhältlich als Samen
- Regulär, Feminisiert, Autoflowering
- Blütetypen (alle Versionen)
- Photoperiodisch, Autoflowering
Versionen verschiedener Züchter
Unter diesem Namen vertreiben mehrere Züchter eigene Versionen. Die Angaben stammen jeweils vom Züchter.
- Autoflower gesamt
- 11–12 Wochen
- THC
- 25 %
Autoflower-Version: Banana OG S1 #21 × Mint Jelly Auto × Banana OG Auto Bx3; Beschreibung nennt einen Klon von 2010 aus dem Emerald Triangle als Ausgangsmaterial. Angaben aus einer Sortenbeschreibung, die die Breeder-Angaben wiedergibt.
- Blüte
- 67 Tage
Selbstung des OrgnKid-Schnitts; Breeder nennt sativaartigen Wuchs, sehr dichte, harzreiche Blüten und hohen Ertrag gegen Ende der Blüte.
Weitere Züchter (4): Zoolander Seeds, Apothecary Genetics, Flavour Chasers, Geistgrow
Laborwerte
Messwerte einzelner Proben. Werte schwanken je Charge, Anbau und Phänotyp.
Community
Entspannend und euphorisch, oft mit schweren Augenlidern, Hunger und Müdigkeit gegen Ende; Bananenaroma wird von vielen Berichten bestätigt. Als Nebenwirkungen werden trockener Mund, trockene Augen und Schwindel genannt.
Einzelne Berichte erleben die Sorte anregend, gesprächig oder konzentriert statt sedierend; ein Bericht vermisst das Bananenaroma ganz, einer nennt süße Beerennoten. Vereinzelt Kopfschmerzen, Nervosität, kurzzeitige Paranoia; im Grow-Bericht Ohrensausen. Der Grow-Bericht fand den Geruch an der frischen Pflanze verhalten und eher würzig, die Banane trat erst nach dem Curing hervor.
- Anzahl Pflanzen im Grow-Bericht (Humboldt-Version)
- 5 Pflanzen
- Lichtphase in der Blüte im Grow-Bericht
- 12 Stunden
- Höhe bei Blütebeginn in einem Grow-Bericht
- 17 Zoll
- Höhe bei Blütebeginn in einem Grow-Bericht, umgerechnet
- 43 cm
- Endhöhe in einem Grow-Bericht
- 53–55 Zoll
- Endhöhe in einem Grow-Bericht, umgerechnet
- 135–140 cm
- Beginn der Stützung in einem Grow-Bericht
- 33 Tag der Blüte
- Ziel-Luftfeuchte gegen Grauschimmel in einem Grow-Bericht
- 52–55 % (Obergrenze)
- Gestaffelte Erntetage in einem Grow-Bericht (49, 55, 60, 65)
- 49–65 Tage
- Auftreten zwittriger Blütenansätze in einem Grow-Bericht, ab
- 53 Tag der Blüte
- Ertrag je Pflanze in einem Grow-Bericht, getrocknet
- 4,5–5,5 Unzen
- Ertrag je Pflanze in einem Grow-Bericht, umgerechnet
- 128–156 g
- Dosierung der Zusatzpräparate in einem Grow-Bericht, Anteil der empfohlenen Menge
- 40–60 %
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