Saure Zitrone über einer schweren Dieselnote: Auf diese Verbindung laufen die Beschreibungen von Kali Dog hinaus, gleich ob sie vom Breeder Royal Queen Seeds stammen oder aus Erfahrungsberichten. Hinter der feminisierten Sorte steht eine sativabetonte Kreuzung mit Sour Diesel als einem Elternteil. Welche Pflanze die andere Hälfte des Erbguts beisteuerte, beantworten die Quellen unterschiedlich.
Aroma und Geschmack:
Royal Queen Seeds ergänzt Zitrus und Diesel um Skunk, Kräuter, einen erdigen Unterton und eine stechende Schärfe. Im Rauch tritt laut einem Blogbeitrag des Breeders zuerst die Zitrusnote hervor, beim Ausatmen gewinnt der Diesel die Oberhand. Eine andere Sortenbeschreibung nennt zusätzlich Blauschimmelkäse und führt Limonen als vorherrschendes Terpen, gefolgt von Caryophyllen und Myrcen.
Zwei Bewertungen von Growern erwähnen süßen Geruch beziehungsweise süßen Rauch. Ein weiterer Bericht hält fest, dass sich der Geschmack erst bei sorgfältiger Trocknung und Lagerung voll zeige.
Genetik und Herkunft:
Auf der aktuellen Sortenseite von Royal Queen Seeds steht Kali Dog als Chemdawg × Sour Diesel. Der erwähnte Blogbeitrag aus dem Jahr 2020 nennt dagegen OG Kush und Sour Diesel, und diese Kombination findet sich auch in mehreren anderen Sortenbeschreibungen. Zur Entstehung schreibt der Breeder nur, die Genetik gehe auf Züchter in den USA zurück und sei vor über 20 Jahren entstanden.
Auch beim Verhältnis von Sativa und Indica gehen die Angaben auseinander; Royal Queen Seeds selbst nennt 55 % Sativa und 45 % Indica. Teils wird die Sorte unter den Schreibweisen Cali Dog und Cali Dawg geführt. Nach eigener Darstellung hat der Breeder die Produktion zurückgefahren, um den Phänotyp zu erhalten.
Wirkung:
Der Breeder beschreibt einen klaren, anregenden Einstieg im Kopf, eine euphorische Stimmung und körperliche Entspannung; im Blogbeitrag kommen Motivation, Kreativität und geistige Fokussierung hinzu. Erfahrungsberichte setzen ähnliche Schwerpunkte und nennen Antrieb, Kreativität, Geselligkeit und Albernheit. Ein Bericht schildert eine ausgewogene Wirkung ohne Couch-Lock, ein anderer dagegen schläfrige Effekte. Zwei Berichte heben die Stärke hervor. An Nebenwirkungen werden Mundtrockenheit, trockene Augen und Schwindel genannt.
THC- und CBD-Gehalt:
Royal Queen Seeds gibt bis zu 18 % THC an und bezeichnet den CBD-Gehalt als niedrig. Eine andere Sortenbeschreibung nennt eine Spanne von 17 bis 26 % THC, ohne eine Messung zu benennen.
Anbau:
Für die Blüte veranschlagt der Breeder 55 bis 65 Tage, im Freiland sei Ende Oktober Erntezeit; als Klima nennt er Regionen mit langen Sommern. Indoor sollen 450 bis 500 g/m² möglich sein, outdoor 500 bis 550 g pro Pflanze, bei Wuchshöhen von 90 bis 160 cm in Innenräumen und 175 bis 210 cm im Freien. Andere Sortenbeschreibungen weichen bei Blütezeit, Höhe und Ertrag von diesen Werten ab.
Den Schwierigkeitsgrad stuft Royal Queen Seeds als mittel ein. Die dichten, kompakten Blüten neigen bei hoher Luftfeuchtigkeit zu Knospenfäule und Schimmel, weshalb der Breeder in feuchten Regionen den Anbau in Innenräumen nahelegt. Im Freien wächst die Pflanze laut Blogbeitrag hoch und streckt sich deutlich, indoor bleibt sie kürzer und buschiger; bei begrenztem Platz kann Toppen oder Rückschnitt nötig werden. Der Nährstoffbedarf gilt als hoch, kräftige Blühdünger verträgt die Sorte nach Angaben des Breeders gut.
Erfahrungen aus der Community:
In einem Bericht ist von großen, stark bereiften Blüten die Rede, in einem anderen von gesunden Pflanzen. Zwei Bewertungen bezeichnen den Anbau als einfach und stehen damit im Gegensatz zur Einstufung des Breeders; ein anderer Bericht bestätigt dagegen die Schimmelneigung. In einem Fall keimten die Samen langsam, und die Pflanzen entwickelten sich zögerlich. Ein Bericht schildert einen lila gefärbten Phänotyp, dessen Geruch an Benzin und Farbe erinnerte.