Ursprüngliche Linie aus der San Francisco Bay Area. Im Interview von 2014 keine Angaben zu Blütezeit, Ertrag in Zahlen, Höhe oder Samentypen; qualitative Anbauhinweise stehen unter grow.
GSC
auch bekannt als Girl Scout Cookies, Cookies
GSC, früher Girl Scout Cookies, ist eine Hybride der Cookie Fam aus der San Francisco Bay Area, deren Genetik rund um OG Kush und Durban Poison bis heute umstritten ist.
Ein euphorischer Auftakt, danach wachsende Entspannung im Körper: Dieses Muster zieht sich durch die Erfahrungsberichte zu GSC. Die Hybride hieß bis zu einem Namensstreit Girl Scout Cookies und stammt von der Cookie Fam, einem Züchterkollektiv aus der San Francisco Bay Area. Umstritten bleibt, was genetisch in ihr steckt und wie viel des unter dem Namen Angebotenen auf deren Pflanzen zurückgeht.
Erfahrungen aus der Community:
Uneins sind die Berichte darüber, was auf die erste Phase folgt. Manche beschreiben Antrieb, Konzentration und Ideenreichtum, eine Person eine Anregung über rund 10 Stunden. Andere werden schläfrig oder empfinden die Sorte von Anfang an als ruhig und körperbetont. Als Nebenwirkungen tauchen Mundtrockenheit, trockene Augen und Schwindel auf, vereinzelt Kopfschmerzen; ein Bericht vom ersten Konsum schildert Nervosität und rasende Gedanken.
Auch die Blüten werden verschieden beschrieben: klein und eher locker in einigen Berichten, dicht und klebrig mit orangefarbenen Härchen in anderen. Dahinter steht die Echtheitsfrage. Ein Sortenporträt von 2020 hält einen Großteil des Angebots für Nachzucht aus Samen gefundener Blüten oder für Nachahmung. Die Cookie Fam nannte solche Pflanzen 2014 „Fortune Cookies“ und kennzeichnete ihre Ernten später mit einem Hologramm-Aufkleber.
Genetik und Herkunft:
Die gängige Kurzformel lautet OG Kush × Durban Poison. Im Interview mit High Times schilderte die Cookie Fam 2014 einen dreistufigen Weg: Ein geheim gehaltenes F1 wurde mit Durban Poison gekreuzt, das Ergebnis danach mit einer Kush, die über Bekannte aus Florida nach San Francisco gekommen sei und erst später den Namen OG Kush erhielt. Laut einer Sortenbeschreibung, die sich auf dasselbe Interview beruft, nannte Züchter Jigga die Zwei-Eltern-Formel eine Geschichte, die Nachahmer fernhalten sollte. Ein weiteres Porträt spricht von einem Untertyp der OG Kush und einer Zwischenform namens F1 Durban.
Den Namen GSC trägt die Sorte, seit die Girl Scouts of America gegen Cannabisbetriebe vorgingen, die unter dem Namen der Kekse verkauften; einem Bericht von 2018 zufolge vielerorts mit Erfolg. Bekannte Auslesen sind Thin Mint GSC und Platinum GSC. Als Elternteil steckt GSC in Sunset Sherbert von Mr. Sherbinski (mit Pink Panties), in Animal Cookies (mit Fire OG) und in Cookies & Cream von Exotic Genetix, einer Kreuzung mit Starfighter, die 2014 beim Cannabis Cup in Denver den 1. Platz als Best U.S. Hybrid belegte. Gelato entstand aus Sunset Sherbert und Thin Mint GSC.
Aroma und Geschmack:
Minze, Süße und Erde bilden den gemeinsamen Nenner. Je nach Beschreibung kommen Kirsche, Zitrone, Skunk oder eine cremige, florale Seite hinzu; der Autor des Porträts von 2020 roch moschusartige Kiefer und fühlte sich an Kirschen in Schokolade erinnert. Konsumenten vergleichen den Geschmack mit Minzkeksen oder finden Schokolade, Erde und Kiefer.
Caryophyllen führt in den Terpenangaben, gefolgt von Myrcen und Limonen oder von Limonen, Humulen und Linalool. Das Porträt von 2020 beruft sich auf einen Terpen-Fingerabdruck des Labors Steep Hill, nennt aber keine Mengen. Eine Sortenbeschreibung beziffert 0,6 % Caryophyllen, 0,3 % Humulen, 0,29 % Limonen und 0,21 % Myrcen, ohne Labor oder Probe anzugeben.
THC- und CBD-Gehalt:
Eine Sortenbeschreibung gibt 25 % THC und 1 % CBG an. Für ihre Versionen nennen die Breeder 20 bis 28 % THC: Fast Buds für die Autoflower-Variante 20 %, in der Produktbeschreibung bis 22 %, Zamnesia Seeds 23 % und Barney's Farm 28 %. Den CBD-Gehalt beziffern Zamnesia Seeds und Fast Buds auf 0 bis 1 %.
Anbau:
Anbauhinweise der Cookie Fam liefert das Interview von 2014. Jigga beschrieb GSC als hoch und schlank wachsend, anspruchsvoller in der Pflege und mit höherer Toleranz für Nährstoffe. Der Blütegeruch dringe selbst durch neue Filter, der Ertrag sei nicht hoch, und auf ein langsames, natürliches Curing komme es an.
Versionen verschiedener Breeder:
Saatgut unter dem Namen bieten mehrere Breeder an. Zamnesia Seeds nennt für seine feminisierte Version 8 bis 9 Wochen Blüte, 110 cm Höhe indoor und 190 cm outdoor, bis 500 g/m² beziehungsweise bis 500 g je Pflanze und Ernte im Oktober; den Anbau stuft der Breeder einmal als mittelschwer, an anderer Stelle als leicht ein. Barney's Farm gibt ebenfalls 8 bis 9 Wochen an, dazu 120 und 200 cm Höhe, bis 650 g/m² und mehr als 1000 g je Pflanze.
Elev8 Seeds führt Thin Mint GSC als feminisierten Phänotyp mit 9 Wochen Blüte. Die Autoflower-Version von Fast Buds braucht 9 bis 10 Wochen vom Samen bis zur Ernte, wird etwa 100 cm hoch und soll bis 600 g/m² liefern.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachperson.
Wirkung & Aroma
Aus Bewertungen und Erfahrungsberichten — subjektiv, keine medizinische Aussage
Noch keine Bewertungen — Angaben aus der Sortenbeschreibung. Bewerte die Sorte, um Anteile zu sehen.
Cannabinoide & Terpene
Gehalte schwanken je Charge, Phänotyp und Anbau — Angaben sind Richtwerte
- #1CaryophyllenPfeffer0,6 %
- #2HumulenHopfen0,3 %
- #3LinaloolBlumen
- #3LimonenZitrusfrucht0,29 %
- #4MyrcenKräuter0,21 %
Anbau
Richtwerte aus Züchterangaben und Grow-Berichten — je nach Phänotyp und Setup abweichend
- Wuchsform
- Hoch
Laut Jigga (Cookie Fam, Interview 2014) wächst die Pflanze hoch und schlank, braucht mehr Aufmerksamkeit und ist nicht ertragsstark; ein langsames, natürliches Curing hält er für wichtig.
- Geruch in der Blüte
- Hoch
- Nährstoffbedarf
- Hoch
Genetik & Herkunft
- Kreuzung
- OG Kush (Kush-Steckling) × Durban Poison × nicht genanntes F1 der Cookie Fam
- Herkunft
- Vereinigte Staaten, San Francisco Bay Area
- Typ
- Indica-dominant
- Erhältlich als Samen
- Feminisiert, Autoflowering
- Blütetypen (alle Versionen)
- Photoperiodisch, Autoflowering
Versionen verschiedener Züchter
Unter diesem Namen vertreiben mehrere Züchter eigene Versionen. Die Angaben stammen jeweils vom Züchter.
- Blüte
- 8–9 Wochen
- Ertrag indoor
- bis 650 g/m²
- Ertrag outdoor
- ab 1.000 g/Pflanze
- Höhe indoor
- 120 cm
- Höhe outdoor
- 200 cm
- THC
- 28 %
Angaben von einer Händlerseite, da keine Breeder-Seite abrufbar war: OG Kush × Durban Poison, 70 % Indica, 30 % Sativa, CBD niedrig, Schwierigkeit mittel, indoor und outdoor. Ertrag outdoor mit über 1000 g je Pflanze angegeben (kein Höchstwert).
- Blüte
- 9 Wochen
Vom Breeder als Phänotyp der GSC bezeichnet, Durban Poison × OG Kush; Ertrag nur als gut eingestuft, kein THC-Wert.
Weitere Züchter (2): Fast Buds, Zamnesia Seeds
Community
Euphorischer, heiterer Beginn mit anschließender Entspannung; im Geschmack Minze, Süße, Keks und Erde; als Nebenwirkungen Mundtrockenheit und trockene Augen.
Uneinigkeit über die zweite Phase: manche berichten Antrieb, Konzentration und Kreativität (in einem Bericht rund 10 Stunden anhaltend), andere Schläfrigkeit oder von Beginn an ruhige, körperbetonte Wirkung. Blüten teils als klein und locker, teils als dicht und klebrig beschrieben. Vereinzelt Kopfschmerzen, Nervosität und rasende Gedanken (erster Konsum). Echtheit der angebotenen Ware wird angezweifelt.
- Wirkdauer in einem Erfahrungsbericht
- 10 Stunden
Tagebücher mit dieser Sorte
Ähnliche Sorten
Verwandte Genetik, gleiches dominantes Terpen, ähnliche Wirkung und Aroma — ohne die direkten Eltern und Nachkommen