Bomb Seeds stellt bei Bubble Bomb den Geruch in den Vordergrund: Die indicadominante Kreuzung aus Bubblegum und THC Bomb, der Hausgenetik des Breeders, soll intensiv süß und zuckrig nach Kaugummi riechen, und das umso deutlicher, je weiter die Blüte voranschreitet. Beim Geschmack beschreibt der Breeder eine bonbonartige Süße, unter der ein erdiger Ton liegt.
Aroma und Geschmack:
Andere Sortenbeschreibungen behalten den Kaugummi als Leitmotiv bei, setzen aber eigene Akzente. Eine nennt Aprikose, Beeren und Butter, eine weitere Minze, Zitrone und Zitrusfrüchte. Eine dritte beschreibt den Geschmack als süß mit leicht säuerlicher Note und den Duft zusätzlich als erdig.
Zum Terpenprofil liegt eine Zusammenstellung historischer Labormessungen vor. Darin führt Myrcen mit einem Median von 0,41 %, gefolgt von Limonen mit 0,14 % und β-Caryophyllen mit 0,13 %.
Genetik und Herkunft:
Hinter der Sorte steht Bomb Seeds, nach Angaben einer Sortenbeschreibung ein Breeder aus den Niederlanden. Die Elternsorte Bubblegum bezeichnet der Breeder als Gewinnerin eines Cannabis Cup; bei der Auswahl der Zuchtpflanzen habe man auf Phänotypen gesetzt, die deren Geschmack und die Potenz von THC Bomb erhalten. Aus Bubble Bomb ging Zkittlez Gum Bomb hervor, ebenfalls eine Züchtung von Bomb Seeds.
Ein Grower beschrieb 2015 aus Samen 2 Phänotypen: einen kompakten, indicabetonten, der schnell abblüht, und einen gestreckteren, sativabetonten mit längerer Blüte, der nach der Streckung etwa 3 Fuß erreichte.
THC- und CBD-Gehalt:
Bomb Seeds gibt 18 bis 20 % THC an. Davon getrennt zu sehen ist die erwähnte Zusammenstellung von Labormessungen aus dem Zeitraum Dezember 2013 bis Januar 2021: Über 32 Proben lag der Median bei 19,7 % Gesamt-THC, die mittleren 80 % der Werte reichten von 15,3 bis 22,0 %. Solche Werte schwanken je nach Charge, Anbau und Phänotyp. CBD war in 7 Messungen kaum vorhanden; der Median lag bei 0,0 %, die mittleren 80 % der Werte bei höchstens 0,1 %. Für CBG führt eine Sortenbeschreibung 1 % an.
Wirkung:
Der Breeder beschreibt eine indicatypische Wirkung, schwer, tief entspannend und lang anhaltend. Eine Sortenbeschreibung schildert zunächst eine euphorische, etwas entrückte Stimmung, die in eine kräftige Körperwirkung und schließlich in Schläfrigkeit übergeht.
Einige Nutzerberichte weichen davon ab und beschreiben die Sorte als anregend, mit Kreativität, Konzentration und einem Kribbeln im Körper. Ein Bericht hebt Ausgelassenheit und Kichern hervor, eine weitere Beschreibung eine erotisierende Note. Als Nebenwirkung werden trockene Augen genannt, in einem Bericht zudem eine spürbare Bewegungsträgheit.
Anbau:
Laut Bomb Seeds wächst Bubble Bomb gedrungen und buschig. Die kurzen Internodien bringen viele Blütenansätze; indoor nennt der Breeder 55 bis 95 cm Endhöhe, 8 bis 9 Wochen Blüte und 650 bis 750 g/m². Eine ältere Beschreibung des Breeders sprach noch von rund 600 g/m². Outdoor sei die Sorte Ende Oktober erntereif, brauche aber Platz und ein warmes, beständiges Klima. Wegen der dichten Blüten und des dichten Laubs rät der Breeder zu guter Luftzirkulation. Die Saat ist feminisiert und photoperiodisch.
2 dokumentierte Indoor-Durchgänge kamen auf 59 und 63 Tage Blüte. Im längeren streckte sich die Pflanze nach Blütebeginn von etwa 50 auf etwa 80 cm, also um rund 60 %. Beide Grower beschreiben harte, kompakte Blüten, Toleranz gegenüber Temperaturschwankungen und Düngefehlern und eine Eignung für Sea of Green; einer vermerkt geringen Düngerbedarf. Beim Seitentriebwachstum gehen die Eindrücke auseinander: Der eine Durchgang brachte viele lange, kräftige Seitentriebe mit dicken Blüten, der andere wenige und eher kurze. Topping bewerten der 63-Tage-Grow und der Bericht von 2015 positiv.
Erfahrungen aus der Community:
Widerstandsfähigkeit gegen Pilzbefall vermerken beide Grow-Profile ebenso wie der Bericht über den gestreckteren Phänotyp, der zusätzlich die Stresstoleranz der Pflanze hervorhebt. Eines der Profile gibt allerdings zugleich eine Anfälligkeit für Schimmel an. Den Ertrag stufte ein Grower als hoch ein, der andere als leicht unterdurchschnittlich. In Käuferbewertungen von Samen beklagen 2 Personen geringe Keimraten, in einem Fall keimten 4 von 20 Samen; die Pflanzen, die sich entwickelten, lieferten laut dieser Bewertung schmackhafte Blüten.