In Erfahrungsberichten zu Cali Kush zeichnet sich ein rascher Wirkungseintritt ab: zuerst gehobene Stimmung, dann eine gelöste Ruhe, in der Nutzer nach eigener Schilderung ansprechbar und beweglich bleiben. Strittig ist, was danach überwiegt. Strittig ist auch, welche Pflanze überhaupt gemeint ist, denn unter dem Namen, der auch als California Kush und Kali Kush läuft, führen mehrere Breeder Linien mit unterschiedlichem Stammbaum.
Erfahrungen aus der Community:
Ein Teil der Berichte beschreibt einen zweistufigen Verlauf, erst euphorisch, dann entspannt und teils schläfrig. Andere erlebten die Sorte anregend, mit kreativen Einfällen, Gesprächigkeit und einem klaren, konzentrierten Kopf; ein Bericht nennt eine Wirkdauer von rund 4 Stunden. Dagegen steht die Erfahrung, dass der Effekt so schnell abflachte, wie er eingesetzt hatte, und ein Nutzer konnte mit der Sorte nach eigener Aussage nicht abschalten. Mehrere Stimmen stufen sie als kräftig ein.
Als Begleiterscheinungen werden Mundtrockenheit und trockene Augen genannt, außerdem Schwindel, Kopfschmerzen, Unruhe und paranoide Gedanken, in einzelnen Berichten auch Herzrasen. Die getrockneten Blüten beschreiben Konsumenten als so fest, dass sie sich schwer zerkleinern lassen.
Genetik und Herkunft:
Am besten dokumentiert ist die Linie von Sumo Seeds, die Purps mit L.A. Confidential kreuzten; einige Sortenbeschreibungen präzisieren die Purps-Seite als Mendocino Purps. Sumo Seeds führte das Ergebnis als California Kush, einen feminisierten Hybrid mit 55 % Indica- und 45 % Sativa-Anteil, und hat die Sorte inzwischen aus dem Programm genommen. Sensible Seeds setzt dieselbe Kreuzung unter dem Namen fort. Eine andere Sortenbeschreibung stuft die Kombination als zu 70 % sativabetont ein und widerspricht damit beiden Breedern.
Sumo Seeds verwendete California Kush zudem als Elternteil von Sumo's OG Kush, gekreuzt mit einem nicht näher bezeichneten OG-Kush-Hybriden.
Versionen verschiedener Breeder:
Für die Ausgangsversion gibt Sumo Seeds 7 bis 8 Wochen Blüte, 40 bis 90 cm Wuchshöhe und einen mittleren Ertrag an. Die Pflanzen wachsen laut Breeder zunächst schmal und legen erst in der Blüte an Masse zu, das Laub kann blaue bis violette Töne annehmen. Sensible Seeds nennt für seine Version 7 bis 9 Wochen Blüte, Freilandernte Anfang Oktober, 425 bis 475 g/m² im Innenraum und bis zu 250 g je Pflanze im Freien, bei 70 bis 100 cm Höhe drinnen und 90 bis 120 cm draußen. Der Breeder beschreibt große, kompakte Blüten mit hellgrünen und bläulichen Tönen und stuft den Anbau als einfach ein.
Eine eigenständige Genetik trägt die California Kush von Anesia Seeds aus Strawberry Kush und OG Kush, laut Breeder zu 90 % Indica, mit 7 bis 8 Wochen Blüte, 650 g/m² im Innenraum, 550 g je Pflanze im Freien und 80 bis 100 cm Höhe. 00 Seeds Bank kombiniert nach eigener Darstellung California- mit Kush-Genetik zu einer kompakten Pflanze mit kurzen Internodien und breiten Blättern und nennt 500 bis 550 g/m²; die Sortenangaben setzen die Blüte bei rund 9 Wochen an. Vom selben Breeder stammen eine Fast-Version mit 45 bis 50 Tagen Blüte, Freilandernte vom 1. bis 10. Oktober, 400 bis 500 g/m² und 85 bis 110 cm Höhe drinnen, 180 bis 230 cm draußen, sowie eine Autoflower-Variante.
Der Anbieter MSNL führt als Cali Kush eine Kreuzung aus Original California und Skunk mit 8 bis 10 Wochen Blüte und 500 bis 600 g/m²; Topping, LST und SCROG sollen die Pflanzen gut vertragen.
Aroma und Geschmack:
Mehrere Sortenbeschreibungen und Sensible Seeds verbinden eine Kaffeenote mit fruchtigen und zitrusartigen Tönen, Würze sowie erdigen und holzigen Anklängen; eine Beschreibung ergänzt Beeren und säuerliche Zitrusfrucht. Sumo Seeds charakterisierte seine Pflanze dagegen floral mit Pfeffer und Minze, im Geschmack fruchtig-minzig mit einem Nachklang von Traube. Anesia Seeds beschreibt seine Version als süß und zitronig mit Anklängen exotischer Früchte, 00 Seeds Bank die eigene mit Zitrone, süßer reifer Frucht und einer Benzinnote.
Als prägende Terpene werden Myrcen, Caryophyllen und Limonen genannt. Eine Zusammenstellung gemittelter Messwerte ohne Angabe von Labor und Probenzahl setzt dagegen Linalool und Caryophyllen an die Spitze.
THC- und CBD-Gehalt:
Die Breeder-Angaben streuen stark, weil sie verschiedene Pflanzen beschreiben: Sensible Seeds nennt 13 bis 15 % THC und einen mittleren bis hohen CBD-Gehalt ohne Zahl, Anesia Seeds 24 % THC und 2,8 % CBD, MSNL bis zu 18 % THC bei unter 1 % CBD, 00 Seeds Bank 22 % THC für die Fast-Version und Amsterdam Seeds Co. 24 % THC für eine Cali Kush ohne genannte Elternsorten. Sortenbeschreibungen ohne Breeder-Zuordnung reichen von 13 bis 19 % THC in einer Quelle bis 21 % in einer anderen.