Ihren Namen verdankt Ebola #7 dem Weg, den die Pflanze nach 2012 nahm: Die Kreuzung von HendRx Farms verbreitete sich ungeplant von Farm zu Farm durch Humboldt County in Kalifornien. In der Region kursierte sie zunächst als THCbola Virus, verkürzt THCBola. Ausgewählt hatte der Breeder sie in einer Phänotypsuche über 100 Samen, die in 3 Stufen ablief; den Ausschlag gab laut HendRx vor allem der THC-Gehalt, gemessen an Ergebnissen von SC Labs.
Genetik und Herkunft:
Mutter ist eine San Fernando Valley OG (SFV OG). Im Sommer 2012 wurde sie mit einer Girl Scout Cookies (GSC) bestäubt, die nach Angaben des Breeders aus dem Harborside Health Center stammte, und aus dieser Blüte gewann HendRx die ersten Samen. Der Breeder ordnet Ebola #7 als indicadominante Hybride ein, andere Sortenbeschreibungen beziffern das Verhältnis auf 75 % Indica zu 25 % Sativa.
Als Elternteil taucht die Sorte in CC 33 von Canna Country auf, einer Kreuzung aus Ebola #7, Girl Scout Thin Mint und Purple Hazē.
Aroma und Geschmack:
Diesel und Erde nennt HendRx als Duftnoten. Andere Sortenbeschreibungen ergänzen Kiefer und eine stechende Schärfe; beim Geschmack führen sie Kiefer, Diesel, Ananas, Zitrus und eine süße Komponente an. In Erfahrungsberichten fällt der kräftige Geruch auf, mehrfach mit Zitrone, einmal verglichen mit einem Reinigungsmittel mit Kiefernduft. Ein Bericht empfand Ebola #7 dagegen als weniger stechend als GSC.
Als Terpene führt der Breeder Beta-Caryophyllen, Alpha-Humulen, Limonen, Linalool und Alpha-Bisabolol auf, ohne Anteile zu nennen. Eine andere Sortenbeschreibung stellt Limonen, Caryophyllen und Myrcen an die Spitze.
Wirkung:
Erfahrungsberichte schildern eine anregende Wirkung mit Gesprächigkeit, Kreativität und Euphorie, einzelne auch Albernheit oder gesteigerte Lust. Daneben erwähnen mehrere Berichte eine deutliche körperliche Entspannung; in einem Fall war die Schwere so ausgeprägt, dass der Konsument kaum noch vom Sofa kam. HendRx listet unter anderem Konzentration, Euphorie, ein verlangsamtes Zeitgefühl und geschärfte Sinne, aber auch rasende Gedanken. Als Begleiterscheinungen werden trockener Mund und trockene Augen genannt, in anderen Sortenbeschreibungen außerdem Paranoia und Angstgefühle.
THC-Gehalt:
HendRx gibt 30 % THC an und nennt als höchsten Wert aus Analysen von SC Labs 31,7 %, ohne Jahr oder Zertifikat; die Summe der Cannabinoide beziffert der Breeder auf 33,6 %. Andere Sortenbeschreibungen nennen 24 bis 28 % THC je nach Anbaumethode, eine davon zusätzlich 1 % CBG.
Anbau:
Für den Innenanbau gibt HendRx 56 bis 60 Tage Blüte an, im Freiland liegt die Ernte laut Breeder Anfang bis Mitte Oktober. Andere Sortenbeschreibungen kommen auf 7 bis 9 Wochen und nennen für draußen den Zeitraum von Ende September bis Mitte Oktober.
Der Breeder beschreibt mittlere Internodienabstände, dichte Blüten und sehr robuste Pflanzen; neben Grün führt er Orange und Rot als Farben auf. Ein Erfahrungsbericht beschreibt stark bereifte Buds und einen guten Ertrag bei sorgfältiger Kultur, ein anderer nennt die Blüten klebrig, aber blattreich.
Erfahrungen aus der Community:
Unwidersprochen bleibt die Herkunftsgeschichte des Breeders nicht. Einzelne Berichte behaupten, eine Sorte dieses Namens sei schon in den 1990er Jahren im Umlauf gewesen, was sich mit einer GSC-Kreuzung aus dem Jahr 2012 nicht vereinbaren ließe; ein weiterer hält Ebola #7 für einen reinen Durban-Phänotyp. Belege führen die Verfasser nicht an. Abseits dieser Debatte fällt das Urteil meist wohlwollend aus, ein Konsument fand die Sorte allerdings solide, aber unauffällig.