Für White Lotus bestäubte Bodhi Seeds den Klon The White mit einem Männchen aus der eigenen Linie Snow Lotus. Die Breeder-Beschreibung verteilt die Rollen eindeutig: Von der Mutter stammt danach der dichte Harzbesatz, der Vater soll Größe, Struktur und Potenz steigern, ohne die Eigenschaften der Mutter zu überdecken. Belegt sind ausschließlich reguläre Samen.
Genetik und Herkunft:
The White wird als reiner Klon weitergegeben, seine eigene Abstammung ist ungeklärt. Bodhi Seeds bezeichnet die Mutter als Kromes The White und hebt ihren gleichmäßigen Trichombesatz und ihre Potenz hervor.
Snow Lotus geht auf Afgooey zurück, eine Kreuzung aus Maui Haze und Afghani, die Bodhi mit einem Blockhead-Männchen paarte. Blockhead stammt laut einer Stammbaumübersicht von Spice of Life Seeds und verbindet eine pakistanische Landsorte mit Sweet Tooth; für das verwendete Männchen betont der Breeder, dass es keine Sweet-Tooth-Merkmale zeigte.
Bei der Einordnung zwischen Indica und Sativa sind sich die Sortenbeschreibungen nicht einig. Eine führt White Lotus als überwiegend indicabetont, zwei andere nennen ein Verhältnis von 50 zu 50, wobei eine davon die Sorte im selben Text als indicadominant bezeichnet.
Als Elternteil taucht White Lotus in den Stammbäumen anderer Breeder auf. Grand Daddy Purp kreuzte für Bay Lotus die eigene Sorte Bay 11 mit White Lotus. Von RedEyed Genetics stammen Kobain Kush aus Bubba Kush und White Lotus sowie Mt. Rainier aus Northern Lights #5 und White Lotus, von Taylormade Selections Betty White und Sharpie mit Party Cake beziehungsweise Sly Green als zweitem Elternteil.
Aroma und Geschmack:
Bodhi Seeds beschreibt einen Duft nach wilden Bergbeeren und einen warmen, säuerlichen Geschmack mit Haschnote. Andere Sortenbeschreibungen rücken Zitrus in den Vordergrund und nennen dazu Zitrone, Ananas, Erde, Hasch, Salbei, florale und würzige Töne. In Erfahrungsberichten wiederholt sich die Paarung aus erdigem Hasch und süßlicher Zitrusnote. Einzelne Konsumenten beschreiben dagegen einen kräftigen Geruch nach Zitrone und Kiefer mit chemischem Einschlag oder einen Geschmack, der an Räucherwerk erinnert.
Als führende Terpene nennen Sortenbeschreibungen Myrcen, Caryophyllen und Limonen, allerdings in unterschiedlicher Reihenfolge. Eine davon ergänzt Linalool, Pinen und Humulen.
THC- und CBD-Gehalt:
Sortenbeschreibungen geben 19 bis 20 % THC an, zwei davon zusätzlich 1 % CBG. Eine weitere nennt statt CBG rund 1 % CBD.
Wirkung:
Gemeinsamer Nenner der Erfahrungsberichte ist eine entspannte, euphorische Stimmung. Daneben beschreiben Konsumenten Albernheit, Gesprächigkeit, Konzentration und kreative Impulse. Zwei Berichte schildern einen verzögerten Einstieg nach 10 bis 15 Minuten.
Uneinheitlich fällt das Urteil über die Stärke aus. Mehrere Berichte beschreiben eine schwere, nachziehende Wirkung, die in Schläfrigkeit mündet; andere erlebten einen klaren, eher anregenden Zustand, und ein Konsument fand die Wirkung schwächer, als Geruch und Geschmack erwarten ließen.
An Begleiterscheinungen nennen Sortenbeschreibungen trockenen Mund und trockene Augen, eine davon zudem ausgeprägte körperliche Schwere. In einem Erfahrungsbericht hielt deutliche Nervosität rund 2 Stunden an, ein anderer erwähnt Hitzegefühl und Taubheit.
Anbau:
Die Beschreibung der Bodhi-Samen nennt eine Blütezeit von rund 63 Tagen, andere Sortenbeschreibungen 7 bis 9 Wochen. Den Ertrag stuft die Samenbeschreibung als hoch ein, hervorgehoben wird zudem der starke Harzbesatz. Wie aufwendig der Anbau ist, bewerten die Sortenbeschreibungen unterschiedlich: Eine hält die Sorte für leicht zu kultivieren, eine andere für mittelschwer.