Beim Aroma stimmen die Beschreibungen von Cali OG Kush weitgehend überein, bei der Abstammung nicht. Diesel und Zitrone werden in Sortenbeschreibungen ebenso genannt wie in Konsumberichten, ergänzt um erdige, käsige oder würzige Töne. Der Name, zu dem auch die Schreibweisen Cali OG, Kali OG und Kali OG Kush gehören, steht dagegen für keinen einheitlichen Stammbaum. Ein ursprünglicher Breeder ist nicht belegt, eine Sortenbeschreibung führt die Elternsorten als unbekannt, und zwei Samenanbieter vertreiben unter dem Namen Kreuzungen aus verschiedenen Elternlinien.
Aroma und Geschmack:
Andere Sortenbeschreibungen heben Diesel, Käse und Zitrone hervor. In einem Konsumbericht ist von einem an Limonen erinnernden Duft mit tiefer Gasnote die Rede, ein weiterer empfand den Geschmack als stark erdig und dieselartig. BSB Genetics verbindet in der Beschreibung seiner Version Zitrone und Treibstoff mit Süße und etwas Würze und schreibt dem Duft eine fruchtige Note mit tropischem Einschlag zu. Crop King Seeds nennt für die als Cali OG vertriebene Sorte Kiefer, Erde und Zitrus.
Zum Terpenprofil gibt es zwei Angaben mit unterschiedlicher Rangfolge. Eine Sortenbeschreibung sieht Limonen vorn, gefolgt von Caryophyllen und Myrcen. Eine Auswertung von Laborzertifikaten verschiedener Produkte dieser Sorte kommt dagegen im Mittel auf 1,40 % Myrcen, 0,38 % Caryophyllen, 0,28 % Linalool und 0,26 % Limonen; wie viele Proben eingingen und welche Labore sie untersuchten, bleibt offen. Das Aroma fasst dieselbe Auswertung als erdig und würzig mit Anklängen von Nelke und Moschus zusammen.
Wirkung:
In den gesichteten Konsumberichten wird eine gehobene, euphorische Stimmung beschrieben, teils mit Konzentration und kreativen Impulsen, dazu körperliche Entspannung. Ein Bericht über gepresstes Haschisch aus dieser Sorte schildert einen schnellen euphorischen Einstieg, der in eine warme Wirkung auf Kopf und Körper übergeht, ohne Nervosität und ohne lähmende Schwere. Ein anderer Bericht stellt die Entspannung in den Vordergrund und erwähnt schwere Augenlider und einen trockenen Mund; ein dritter nennt neben Euphorie auch sexuelle Erregung. Sortenbeschreibungen führen als Nebenwirkungen trockenen Mund, trockene Augen und Paranoia auf.
THC- und CBD-Gehalt:
Eine Sortenbeschreibung ohne Breeder-Zuordnung nennt 13 % THC und 0 % CBD, eine andere 22 bis 28 % THC, ohne die zugrunde liegenden Messungen offenzulegen. Die Breeder nennen für ihre Versionen eigene Werte: BSB Genetics gibt für seine Cali OG Kush 20 % THC an, Crop King Seeds für seine gleichnamige Sorte 24 % und für die als Cali OG vertriebene Kreuzung 20 bis 24 % THC bei weniger als 1 % CBD.
Versionen verschiedener Breeder:
BSB Genetics bietet Cali OG Kush als feminisierte Samen an und nennt als Genetik Lemon Thai, Pakistani und Chemdawg; als Herkunft gibt der Breeder das Humboldt County in Kalifornien an. Die Pflanze soll indicadominant sein und kurz und kompakt bleiben, was sie laut Breeder für den Innenanbau und für unauffällige Standorte im Freien geeignet macht. Angegeben werden 8 Wochen Blütezeit und 450 bis 500 g/m² Ertrag.
Crop King Seeds führt Cali OG Kush dagegen als feminisierte Kreuzung aus Amnesia Haze und OG Kush mit Herkunft Nordkalifornien, zu 70 % Sativa und 30 % Indica. Für diese Version nennt der Anbieter 9 bis 10 Wochen Blütezeit, 500 g/m² im Innenanbau und 300 g je Pflanze im Freien. Dieselben Elternsorten gibt Crop King für Cali OG Kush Haze und für die sativadominante Cali OG an. Für Letztere stehen 8 bis 10 Wochen Blüte, 450 bis 550 g/m² drinnen, 600 bis 700 g je Pflanze draußen und eine Ernte Anfang bis Mitte Oktober in der Beschreibung, außerdem dichte, harzreiche Blüten, Widerstandskraft gegen Schädlinge und eine Vorliebe für warme, sonnige Lagen mit mäßiger Luftfeuchte.