Im Anbau fällt Sour Candy vor allem durch den Höhenwuchs auf: Eine Sortenbeschreibung rät wegen der Größe der Pflanzen von beengten Anbauflächen ab, und der Breeder G13 Labs beschreibt seine Kreuzung aus Sour Diesel und Bubble Gum als Pflanze, die sich mitunter stark streckt. Für die Blüte setzt G13 Labs 75 bis 85 Tage an. Eingeordnet wird die Sorte als überwiegend sativa, eine Beschreibung beziffert den Sativa-Anteil auf 80 %. Im Aroma treffen süße, tropisch-fruchtige Noten auf einen Abgang nach Diesel.
Anbau:
G13 Labs beschreibt eine mittelhohe Pflanze mit wenigen Seitentrieben und kompakten, dicht mit Harz überzogenen Blüten. Indoor sieht der Breeder vor der Blüte 2 bis 3 Wochen Wachstumsphase vor und nennt einen Ertrag von 500 g/m². Seine Version ist als feminisiertes Saatgut für den Anbau drinnen wie draußen beschrieben.
Für das Freiland nennt eine Sortenbeschreibung ein warmes, sonniges und frostfreies Klima sowie eine Ernte Mitte Oktober, denselben Zeitpunkt gibt Premium Cultivars an. Dieselbe Beschreibung hält die Sorte für widerstandsfähig gegen verbreitete Schimmelpilze und für einsteigertauglich. Bei der Schwierigkeit gehen die Einschätzungen auseinander: Crop King Seeds stuft den Anbau als mittelschwer ein, Premium Cultivars hält die Sorte für ungeeignet für Anfänger.
Erfahrungen aus der Community:
Grow-Berichte zur Version von G13 Labs liefern nur wenige Zahlen. Eine Outdoorpflanze in New Mexico erreichte nach 2 Monaten eine Höhe von etwa 3 Fuß. Die Pflanzen eines anderen Growers überstanden Bedingungen, unter denen Tomaten im Garten Schatten brauchten, ohne erkennbare Schäden.
Genetik und Herkunft:
G13 Labs geht laut einer Händlerbeschreibung auf britische Grower zurück, die nach Amsterdam übersiedelten. Für Sour Candy kreuzte der Breeder Sour Diesel mit Bubble Gum, einer Sorte aus dem US-Bundesstaat Indiana. Big Sky Beans nutzte die Sour Candy von G13 Labs als Elternteil für Briberry, eine Kreuzung mit Cali Orange.
Aroma und Geschmack:
G13 Labs beschreibt den Duft als süß, den Geschmack als tropisch-fruchtig. Sortenbeschreibungen ergänzen Diesel, Beeren, Zitrus, Zitrone und würzige Noten, eine erwähnt Aprikose. Erfahrungsberichte reichen von fruchtig mit saurem Dieselabgang bis zu erdig und skunkig; ein Bericht fand statt der erwarteten Säure eher erdige Töne. In einem Review war der Geruch der getrockneten Blüten schon vor dem Öffnen des Behälters wahrnehmbar. Als vorherrschende Terpene führen Sortenbeschreibungen ohne Messwerte Myrcen, Caryophyllen und Limonen, wobei die Reihenfolge je nach Quelle wechselt.
Wirkung:
Erfahrungsberichte schildern Sour Candy als anregend, gesprächig und stimmungshebend, dazu konzentriert und kreativ; G13 Labs hebt die euphorische Wirkung hervor. Ein Review beschreibt einen ruhigen Kopf ohne Müdigkeit. Ein einzelner Bericht weicht ab und schildert die Sorte als eher schläfrig machend. An Nebenwirkungen nennen Berichte Mundtrockenheit, trockene Augen, Nervosität und einen kratzenden Rauch, Sortenbeschreibungen zusätzlich Schwindel, Kopfschmerzen und Paranoia.
THC- und CBD-Gehalt:
G13 Labs gibt für seine Version 12 bis 15 % THC an. Andere Sortenbeschreibungen nennen 14 bis 16 % THC, eine davon zusätzlich 1 % CBD.
Versionen verschiedener Breeder:
Unter demselben Namen und mit derselben Abstammung führen auch die Samenanbieter Crop King Seeds und Premium Cultivars feminisierte Sour Candy, ohne sich als Züchter auszuweisen. Crop King Seeds nennt für seine Version 8 bis 9 Wochen Blüte, 17 % THC und 1 % CBD. Premium Cultivars gibt 10 bis 12 Wochen Blüte und einen Indoor-Ertrag von 600 g/m² an.