Während der Blüte riecht Guava Jelly nach Angaben des Breeders White Label nur schwach; das Aroma selbst gibt er mit Guave, Beeren, Anis und Zitrus über einem süßen Skunk-Unterton an. Die bei Sensi Seeds geführte Samenmarke stuft ihre feminisierte Hybride als 50 % Indica und 50 % Sativa ein und nennt Wedding Cheesecake, Strawberry Kush, OG Kush und Durban als Ausgangslinien. Unter demselben Namen laufen mindestens 2 weitere, genetisch andere Kreuzungen von Grounded Genetics und Swamp Boys Seeds.
Aroma und Geschmack:
White Label führt die Beerennote auf Strawberry Kush und die Zitrusnote auf Durban zurück. Ein vom Breeder veröffentlichter Grow-Bericht bestätigt den verhaltenen Geruch im Growraum und beschreibt die getrockneten Blüten als süß und fruchtig mit leichtem Skunk-Einschlag und erdiger Seite.
Erfahrungsberichte von Konsumenten fallen weniger einheitlich aus. Genannt werden tropische Frucht mit Diesel, Grapefruit sowie Zitrus mit Pfeffer, Kräutern und Minze, daneben Käse, saure Zitrone und ein an Reinigungsmittel erinnernder Chemieton. Ein Bericht bemängelt einen unangenehm chemischen Geschmack und führt ihn auf die Nachbehandlung der Blüten zurück. Eine Sortenbeschreibung führt Myrcen als dominantes Terpen, gefolgt von Limonen und Caryophyllen.
Genetik und Herkunft:
Welche der 4 Linien als Mutter und welche als Vater diente, geht aus den Angaben von White Label nicht hervor. Andere Sortenbeschreibungen kennzeichnen den Stammbaum als wahrscheinlich und schreiben Durban Poison statt Durban. Abweichend von der 50/50-Einstufung des Breeders wird die Sorte teils als sativadominant geführt. Ein US-Produzent führt dieselbe Kreuzung auch unter dem Namen Guava Jam.
Versionen verschiedener Breeder:
- White Label: feminisierte Samen. Den Ertrag stuft der Breeder als hoch ein, die Blütezeit als durchschnittlich, jeweils ohne Zahl.
- Grounded Genetics aus Barcelona: reguläre Samen aus Sweets von Karma Genetics (Guava Gelato x Sour Diesel Bx2) und Jealousy (Gelato 41 x Sunset Sherbert Bx1). Die Breeder-Beschreibung nennt Guave, saure Waldbeeren, Erdbeere und etwas Anis, bei vielen Pflanzen eine tief lila Färbung und aufwärts wachsende Zweige, die sich für Sea of Green eignen. Zur Blütezeit kursieren bei Samenhändlern 8 bis 10, 9 bis 10 und 8,5 bis 9,5 Wochen; beim THC-Gehalt nennt ein Händler 16 %, ein anderer mehr als 20 %.
- Swamp Boys Seeds: Forbidden Fruit x White 91, ausschließlich als reguläre Samen. Der Breeder hat die Sorte in Guava Now N Later weiterverwendet, einer Kreuzung aus Now N Later und White 91 x Guava Jelly.
Hinzu kommt CBD-dominanter Hanf, den 2 US-Anbieter unter diesem Namen führen, jeweils mit Berry Blossom als Elternteil, einmal kombiniert mit einem lila Phänotyp von Bubba Kush E59, einmal mit T1.
Wirkung:
Für seine Version beschreibt White Label ein warmes Körpergefühl, dem ein anregendes, energetisches High folgt. Nutzerberichte schildern eine euphorische Anfangsphase, die in Entspannung übergeht, und nennen Fokus, Kreativität, Gesprächigkeit und Heißhunger. Davon weichen einzelne Stimmen ab: Ein Bericht empfand die Wirkung als schwer für eine sativalastige Hybride, ein weiterer als ermüdend und der Konzentration abträglich. Als Nebenwirkungen werden Mundtrockenheit und trockene Augen genannt; eine Sortenbeschreibung führt zusätzlich Schwindel und Benommenheit auf.
THC- und CBD-Gehalt:
Einen THC-Wert weist White Label nur im eigenen Grow-Bericht aus: 20,6 % für eine einzelne Pflanze, ohne Angabe eines Labors. Die Sortenbeschreibungen liegen weit auseinander. Eine nennt 17 % THC bei 0 % CBD, eine andere, die alle 3 Samenversionen gemeinsam behandelt, 22 bis 27 % THC. In einem einzelnen Erfahrungsbericht ist für gekaufte Blüten von 30 % die Rede.
Anbau:
Nach Angaben von White Label verdreifacht die Pflanze ihre Höhe in der Blüte; Stecklinge, die mit 20 bis 30 cm in die Blüte geschickt werden, bleiben unter 100 cm. Die Zweige wachsen eher aufwärts als in die Breite, weshalb der Breeder Sea of Green nennt, daneben Topping, Supercropping und ScrOG. Outdoor empfiehlt er mediterranes Klima und weist darauf hin, dass Stäbe oder ein Netz nötig werden können.
Der Grow-Bericht des Breeders dokumentiert eine einzelne Pflanze aus Samen im 8-Liter-Topf: 27 Tage Wachstum, 64 Tage Blüte, 92 Tage insgesamt. Sie wuchs von 27 cm bei der Umstellung auf 72 cm und lieferte 98 g getrocknete Blüten, ohne Training und ohne Stütze. Der Bericht vermerkt große Internodienabstände, wenig Blattmasse und entsprechend geringen Trimmaufwand. Eine andere Sortenbeschreibung gibt 8 bis 10 Wochen Blüte an.
Erfahrungen aus der Community:
Grower, die die Samen von White Label angebaut haben, berichten von hohem Ertrag und einer langen Blütephase. Einheitlich fielen die Pflanzen nicht bei allen aus: In einem Bericht ergaben 3 Samen 3 unterschiedliche Phänotypen, die höheren mit mehr Seitentrieben, die kürzeren mit größeren Blüten. Auch zur Streckung gibt es eine abweichende Erfahrung mit kaum Höhenzuwachs in der Blüte.