Den Stammbaum von Candy Store gibt Ethos Genetics mit Lemon Berry Candy OG und Ethos Cookies #16 an; der Breeder führt die Sorte in seiner Unique Boutique Line. Unter dem Namen sind mehrere Zuchtgenerationen desselben Hauses im Umlauf, bezeichnet als R1, R2 und RBX. Wie weit die Nachkommen auseinanderliegen können, zeigt eine Phänotypsuche, aus der eine Pflanze mit einem an Jack Herer erinnernden Terpinolen-Profil hervorging, während Ethos die Sorte über Beeren- und Bonbonnoten beschreibt.
Genetik und Herkunft:
Die Version, die Ethos Genetics auf der eigenen Sortenseite beschreibt, trägt die Bezeichnung RBX; eine Sortenbeschreibung erklärt sie als Rückkreuzung der Ausgangskombination, andere Beschreibungen nennen die Generation R1. In Grow-Berichten taucht zudem eine R2 auf. Bei der Einordnung gehen die Angaben auseinander: Eine Beschreibung sieht eine ausgewogene Hybride mit je 50 % Indica und Sativa, eine andere eine indicadominante Pflanze.
Das Anbauteam von Happy Valley Genetics zog 2022 80 Samen von Candy Store auf und behielt daraus den Phänotyp #25, der nach Angaben des Betriebs ein von Terpinolen geprägtes Profil in der Art von Jack Herer mitbringt. 2023 kreuzte Happy Valley Genetics diese Pflanze mit End Game #3 von Ethos; daraus entstand Candy Games #25.
Aroma und Geschmack:
Ethos Genetics nennt kandierte Beeren, schwere florale Noten und Sandelholz über einem Unterton nach Benzin. Eine andere Sortenbeschreibung hält Erde und Holz mit würzig-blumiger Note fest, dazu Beeren und Räucherwerk; im Geschmack beschreibt sie ein süßsaures Beerenbonbon, das beim Ausatmen leicht würzig wird. Erfahrungsberichte vergleichen den Geschmack mit kandiertem Apfel und Zitronenbonbons, manche bemerken einen Kush-Einschlag, und es wird angemerkt, dass die Intensität von Charge zu Charge schwankt. Während der Blüte beschrieb ein Grower einen scharfen Duft nach Zitronenbonbons, ein anderer einen Geruch, der fast an Zuckerwatte erinnerte.
Wirkung:
Nutzer berichten von gehobener Stimmung, Konzentration und Entspannung, einzelne auch von Kreativität, Euphorie oder einem antreibenden Effekt. Eine Beschreibung schildert dagegen eine langsam einsetzende Wirkung, die sich allmählich aufbaut, von Kribbeln begleitet wird und körperlich deutlich beruhigt, teils bis zur Schläfrigkeit. Als Begleiterscheinungen werden trockener Mund, trockene Augen und Kopfschmerzen genannt, vereinzelt Schwindel. Die Stärke schätzen Konsumenten unterschiedlich ein: Manche empfanden die Sorte als kräftig, andere als mäßig stark.
THC-Gehalt:
Einen THC-Wert weist Ethos Genetics für die RBX nicht aus; der Breeder beziffert die Summe aktiver Cannabinoide auf über 30 %. Sortenbeschreibungen nennen THC-Spannen von 18 bis 28 % sowie von 19,17 bis 24,33 %, eine weitere einen Wert von 22 % und dazu 1 % CBG. In einem Erfahrungsbericht aus 2026 wird das Laborzertifikat einer Charge mit 19,9 % THC angeführt, eine Einzelmessung ohne Angabe des Labors.
Anbau:
Die RBX von Ethos Genetics ist feminisiert und photoperiodisch, der Breeder nennt 60 bis 63 Tage Blüte. Die Pflanze wächst nach seinen Angaben mittelhoch bis hoch mit kräftigen Seitentrieben, trägt große Blüten bis weit nach unten und bildet sehr große Trichomköpfe, weshalb Ethos sie für die Extraktion hervorhebt. Den Ertrag stuft der Breeder als hoch ein, als Standort nennt er indoor und outdoor. Eine Sortenbeschreibung gibt abweichend 48 bis 63 Tage Blüte an und stuft den Anbau als leicht ein.
Ein Grow-Bericht dokumentiert rund 58 Tage Blüte, violette Verfärbungen, starken Harzbesatz und etwa 100 g je Pflanze. Aus dem Freiland meldet ein Grower 2 bis 3 Unzen je Pflanze; er beschreibt die Pflanze als pflegeleicht, gut zu trainieren und unempfindlich gegenüber Regen und Wind.
Erfahrungen aus der Community:
Grower heben vor allem Duft und Geschmack hervor, darunter einer, der 2 Phänotypen nebeneinander anbaute. Es gibt auch Gegenstimmen: Ein Grower zeigte sich im Vergleich mit Sorten eines anderen Breeders wenig überzeugt, und ein Konsument hatte den Eindruck, das gekaufte Produkt entspreche nicht dem erwarteten Phänotyp.