Bei Fat Banana nimmt der Name das Aroma vorweg: Royal Queen Seeds beschreibt den Duft der Blüten als deutlich an Banane erinnernd und verbindet ihn im Geschmack mit Zitrusnoten. Der Breeder führt die feminisierte Sorte als Kush-Hybride aus OG Kush und Chiquita Banana mit 70 % Indica- und 30 % Sativa-Anteil. Unter demselben Namen bietet James Bong Genetics eine Sorte mit anderer Abstammung an.
Aroma und Geschmack:
Im Datenblatt des Breeders stehen für den Geschmack Banane, Zitrus, Erde, Pfeffer und Skunk. Ein Beitrag von Royal Queen Seeds ergänzt kräftige Waldfruchtnoten und einen Kush-typischen Geruch. Andere Sortenbeschreibungen sprechen von saurer Banane mit erdigen Früchten, einem scharfen Zitrusakzent sowie Beeren- und Kräuternoten.
Die Erfahrungsberichte zeichnen ein weniger einheitliches Bild. Mehrere Konsumenten bestätigen den süßen, bananenartigen Geruch und Geschmack. Einer beschreibt kräftige Zitrusnoten mit cremiger Banane, ein anderer einen erdigen Rauch mit Anklängen von Banane und Kiwi im Abgang. In einem Bericht fehlt die Banane ganz, dort dominieren honigartige Süße und Beeren, ein Grower nennt zusätzlich Erdbeere. Grow-Berichte erwähnen einen kräftigen Geruch während der Blüte, einer davon beschreibt ihn als zitruslastig mit erdigem Unterton.
Genetik und Herkunft:
Royal Queen Seeds beschreibt die Entstehung als Selektionsprogramm, in dem Banana-OG-Exemplare streng ausgelesen, miteinander gekreuzt und anschließend stabilisiert wurden. Bei der Abstammung sind die eigenen Angaben des Breeders nicht deckungsgleich: Die Produktbeschreibung nennt OG Kush × Chiquita Banana, die Datenzeile zur Genetik Banana × OG Kush. Andere ausgewertete Sortenbeschreibungen nennen OG Kush und Chiquita Banana als Eltern. Auch die Einordnung schwankt. Eine Beschreibung stuft die Sorte als ausgeglichen ein und bezeichnet sie im selben Eintrag als überwiegend indica.
Als Elternteil taucht Fat Banana in Fat Banana Automatic auf, einer Kreuzung des Breeders mit Cookies Auto, außerdem in Gorilla Banana aus Royal Gorilla und Fat Banana.
Wirkung:
Der Breeder beschreibt einen zunächst milden, euphorischen Einstieg, auf den eine starke körperliche Wirkung und tiefe Entspannung folgen. In einem Beitrag spricht er von einer Wirkung, die an die Couch bindet. Die Erfahrungsberichte bestätigen den Verlauf im Grundsatz: Genannt werden zu Beginn gute Laune, Gesprächigkeit, Konzentration und Albernheit, später Entspannung und bei manchen Konsumenten Müdigkeit. Andere Berichte betonen dagegen ausdrücklich, dass die Entspannung nicht in Bewegungslosigkeit übergeht. Bei der Stärke gehen die Eindrücke ebenfalls auseinander, einige erleben die Sorte als sehr kräftig, andere als leicht.
Als Begleiterscheinungen führen andere Sortenbeschreibungen trockenen Mund, trockene Augen, Kopfschmerzen und Schwindel. Ein Erfahrungsbericht erwähnt leichte Kopfschmerzen.
THC-Gehalt:
Royal Queen Seeds gibt für Fat Banana bis zu 25 % THC an, für die Autoflower-Version bis zu 22 %. Andere Sortenbeschreibungen nennen 20 bis 28 %.
Anbau:
Für die photoperiodische Version nennt der Breeder 55 bis 65 Tage Blüte indoor und eine Ernte im Freiland Ende September. Indoor gibt Royal Queen Seeds 350 bis 400 g/m² unter einer 600-Watt-Lampe an, outdoor 450 bis 500 g pro Pflanze. Die Pflanzen erreichen laut Breeder indoor 80 bis 140 cm, outdoor 170 bis 200 cm.
Trotz der Indica-Dominanz bezeichnet der Breeder Fat Banana als streckungsfreudig. Ohne Training bildet sie eine sehr große Hauptcola, im Freiland können ausladende Büsche entstehen, die Stützen brauchen. Auf Rückschnitt und Trainingsmethoden reagiert die Sorte nach Angaben des Breeders gut. Die Blüten beschreibt er als dicht, spitz zulaufend und stark mit Harz besetzt. Beim Klima sind die Angaben uneinheitlich: Das Datenblatt ordnet die Sorte Regionen mit kurzen Sommern zu, ein Beitrag des Breeders nennt für den Anbau im Freien wärmere Klimazonen.
Erfahrungen aus der Community:
Grow-Berichte beschreiben die Sorte als unkompliziert, auch für Anfänger. Ein Indoor-Grower ließ die Pflanzen 4 Wochen wachsen, toppte sie und erntete nach 9 Wochen Blüte große, dichte Buds. Weitere Berichte heben ein gutes Verhältnis von Blüten zu Blättern, sehr feste, kompakte Buds und hohe Erträge hervor. Eine Pflanze erholte sich nach zu knapper Bewässerung, in einem anderen Grow trat in Woche 5 ein Spinnmilbenbefall auf, der sich eindämmen ließ. Ein weiterer Bericht hält fest, dass die Pflanze sehr groß wurde.
Versionen verschiedener Breeder:
Royal Queen Seeds bietet neben der feminisierten, photoperiodischen Fat Banana die Fat Banana Automatic an. Sie geht auf Fat Banana und Cookies Auto zurück und setzt sich laut Breeder aus 70 % Indica, 20 % Sativa und 10 % Ruderalis zusammen. Der Breeder nennt 50 bis 55 Tage Blüte und 65 bis 70 Tage von der Keimung bis zur Ernte, indoor 375 bis 450 g/m² bei 70 bis 100 cm Höhe, outdoor 90 bis 175 g pro Pflanze bei 80 bis 120 cm. Das Datenblatt ordnet diese Version Regionen mit langen Sommern zu.
Genetisch eigenständig ist die Fat Banana von James Bong Genetics. Der Breeder kreuzte eine Macnana aus der Zucht von TerpyHighs mit einer Fatso aus Zufallssamen und bietet das Ergebnis feminisiert an. Die Macnana-Mutter bildete nach Angaben des Breeders sehr große Fächerblätter, die Kreuzung soll sich für lösungsmittelfreie Extraktion eignen.