Ursprünglicher Klon, lange nur als Steckling weitergegeben; keine Breeder-Angaben zu Blütezeit, Ertrag oder THC.

Bubba Kush
auch bekannt als BK, Bubba, Bubba OG Kush, Pre-98 Bubba Kush
Bubba Kush entstand 1996 zufällig in Los Angeles, als eine Kush Matt Bergers Pflanze Bubba bestäubte; welche Sorten genau beteiligt waren, ist umstritten.
Über die Abstammung von Bubba Kush existieren mehrere Fassungen, die sich nur im Kern decken: Die Sorte entstand 1996 zufällig in einem engen Growraum im Stadtteil Silver Lake in Los Angeles, den Matt „Bubba“ Berger mit Josh D. teilte. Eine gestresste Kush-Pflanze bildete Pollen und bestäubte eine Pflanze, die Berger aus Florida mitgebracht und Bubba genannt hatte. Welche Sorten diese beiden Pflanzen waren, ist bis heute umstritten.
Genetik und Herkunft:
Laut einem Porträt Bergers bei Greenpoint Seeds zog er die Bubba Anfang der 1990er in Gainesville aus Northern-Lights-Samen, die aus New Orleans stammten. Die Kush wuchs demnach aus Samen, die in einem in Südflorida gekauften Beutel Blüten steckten. Andere Sortenbeschreibungen führen OG Kush als Vater und eine unbekannte Indica aus New Orleans als Mutter, bei der Northern Lights lediglich vermutet wird.
Dinafem veröffentlichte 2015 eine ausführlichere Version. Bubba habe ab 1990 während seines Studiums an der University of Florida angebaut und mit einem Mitbewohner Skunk #1 mit einer Kush unbekannter Herkunft aus Orlando gekreuzt. Die eigentliche Bubba Kush sei erst später in Silver Lake entstanden, als eine zwittrige Kush die Bubba bestäubte. Den Zusatz Pre-98 erhielt der Klon laut Dinafem um 1998, als in Los Angeles minderwertige Nachahmungen kursierten; er bezeichnet bis heute Bergers ursprüngliche Pflanze, die lange nur als Steckling weitergegeben wurde. Bekannt wurde die Sorte nach derselben Quelle um 1998 durch B-Real von Cypress Hill.
In Samenform machte den Klon laut Katsu Seeds erst Swerve von The Cali Connection verfügbar, der ihn durch Selbstbestäubung zu einer S1 umkehrte. Als Elternteil steckt Bubba Kush unter anderem in Kush Mints, einer Kreuzung mit Animal Mints von Seed Junky Genetics. Katsu Seeds führt eigene Kreuzungen mit dem Klon, darunter AK98, Bubba Payton und Finishing Move.
Aroma und Geschmack:
Kaffee, Schokolade, Erde und eine süßliche, an Haschisch erinnernde Note ziehen sich durch Sortenbeschreibungen und Erfahrungsberichte. Einzelne Konsumenten nennen dazu nussige und holzige Nuancen, einen Hauch Kiefer und einen Anflug von Diesel. Katsu Seeds beschreibt für den Klon außerdem Anklänge an Trauben und Beeren, Dinafem für die eigene Linie Benzin, Gewürze und Zitrus. Als führende Terpene werden Caryophyllen, Myrcen und Limonen angegeben; für in Deutschland angebaute medizinische Blüten der Sorte nennt der Hersteller dagegen Myrcen, Limonen und Nerolidol.
Wirkung:
Erfahrungsberichte beschreiben vor allem eine schwere, körperliche Entspannung, die mit Schläfrigkeit und gehobener Stimmung einhergeht. Einzelne Konsumenten erlebten die Sorte dagegen als kreativ und eher anregend, und auch die Stärke wird unterschiedlich eingeschätzt, von gut handhabbar bis überwältigend. Genannte Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit, trockene Augen und Schwindel, Letzterer vor allem bei wenig erfahrenen Konsumenten.
Anbau:
Der Klon wächst gedrungen und buschig, mit kurzen Internodien, breiten Blättern und kräftigen Seitentrieben, und streckt sich nach dem Umstellen auf 12/12 laut Grow-Berichten kaum. Die Blüten werden dicht, beim Klon etwa golfballgroß, und tragen viel Harz. Ihre Farbe reicht von Waldgrün bis Blassviolett; ein Grower beobachtete Lilatöne gegen Ende der Blüte, ein anderer beschreibt die echte Bubba Kush als natürlich dunkelgrün.
Anbauanleitungen und Grower nennen 8 bis 9 Wochen Blütezeit, manche ließen ihre Pflanzen 10 Wochen laufen. In Grow-Berichten fällt auf, dass sich die Narben schon um die 4. Blütewoche orange färben, während in Woche 7 oder 8 noch neue weiße hinzukommen; die Reife lesen Grower deshalb an den Trichomen ab.
Beim Ertrag gehen die Einschätzungen auseinander: Eine Anbauanleitung stuft ihn als hoch ein, Grower und Katsu Seeds halten den Klon eher für ertragsschwach. Wegen der dichten Blüten gilt die Sorte in feuchtem Klima als empfindlich; beschrieben werden mäßig warme, trockene Bedingungen bei 20 bis 27 °C. Vor der Blüte soll sie viel Stickstoff, Calcium und Magnesium aufnehmen, ein Grower kam in Hydrokultur dagegen mit niedrigen EC-Werten aus. Für einen gleichmäßigen Bestand werden Topping und Sea of Green beschrieben.
Versionen verschiedener Breeder:
Nicht jede Samenlinie unter diesem Namen beruft sich auf den Klon. Dinafem entwickelte seine feminisierte Version aus einem eigenen Pre-98-Klon und nennt 60 bis 65 Tage Blüte, 500 g/m² indoor, 600 bis 800 g pro Pflanze im Freiland bei Ernte Mitte Oktober sowie 16 bis 20 % THC. Seedsman gibt für seine ebenfalls auf Pre-98 zurückgeführte Linie dieselben Blüte- und Ertragswerte an, beim THC 15 bis 20 %. Katsu Seeds nennt für die S1 63 bis 70 Tage.
Barney's Farm beschreibt eine Kreuzung aus einer Afghan-Kush-Landrasse und OG Kush mit 56 bis 63 Tagen Blüte, 600 bis 700 g/m², 100 bis 120 cm Höhe indoor und 29 % THC. Green House Seeds führt Bubba Kush als Bubble Gum × Kush mit 9 Wochen Blüte, bis zu 800 g/m² und 23,17 % THC. Grower schildern bei dieser Version harte, kompakte Blüten mit Kaugummigeschmack; einer bemängelte brüchige Äste, einzelne zweifeln die angegebene Abstammung an.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachperson.
Wirkung & Aroma
Aus Bewertungen und Erfahrungsberichten — subjektiv, keine medizinische Aussage
Prozentwerte: Anteil der Bewertungen, die diese Eigenschaft nennen.
Cannabinoide & Terpene
Gehalte schwanken je Charge, Phänotyp und Anbau — Angaben sind Richtwerte
- #1CaryophyllenPfeffer
- #2LimonenZitrusfrucht
- #3MyrcenKräuter
- #3NerolidolHolzig, blumig
- #4HumulenHopfen
Anbau
Richtwerte aus Züchterangaben und Grow-Berichten — je nach Phänotyp und Setup abweichend
- Blütezeit
- 8–9 Wochen
Kaum Streckung nach dem Umstellen auf 12/12 laut Grow-Berichten; kein Faktor angegeben.
- Schwierigkeit
- Mittel
- Indoor
- geeignet
- Outdoor
- geeignet
- Gewächshaus
- geeignet
- Klima
- Mild, Trocken
Mäßig warm und trocken, 68 bis 80 °F (20 bis 27 °C); dichte Blüten leiden in feuchtem Klima.
- Wuchsform
- Buschig
- Internodienabstand
- Kurz
- Blütenstruktur
- Dicht
- Trichombesatz
- Hoch
- Blattfarbe
- dunkelgrün, breite Blätter
- Färbung
- Waldgrün bis Blassviolett; in einem Grow-Bericht Lilatöne gegen Ende der Blüte
Gedrungen mit kräftigen Seitentrieben; beim Klon golfballgroße Blüten. Narben färben sich um die 4. Blütewoche orange, neue weiße Narben bis Woche 7 oder 8; Reife wird an den Trichomen bestimmt.
- Topping
- Empfohlen
Sea of Green für einen gleichmäßigen Bestand beschrieben.
- Nährstoffbedarf
- Hoch
- Schwierigkeit
- Einfach (100 %)
- Umgebung
- Indoor 100 % · Outdoor 0 %
1 Bewertung mit eigenem Anbau
Genetik & Herkunft
- Kreuzung
- Unbekannte Indica aus New Orleans (vermutlich Northern Lights) × OG Kush
- Herkunft
- Vereinigte Staaten, Los Angeles (Silver Lake), Kalifornien
- Erstveröffentlichung
- 1996
- Typ
- Indica-dominant
- Erhältlich als Samen
- Feminisiert
- Blütetypen (alle Versionen)
- Photoperiodisch
- IC 420 Growers Cup 2013Indica · Platz 3
- Treating Yourself Medical Cup 2010Platz 1
- IC 420 Growers Cup 2008Indica · Platz 5
Versionen verschiedener Züchter
Unter diesem Namen vertreiben mehrere Züchter eigene Versionen. Die Angaben stammen jeweils vom Züchter.
- Blüte
- 56–63 Tage
- Ertrag indoor
- 600–700 g/m²
- Ertrag outdoor
- 1.500 g/Pflanze
- Höhe indoor
- 100–120 cm
- Höhe outdoor
- 150–200 cm
- THC
- 29 %
Afghan Kush Landrace x OG Kush, 70 % Indica / 30 % Sativa; Ernte im Freiland erste bis zweite Oktoberwoche.
- Blüte
- 9 Wochen
- Ertrag indoor
- bis 800 g/m²
- Ertrag outdoor
- bis 1.000 g/Pflanze
- Höhe outdoor
- 140–160 cm
- THC
- 23,17 %
- CBD
- 0,1 %
Bubble Gum x Kush, 80 % Indica / 20 % Sativa; CBN 0,41 %; Ernte im Freiland erste Oktoberwoche; Terpene laut Breeder alpha-Pinen, Humulen, Linalool.
Weitere Züchter (4): Dinafem, Katsu Seeds, Seedsman, ILGM
Community
Schwere körperliche Entspannung mit Schläfrigkeit und gehobener Stimmung; Aroma nach Kaffee, Schokolade, Erde und Haschisch; gedrungener Wuchs mit kaum Streckung, Blütezeit 8 bis 9 Wochen; frühe Orangefärbung der Narben vor der Trichomreife.
Einzelne berichten von kreativer, anregender Wirkung; Stärke von gut handhabbar bis überwältigend. Ertrag als gering beschrieben, während eine Anbauanleitung ihn als hoch einstuft. Manche Pflanzen liefen 10 Wochen. Ein Grower kam in Hydrokultur mit niedrigen EC-Werten aus. Bei der Version von Green House Seeds brüchige Äste und Zweifel an der Abstammung.
- Längste berichtete Blütedauer in Grow-Berichten
- 10 Wochen
- Orangefärbung der Narben ab Blütewoche
- 4 Wochen
- Neue weiße Narben noch in Blütewoche
- 7–8 Wochen
Fotos aus Bewertungen (2)


Tagebücher mit dieser Sorte
Ähnliche Sorten
Verwandte Genetik, gleiches dominantes Terpen, ähnliche Wirkung und Aroma — ohne die direkten Eltern und Nachkommen
Bewertungen (1)
Steckling von rootz.at, lt. Angabe ist die Mutter von Humboldt Seeds.

