Laut CSI Humboldt 2007 von Red Beard (Tigard Farms/CSI:Portland) aus Samen der 2006 von Inspecta/CSI Humboldt angelegten Kreuzung Mendocino Purple × Bubba Kush ausgelesen; Schwesterphänotyp George W. Kush; als Klon im pazifischen Nordwesten verbreitet.
Obama Kush
auch bekannt als Obama OG, Obama OG Kush
Obama Kush ist laut CSI Humboldt ein Phänotyp aus Mendocino Purple × Bubba Kush, während andere Beschreibungen Afghani und OG Kush als Eltern nennen.
2007 keimte Red Beard von Tigard Farms, der auch unter dem Namen CSI:Portland auftritt, eine Handvoll Samen aus einer Kreuzung von Mendocino Purple und Bubba Kush und behielt 2 Pflanzen, die er Obama Kush und George W. Kush nannte. So schildert es Inspecta von CSI Humboldt, der die Kreuzung nach eigener Darstellung 2006 angelegt hatte. Als Steckling fand Obama Kush danach laut Breeder rasch Verbreitung im pazifischen Nordwesten der USA. Mehrere Sortenbeschreibungen erzählen die Abstammung allerdings anders.
Genetik und Herkunft:
Nach Angaben von CSI Humboldt reversierte der Breeder den ursprünglichen Bubba-Kush-Klon und bestäubte mit dessen Pollen einen ausgewählten Mendocino-Purple-Klon. Die Kreuzung selbst bot er als Mendocino Purple Kush an, Obama Kush ist demnach ein ausgelesener Phänotyp daraus. Ein Konsumbericht von 2016 nennt dieselbe Abstammung.
Andere Sortenbeschreibungen und ein Porträt der Portlander Wochenzeitung Willamette Week aus dem Jahr 2016 führen dagegen Afghani und OG Kush als Eltern. Eine dritte Darstellung gibt ein Produzent aus Oregon wieder: Kein Breeder habe die Sorte für sich beansprucht, vermutlich gehe sie auf Superior Genetics aus Michigan zurück. Eine Sortenübersicht hinterlegt beim S1 von CSI Humboldt wiederum den Stammbaum (Skunk × unbekannt) × (OG Kush × Afghani), der der Schilderung des Breeders widerspricht. Eingeordnet wird Obama Kush mal als Indica, mal als indicadominante Hybride mit 65 % Indica- und 35 % Sativa-Anteil; eine Beschreibung nennt 14 bis 21 % THC. Daneben laufen die Namen Obama OG und Obama OG Kush.
Als Elternteil steckt Obama Kush in Purple Frost von Resin Snob, einer Kreuzung mit Skunk #1, und in Mo'bama, für das Oregon Roots eigene Stecklinge von Obama Kush mit Miracle Alien Cookies kreuzte.
Aroma und Geschmack:
CSI Humboldt beschreibt den Duft seiner S1-Linie als erdige Kiefer mit süßer Traube und etwas Pfeffer. Andere Beschreibungen ergänzen Holz, Kräuter und Beeren, eine weitere Pflaume und Salbei, eine Anbauanleitung süß-erdigen Duft mit blumigen Noten. Die Willamette Week roch 2016 süße Beeren über einer erdigen Kush-Basis und ordnete dem Duft Humulen, Myrcen und Limonen zu. Eine Sortenbeschreibung führt dagegen Caryophyllen als vorherrschendes Terpen, gefolgt von Limonen und Pinen.
Konsumenten schmecken Kiefer und Zitrus, Zedernholz oder schlicht Erde. Einzelne fanden den Geschmack flach oder bemerkten kaum Geruch.
Wirkung:
Berichtet wird körperliche Entspannung, verbunden mit Euphorie und gehobener Stimmung, teils mit kreativem Antrieb. Wie stark die Sorte müde macht, bewerten Konsumenten verschieden: Manche nutzen sie am Abend und beschreiben eine schwere, schläfrig machende Wirkung, andere erleben sie als mild, gesellig und nicht ermüdend. Die Willamette Week nannte sie belebend und ausdrücklich frei von Couch-Lock.
Als Nebenwirkungen nennen Sortenbeschreibungen trockenen Mund, trockene Augen und Schwindel. In einzelnen Berichten tauchen Kopfschmerzen und Schwindel nach zu großen Mengen sowie verstärkte Nervosität auf; mehrere Konsumenten betonen dagegen, keine Paranoia bemerkt zu haben.
Anbau:
Für die feminisierten S1-Samen gibt CSI Humboldt rund 60 Tage Blüte an und nennt Indoor- und Outdoor-Anbau als möglich. Laut Breeder zeigen die Pflanzen tief violette und waldgrüne Töne, dichte Blüten und reichlich Trichome.
Eine Anbauanleitung beschreibt Obama Kush als kurz und gedrungen, mit mittlerem Ertrag und mittlerem Schwierigkeitsgrad, und nennt Sea of Green oder Screen of Green als geeignete Methoden. Die Sorte bevorzugt demnach trockene Bedingungen und kommt mit kühleren Temperaturen zurecht. Wegen der dichten Blüten droht bei hoher Luftfeuchte während der Blüte Schimmel. Calcium und Magnesium braucht sie laut Anleitung in größerer Menge.
Versionen verschiedener Breeder:
Die von Red Beard ausgelesene Pflanze kursierte als Steckling. CSI Humboldt bietet daraus ein feminisiertes S1 an, also Obama Kush, mit sich selbst bestäubt. Plantation Premium Seeds kreuzte Obama Kush mit einer nicht näher bezeichneten Ruderalis zu Obama Kush Auto. Der Breeder nennt dafür 8 bis 10 Wochen vom Samen bis zur Ernte, 60 bis 100 cm Höhe und 400 bis 500 g/m² im Innenraum, 500 g pro Pflanze im Freiland sowie 16 bis 24 % THC.
Erfahrungen aus der Community:
Konsumenten beschreiben die Blüten wiederholt als kompakt und dicht, mit dunkelvioletten Partien und orangefarbenen Härchen; ein Bericht empfand sie dagegen als eher locker. Ein Grower, der die Sorte einen Sommer lang anbaute, erhielt eine eher niedrige Pflanze, die sich tief violett färbte und große Blüten ausbildete. Ein Konsument hält die Qualität für stark abhängig vom Anbau, ein anderer fand die Euphorie schwächer als bei OG Kush.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachperson.
Wirkung & Aroma
Aus Bewertungen und Erfahrungsberichten — subjektiv, keine medizinische Aussage
Noch keine Bewertungen — Angaben aus der Sortenbeschreibung. Bewerte die Sorte, um Anteile zu sehen.
Cannabinoide & Terpene
Gehalte schwanken je Charge, Phänotyp und Anbau — Angaben sind Richtwerte
- #1CaryophyllenPfeffer
- #2LimonenZitrusfrucht
- #3PinenKiefer
- #4HumulenHopfen
- #5MyrcenKräuter
Anbau
Richtwerte aus Züchterangaben und Grow-Berichten — je nach Phänotyp und Setup abweichend
- Blütezeit
- 60 Tage
- Ertragsniveau
- Mittel
- Schwierigkeit
- Mittel
- Indoor
- geeignet
- Outdoor
- geeignet
- Klima
- Trocken
Bevorzugt trockene Bedingungen, verträgt auch kühlere Temperaturen (angegebener Bereich 65 bis 80 °F); dichte Blüten bei hoher Luftfeuchte in der Blüte schimmelanfällig.
- Blütenstruktur
- Dicht
- Trichombesatz
- Hoch
- Blattfarbe
- tief violett und waldgrün (Breeder-Angabe zum S1)
- Färbung
- violett; ein Grow-Bericht beschreibt eine tief violette Färbung
Kurz und gedrungen laut Anbauanleitung; erhöhter Bedarf an Calcium und Magnesium; ein Grower erhielt eine eher niedrige Pflanze mit großen, tief violetten Blüten.
- ScrOG
- Empfohlen
Anbauanleitung nennt Sea of Green oder Screen of Green.
Genetik & Herkunft
- Kreuzung
- Mendocino Purple × Bubba Kush
- Herkunft
- Vereinigte Staaten, Pazifischer Nordwesten
- Erstveröffentlichung
- 2007
- Typ
- Indica-dominant
- Erhältlich als Samen
- Feminisiert
- Blütetypen (alle Versionen)
- Photoperiodisch, Autoflowering
Versionen verschiedener Züchter
Unter diesem Namen vertreiben mehrere Züchter eigene Versionen. Die Angaben stammen jeweils vom Züchter.
- Autoflower gesamt
- 8–10 Wochen
- Ertrag indoor
- 400–500 g/m²
- Ertrag outdoor
- 500 g/Pflanze
- Höhe indoor
- 60–100 cm
- THC
- 16–24 %
Kreuzung aus einer nicht näher bezeichneten Ruderalis und Obama Kush; feminisiert, autoflowering.
- Blüte
- 60 Tage
Selbstung Obama Kush × Obama Kush; feminisiert; indoor und outdoor; Blütezeit ±60 Tage laut Sortenübersicht, ein Händler listet 8–9 bzw. 8–10 Wochen.
Community
Körperliche Entspannung mit Euphorie und guter Stimmung, teils kreativ; Blüten werden wiederholt als dicht mit dunkelvioletten Partien und orangefarbenen Härchen beschrieben; Geschmack erdig, mit Kiefer, Zitrus, Beeren oder Zedernholz.
Uneinig bei der Sedierung: Teils abends genutzt und als schwer und schläfrig beschrieben, teils als mild, gesellig und nicht ermüdend. Einzelne Berichte erwähnen verstärkte Nervosität, Kopfschmerzen und Schwindel nach zu großen Mengen, mehrere betonen das Ausbleiben von Paranoia. Ein Bericht beschreibt die Blüten als eher locker, einzelne finden Geschmack flach oder Geruch schwach.
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