Peanut Butter Breath und eine als Steckling verbreitete Auslese von Girl Scout Cookies sind die Eltern von Peanut Butter Cookies in der Version von Square One Genetics. Diese Linie ist am besten belegt: Sortenbeschreibungen führen dieselbe Kreuzung, und mehrere Züchter haben sie für eigene Sorten weiterverwendet. Daneben tragen Sorten von Lucky 13 Seed Company, Tastebudz Seeds und Pure Instinto denselben Namen, stammen aber aus anderen Elternlinien.
Genetik und Herkunft:
Peanut Butter Breath geht auf Do-Si-Dos und Mendo Breath zurück. Die Kreuzung mit GSC wird als indicadominante Hybride eingeordnet; eine Sortenbeschreibung beziffert den Indica-Anteil auf 65 %. Als Kurzformen sind PB Cookies und Peanut Butter Cookie im Umlauf.
Square One Genetics kreuzte die Sorte selbst weiter, mit MAC 1 zu Miracle Mango und mit Purple Punch zu Strawberry Torte. Robin Hood Seeds verwendete sie für PB & Violet (mit Frozen GRC) und für eine Kreuzung mit Apple Fritter, Michiganrootz420 für Peanut Butter Bears (mit Gummy Bears). ApeOrigin vertreibt eine feminisierte Linie, die aus Pflanzen der Square-One-Version hervorgegangen ist.
Versionen verschiedener Breeder:
- Square One Genetics: GSC-Steckling × Peanut Butter Breath, nur reguläre Samen, Blütezeit laut Sortenbeschreibung rund 63 Tage.
- ApeOrigin: Nachzucht der Square-One-Linie, nur feminisiert; der Breeder nennt Eignung für Sea of Green und für gemäßigtes bis mediterranes Klima, weiter nördlich für das Gewächshaus.
- Lucky 13 Seed Company: Thin Mint Girl Scout Cookies × Peanut Butter Herijuana, reguläre Samen, 60 % Indica, 9 Wochen Blüte, Ertrag mittel bis hoch.
- Tastebudz Seeds: Do-Si-Dos × OG Kush Breath, feminisiert, 80 % Indica, 9 bis 10 Wochen Blüte, 650 g/m² indoor, 800 g pro Pflanze outdoor, Ernte im Oktober.
- Pure Instinto: GSC, OG Kush Breath und Face Off OG im Stammbaum, feminisiert, 60 bis 65 Tage Blüte, 400 bis 450 g/m² indoor, 500 bis 800 g pro Pflanze outdoor.
Aroma und Geschmack:
Square One Genetics beschreibt süßen Keksteig, Kiefer, einen Anklang von OG und Erdnussbutter. ApeOrigin nennt für seine Nachzucht süße Nüsse, Kiefer und Vanille. Andere Sortenbeschreibungen heben eine kräftige Süße mit nussigen und harzigen Noten hervor, im Geschmack zusätzlich Kaffee und Diesel. In Erfahrungsberichten tauchen Erdnussbutter mit Haselnuss auf, Benzin und Erdnüsse über einem skunkigen Ton sowie der Geruch von Keksteig; andere schmecken vor allem Kiefer, Erde und etwas Süße, und ein Bericht vermisst die erwartete Erdnussbutter. Lucky 13 verbindet die eigene Version mit Erdnussbutter und Erdbeermarmelade.
Zu den Terpenen liegen Rangfolgen ohne Messwerte vor. Sortenbeschreibungen setzen Caryophyllen vor Terpinolen und Myrcen. Ein Produzent, der die Do-Si-Dos-Linie anbaut, führt Caryophyllen, Limonen, Linalool und Humulen an; Pure Instinto nennt für die eigene Version Limonen und Pinen.
THC-Gehalt:
Für die Kreuzung aus GSC und Peanut Butter Breath geben Sortenbeschreibungen 22 % THC an. Die Breeder beziffern nur ihre eigenen Versionen: Tastebudz Seeds mit 25 %, Pure Instinto mit 25 bis 30 %.
Wirkung:
Konsumenten berichten von körperlicher Entspannung bei gehobener, oft albern-heiterer Stimmung, dazu von Euphorie. Wie wach der Kopf dabei bleibt, wird unterschiedlich erlebt: Manche nennen Konzentration, Kreativität oder sogar Antrieb, andere werden nach etwa 1 Stunde müde. Auch der Wirkungseintritt wird gegensätzlich geschildert, mal verzögert, mal schnell und lang anhaltend. Mehrere Berichte beschreiben die Wirkung als stark, gerade bei geringer Toleranz.
Als Nebenwirkungen werden Mundtrockenheit, trockene Augen und Paranoia genannt, in einzelnen Berichten auch anfänglicher Schwindel, Kopfschmerzen und ein kratziger Rauch.
Anbau:
Für die Kreuzung aus GSC und Peanut Butter Breath beschreiben Sortenporträts spitz zulaufende Blüten, hellgrünes Laub und Trichome, die im Licht golden wirken. Lucky 13 schildert die eigene Version als hochwüchsig mit wenig seitlicher Ausdehnung und langen, harzreichen Trieben; der Breeder rät zu engen Pflanzabständen mit viel Raum nach oben und zu langsamer Trocknung am Stiel.
Ein dokumentierter Grow der Tastebudz-Version zeigt, wie sich die Pflanze nach Stress erholte. Nach einem zu hohen pH-Wert des Gießwassers verlor sie als Jungpflanze den Großteil ihrer Triebe, legte nach der Korrektur aber deutlich zu. Die verbliebenen Triebe wurden per LST in entgegengesetzte Richtungen gezogen, was mehr Licht ins Pflanzeninnere brachte. Wasser und Nährstoffe brauchte sie nicht mehr und nicht weniger als die übrigen Pflanzen im Zelt. Während der Blüte wandelte sich der Geruch von kushig zu nussig mit süßlicher Note. Geerntet wurde an Tag 69 der Blüte; nach 12 Tagen Trocknung blieben rund 70 g. Die Blüten waren etwas blattreicher und erforderten mehr Trimmarbeit; im Rauch zeigte sich eine nussig-süße Note mit erdigen und blumigen Anklängen.