Wer Erfahrungsberichte zu Orange Haze liest, stößt auf zwei Lesarten derselben Sorte. Den Kern bilden Schilderungen eines anregenden, euphorischen Rauschs mit deutlichem Orangengeschmack. Daneben stehen Berichte, in denen die Wirkung nach der ersten Phase in Schläfrigkeit oder ein schweres Körpergefühl übergeht. Am besten dokumentiert ist die sativabetonte Version des spanischen Breeders Green Devil Genetics, eine Kreuzung aus Orange Bud und Haze; andere Breeder führen Sorten gleichen Namens mit eigenem Stammbaum.
Erfahrungen aus der Community:
Übereinstimmend beschreiben Konsumenten einen schnell einsetzenden, klaren Kopfrausch. Genannt werden gute Laune, Kicheranfälle, Tatendrang, Kreativität und Konzentration, teils begleitet von einem warmen Kribbeln im Körper. Mehrere Berichte stufen die Sorte als sehr stark ein.
Abweichend davon empfanden einige Konsumenten Orange Haze trotz der Sativa-Betonung vor allem als entspannend, bei anderen ging die anregende Anfangsphase in Müdigkeit und Couchlock über. Ein Bericht schildert ein deutliches Tief nach dem Abklingen. An Nebenwirkungen nennen die Berichte trockenen Mund und trockene Augen, einer auch heftigen Hustenreiz; Sortenbeschreibungen führen zusätzlich Nervosität und Paranoia an.
Die Blüten werden als dicht und frostig beschrieben, mit orangen bis kupferfarbenen Härchen, worin sie laut Sortenbeschreibungen dem Elternteil Orange Bud ähneln.
Aroma und Geschmack:
Orange und Zitrus prägen Duft und Geschmack, begleitet von Süße. Sortenbeschreibungen ergänzen erdige und würzige Töne im Duft sowie Kiefer und tropische Frucht im Geschmack. Kiefer taucht auch in Konsumentenberichten auf; ein Bericht vermerkt zudem eine skunkige Note, ein anderer neben Zitrus einen Geruch nach Ammoniak. Als dominante Terpene nennen Sortenbeschreibungen Pinen, Limonen und Myrcen, eine Analyse geben sie dafür nicht an.
Für ihren Geruch wurde Orange Haze 2016 beim Oregon Dope Cup ausgezeichnet: Nach Angaben des einreichenden Anbaubetriebs belegte sie in der Geruchswertung der Medical-Kategorie den 1. Platz.
Genetik und Herkunft:
Green Devil Genetics kreuzte nach eigener Darstellung eine ausgelesene Orange Bud mit einer amerikanischen Haze, deren Linie seit den 1970er Jahren erhalten wird. Den Zitrusgeschmack, den die Sorte von Orange Bud mitbringt, stellt der Breeder als Hommage an die spanische Mittelmeerregion heraus. Den Sativa-Anteil beziffert er auf 65 %.
THC-Gehalt:
Green Devil Genetics nennt für seine Version 18 bis 20 % THC, andere Sortenbeschreibungen geben 20 % an.
Anbau:
Die folgenden Angaben stammen von Green Devil Genetics. Der Breeder nennt 63 bis 65 Tage Blüte, im Freiland sei die Sorte zwischen dem 15. und 25. Oktober erntereif. Für den Innenanbau gibt er 500 bis 600 g/m² an, im Freiland 350 bis 600 g je Pflanze. Seine Orange Haze eignet sich demnach für drinnen wie draußen und wächst kräftig zu Pflanzen von 2,5 bis 3 m mit großen Internodienabständen heran.
Trotz der Sativa-Betonung bilde sie dichte Blüten mit wenig Blattwerk, was das Trimmen erleichtere. Der Breeder beschreibt die Sorte als widerstandsfähig gegen Schädlinge und Pilzbefall und als genügsam im Nährstoffbedarf. Belegt sind feminisierte Samen.
Versionen verschiedener Breeder:
DutchFem vertreibt unter dem Namen eine feminisierte Kreuzung aus Orange Dream und Amnesia Haze mit 80 % Sativa-Anteil. Der Breeder nennt 8 bis 9 Wochen Blüte, eine Durchschnittshöhe von 100 bis 130 cm und für den Innenanbau 500 bis 550 g/m²; den THC-Gehalt beziffert er nicht. Seine Sortenbeschreibung erwähnt allerdings eine Haze aus den 1970er Jahren und Orange Bud als Ausgangsmaterial, was dem angegebenen Stammbaum widerspricht.
Taylormade Selections führt eine Orange Haze aus Orange Street und Super Silver Haze, die nur als reguläre Samen erschienen ist. In der Abstammungsübersicht derselben Sorte steht statt Orange Street die Sorte Tang.