Nach 45 Tagen Blüte ist Dream Queen laut Humboldt Seed Company erntereif, und in dieser kurzen Phase verdoppeln die Pflanzen nach Angaben des Breeders ihre Größe. Gezüchtet hat er die sativadominante Sorte aus Green Crack, Mazar Star und Skunk #1. Unter demselben Namen wird in Kalifornien außerdem eine Kreuzung aus Blue Dream und Space Queen als Klon weitergegeben, für die kein Breeder belegt ist. Welche der beiden Linien den Namen zuerst trug, lassen die verfügbaren Quellen offen.
Anbau:
Für die feminisierte Version nennt Humboldt Seed Company einen Ertrag von bis zu 550 g/m² im Innenraum und bis zu 900 g je Pflanze im Freiland, wo die Ernte zwischen dem 15. September und dem 1. Oktober liegen soll. Den Anbau stuft der Breeder als einfach ein, die Blüten beschreibt er als auffallend grün, und für den Gewächshausanbau mit Lichtentzug (Light Dep) hält er die Sorte für gut geeignet. Als Ausgangsmaterial für Wasserhasch gibt Humboldt Seed Company eine Ausbeute von bis zu 3 % an. Eine Sortenbeschreibung führt Innenraum, Freiland und Gewächshaus als mögliche Anbauorte.
Eine Anbauanleitung sieht in der starken Streckung die größte Herausforderung beim Indoor-Anbau und hält eine vegetative Phase von 2 bis 3 Wochen in der Regel für ausreichend. Ungetoppt wachse die Pflanze tannenförmig mit einer dominanten Hauptcola, früh getoppt lasse sie sich zu einem ebenen Blätterdach unter einem SCROG-Netz erziehen. Dieselbe Quelle bescheinigt der Sorte eine hohe Widerstandskraft gegen Schädlinge und Schimmel und schreibt, dass sie in der Blüte volle Düngerdosen verträgt, ohne Verbrennungen zu zeigen.
Für die Autoflower-Variante Dream Queen Auto nennt Humboldt Seed Company 100 Tage von der Aussaat bis zur Ernte. Eine Sortenbeschreibung führt sie als Kreuzung der Dream Queen mit einer nicht näher bestimmten Ruderalis.
Versionen verschiedener Breeder:
Die beiden Stammbäume teilen keine Elternsorte. Humboldt Seed Company kombiniert Green Crack, die afghanische Linie Mazar Star und Skunk #1 und bietet die Sorte feminisiert sowie als Autoflower an, für beide nennt der Breeder bis zu 23 % THC. Bei der Stabilisierung weichen die Angaben voneinander ab: Der Breeder bezeichnet die Linie auf seiner Sortenseite als BX4 S3, eine Sortenbeschreibung als S2.
Für die Klonlinie aus Blue Dream und Space Queen nennt eine Sortenbeschreibung 70 % Sativa-Anteil, 19 bis 22 % THC und etwa 0,5 % CBD. Eine andere verortet ihren Ursprung in Südkalifornien.
Als Elternteil taucht die Dream Queen von Humboldt Seed Company unter anderem in Apple Blossom, California Octane, Kona Queen und Stoopid Fruits auf. Equilibrium Genetics kreuzte eine Dream Queen als Mutterpflanze mit einem Vater aus der Glue-Linie zu Dream Queen Glue. Der Breeder beschreibt die verwendete Dream Queen als früh reifende, indicadominante Hybride mit großen, mittelfesten Blüten, was von der Einstufung beider Linien als sativabetont abweicht.
Aroma und Geschmack:
Entlang der beiden Linien gehen auch die Duftbeschreibungen auseinander. Humboldt Seed Company beschreibt die eigene Version als süß und skunkig mit Orange und Kiefer, an anderer Stelle kommen ein würziger Haschton und Holz hinzu. Bei der Kreuzung aus Blue Dream und Space Queen stehen tropische Noten im Vordergrund: Ananas, Mango und Kaugummi, dazu Zitrus, Menthol und Blumiges, unterlegt mit erdigen und gummiartigen Tönen. Im Geschmack nennen Sortenbeschreibungen außerdem Salbei, Teer und Kiefer. Konsumenten berichten vereinzelt von pfeffrigen und minzigen Eindrücken oder von Beeren und Orange.
Die Angaben zum Terpenprofil stammen aus Sortenbeschreibungen und widersprechen sich: Eine nennt Myrcen, Caryophyllen und Ocimen als dominierend, eine andere unter Berufung auf einen Labortest Alpha-Pinen, Humulen und Myrcen.
Wirkung:
Welche Linie konsumiert wurde, geht aus den Erfahrungsberichten selten hervor. Sie beschreiben eine gehobene, anregende Stimmung, in der Kreativität, Konzentration und Gesprächigkeit zunehmen; Euphorie und Albernheit werden ebenfalls genannt. Einige Konsumenten erleben einen schleichenden Verlauf, bei dem die Wirkung zuerst im Kopf einsetzt und später in körperliche Entspannung bis hin zu Müdigkeit übergeht, einer berichtet von starker Schwere. Andere empfinden die Sorte von Anfang bis Ende als aktivierend. Humboldt Seed Company beschreibt die Wirkung der eigenen Version als leicht und energiegeladen.
Als Nebenwirkungen nennen Konsumenten trockene Augen und Mundtrockenheit, daneben Schwindel, Unruhe und in einzelnen Fällen Paranoia. Ein Bericht beschreibt den Rauch als kratzig und trocken.