Ethos Genetics stellt bei Mandarin Zkittlez die Blüten selbst in den Vordergrund: Sie wachsen nach Angaben des Breeders dicht und in Avocadoform, lassen sich leicht trimmen und färben sich lila, schwarz und rot. Außerdem hebt Ethos die Eignung für Extrakte hervor. Die photoperiodische Hybride geht auf California Black Rozé von Dying Breed Seeds und Mandarin Sunset aus dem eigenen Zuchtprogramm zurück.
Anbau:
Ethos führt die Sorte in 2 Versionen. Die feminisierte Mandarin Zkittlez R1 blüht laut Breeder 56 bis 60 Tage, den Ertrag stuft Ethos als durchschnittlich ein. Für die F-1, reguläres Saatgut mit männlichen und weiblichen Pflanzen, nennt der Breeder 56 bis 63 Tage und einen überdurchschnittlichen Ertrag; sie soll drinnen wie draußen gedeihen.
Konkrete Ertragszahlen finden sich nur in einer Sortenbeschreibung, die sich auf Ethos beruft: 500 bis 600 g/m² indoor und über 600 g je Pflanze im Freiland, dazu 8 bis 9 Wochen Blüte unter Kunstlicht und eine Ernte im Oktober. Dieselbe Beschreibung erwähnt dunkel lila bis schwarze und rote Blätter, glänzendes Harz und orangefarbene Narben. Eine andere Sortenbeschreibung weicht davon ab und schildert spatenförmige, dunkel olivgrüne Blüten mit kräftigen bernsteinfarbenen Härchen.
Mehrere Beschreibungen heben den geringen Blattanteil der Blüten und den dichten Trichombesatz hervor, dessen Harz sandig ausfalle. In einem dokumentierten Outdoor-Grow in Florida, der über den Winter lief, entwickelte sich die Pflanze in der vegetativen Phase langsamer als viele andere Sorten des Growers, dafür gleichmäßig. Sie bildete dicke Stängel und nur wenige, dafür sehr große Fächerblätter. Getoppt wurde oberhalb des 4. Nodiums, um einen unteren Triebkranz aufzubauen.
Genetik und Herkunft:
Als Mutter diente laut Ethos und einer weiteren Sortenbeschreibung der Originalsteckling von California Black Rozé aus dem Haus Dying Breed Seeds. Ethos schreibt dieser Mutter deutlich mehr Harz zu als der ursprünglichen Zkittlez. Vater ist Mandarin Sunset. Ein veröffentlichter Stammbaum führt California Black Rozé auf Roze und OG Eddy zurück, Mandarin Sunset auf Orange Velvet und Herijuana. Eine Sortenbeschreibung und ein Erfahrungsbericht ordnen die Kreuzung mit 60 % Indica und 40 % Sativa als leicht indicadominant ein. Gebräuchlich sind auch die Kurzformen Mandarin Z und Mzt.
Als Elternteil steht Mandarin Zkittlez in mehreren Stammbäumen, etwa von Banana Zkittlez und Mandarin Zkittles x Purple Punch 2.0 von Demonic Genetics, Citrus Mistress von Tempest Grove Genetics, Taste the Rainbow von Heart & Soil Seeds sowie Mandarin Cookies von Ethos selbst.
THC-Gehalt:
Einen reinen THC-Wert gibt Ethos nicht an, sondern den Gesamtgehalt aktiver Cannabinoide: 25 % für die R1, 20 bis 25 % für die F-1. Eine Sortenbeschreibung nennt 20 bis 22 % THC.
Aroma und Geschmack:
Ethos beschreibt das Terpenprofil mit Traube, Orange und Grapefruit sowie einer würzigen, an Haschisch erinnernden Note. Andere Sortenbeschreibungen greifen diese Begriffe auf und ergänzen pfeffrige und kräuterige Töne. In Erfahrungsberichten stehen süße Zitrusaromen im Vordergrund, einzelne Konsumenten nehmen zusätzlich Skunk, Erde oder eine dieselartige Schärfe wahr. Ein Testbericht beschreibt im Duft Orangenschale, Cranberry und Zitrone, im Abgang einen erdigen Ton.
Welche Terpene dominieren, wird nicht einheitlich angegeben: Teils sind es Myrcen, Limonen, Linalool und Beta-Caryophyllen, teils Pinen, Caryophyllen und Humulen.
Wirkung:
In Erfahrungsberichten wiederholen sich Entspannung und gehobene, euphorische Stimmung; genannt werden außerdem Kreativität, Konzentration, Kichern und Hunger. Ob die Sorte eher dämpft oder anregt, wird unterschiedlich erlebt. Manche Konsumenten beschreiben Schläfrigkeit und eine schwere Körperwirkung, andere betonen, gerade nicht müde geworden zu sein, oder erlebten sie als energisch. Ein Bericht fand die Wirkung schwach. Der Testbericht schildert ein Druckgefühl über den Augenbrauen und eine deutliche Benommenheit, unter der die Konzentration nachließ.
Als unerwünschte Begleiterscheinungen werden Mundtrockenheit und trockene Augen genannt, vereinzelt auch Paranoia, schwere Augenlider, Taubheit in den Beinen, leichter Kopfdruck und Couch-Lock.