Für White Cherry OG kursieren 3 Stammbäume, die sich nicht zur Deckung bringen lassen. 2 Sortenbeschreibungen nennen White Cherry × OG Kush ohne bekannten Breeder, eine weitere Cherry OG × The White, und dem Breeder Terp Fi3nd wird unter demselben Namen eine Kreuzung aus Durango OG und White Cherry Truffle zugeordnet. Die Einstufung reicht von Hybride ohne nähere Angabe bis leicht indicadominant.
Genetik und Herkunft:
Die Variante White Cherry × OG Kush wird ausdrücklich ohne bekannten Breeder geführt; eine Beschreibung verortet ihre Wurzeln in der kalifornischen Westküstenszene. Als Aliasnamen sind hier White Cherry und Cherry White verzeichnet. Wer von Cherry OG × The White ausgeht, nennt die Sorte auch White Cherry Kush oder White Cherry OG Kush und stuft sie mit 60 % Indica und 40 % Sativa ein; ein Breeder fehlt auch dort.
Am genauesten ist der Stammbaum der Terp-Fi3nd-Linie aufgeschlüsselt. Durango OG geht demnach auf Alien OG × Alien Bubba zurück, White Cherry Truffle auf Cherry Noir × Highland Afghani, wobei Cherry Noir aus Cherry Lime und Chemdawg entstand. Auf dieser Linie baut OG Cherry Gumball von iiTzToasty auf, eine Kreuzung mit dessen Cherry Gumball. Als weiterer Nachkomme wird White Cherry Gelato geführt, eine Kreuzung mit Gelato, deren Breeder nicht bekannt ist.
Versionen verschiedener Breeder:
Einem Breeder zugeordnet ist allein die Linie von Terp Fi3nd. Sie ist als reguläres Saatgut verzeichnet, feminisierte Samen gab es davon nicht. Eine Sortenbeschreibung, die sich auf Durango OG × White Cherry Truffle bezieht, nennt 8 bis 10 Wochen Blüte im Innenraum, die Freilandernte im Oktober, einen mittleren Ertrag sowie 18 bis 23 % THC und 1,2 % CBD; vom Breeder selbst stammen diese Zahlen nicht. Für White Cherry × OG Kush werden dagegen etwa 8 bis 9 Wochen Blüte angegeben.
THC- und CBD-Gehalt:
Für die Linie White Cherry × OG Kush nennt eine Beschreibung 20 % THC und 0 % CBD, eine andere 20 bis 25 % THC. Die Beschreibung, die von Cherry OG × The White ausgeht, setzt mit 22 bis 26 % THC höher an. Alle Werte stammen aus Sortenbeschreibungen, keiner ist einem Labor oder einer Charge zugeordnet.
Aroma und Geschmack:
Bei Duft und Geschmack decken sich die Beschreibungen nur teilweise. Eine führt süße Schwarzkirsche und reife Beeren über erdigem Moschus an, dahinter eine kraftstoffartige Zitrusnote; im Geschmack herbe Kirsche und süße Pflaume, beim Ausatmen Pfeffer, Kiefer und Menthol. Andere nennen Erde, Lavendel und Limette, im Geruch außerdem Blaubeere, Zitrone, Blüten und Holz, im Geschmack Beere, Honig sowie saure und süße Noten. Aprikose und Apfel kommen aus Nutzerangaben hinzu. Als Terpene werden einmal Caryophyllen, Limonen und Linalool genannt, einmal Limonen, Myrcen und Caryophyllen; analytisch belegt ist keines der beiden Profile.
Wirkung:
Die Wirkungsbeschreibungen ähneln sich über die Stammbäume hinweg: ein zunächst kopfbetonter, stimmungshebender Effekt, der in körperliche Entspannung übergeht. Genannt werden Kreativität, Heiterkeit bis hin zum Kichern, Euphorie, Fokus und ein Energieschub. Eine Beschreibung hält fest, dass die körperliche Schwere nicht sofort ans Sofa bindet. Als unerwünschte Begleiterscheinungen sind Mundtrockenheit, trockene Augen und Ängstlichkeit verzeichnet.
Anbau:
Die ausführlichsten Anbauangaben gelten der Linie White Cherry × OG Kush und stammen aus einer Sortenbeschreibung, nicht von einem Breeder. Sie stuft den Schwierigkeitsgrad als mittel ein und nennt einen kontrollierten Innenraum oder ein warmes, mediterranes Freilandklima als passende Umgebung. Der Ertrag wird als mittel bis hoch angegeben und hängt demnach von Trainingsmethoden wie Topping oder LST ab. Das Blätterdach wächst dicht, weshalb regelmäßiges Auslichten für die Lichtdurchdringung genannt wird.
Die Blüten werden als dicht und spatenförmig beschrieben, waldgrün mit tiefvioletten Untertönen, dünnen orangefarbenen Härchen und einer dicken, klebrigen Trichomschicht. Eine andere Beschreibung spricht von übergroßen, traubenförmigen Blüten in Minzgrün mit feinen weißen Trichomen.
Erfahrungen aus der Community:
8 ausgewertete Nutzerberichte zeichnen ein ähnliches Grundbild: Gehobene Stimmung, Kichern, Konzentration und Entspannung kehren wieder, in mehreren Berichten auch Gesprächigkeit. Unterschiede zeigen sich beim Verlauf. Ein Bericht beschreibt einen schnellen Wirkungseintritt, ein anderer eine Wirkung, die sich erst mit der Zeit voll aufbaut. Ein Nutzer schildert Entspannung bei gleichzeitigem Antrieb, der für Hausarbeit reichte, ein anderer hebt den milden Rauch hervor. Zu den Blüten heißt es in einem Bericht, sie seien dick und kompakt.