Einmal toppen, mehr Formschnitt sieht TGA Subcool für Pennywise nicht vor: Der Breeder beschreibt eine geringe Streckung in der Blüte und rät, die Pflanzen nur einmal zu kappen. Die indicadominante Kreuzung aus einer Harlequin-Mutter und einem Jack-the-Ripper-Vater stammt von TGA Genetics aus Kalifornien und ist auf ein ausgeglichenes Verhältnis von THC und CBD angelegt.
Anbau:
Vier Hauptphänotypen nennt der Breeder. Geruch und Geschmack ähneln sich, Unterschiede zeigen die Blüten: Manche Pflanzen bilden längliche, fingerförmige Buds, andere runde, und neben hellgrünen Exemplaren treten kräftig violett gefärbte auf. Die Wuchshöhe stuft TGA als niedrig bis mittel ein, den Ertrag als mittel, die Buds als dicht und mittelgroß. Hervorgehoben wird eine hohe Widerstandskraft gegen Echten Mehltau. Geeignet ist die Sorte laut Breeder für drinnen und draußen, angeboten wird reguläres Saatgut.
Bei der Blütezeit gehen die TGA zugeschriebenen Angaben auseinander: Die Sortenbeschreibung des Breeders nennt 60 bis 67 Tage, eine andere Wiedergabe seiner Angaben 56 bis 63 Tage.
Ein dokumentierter Indoor-Grow lag deutlich darunter. Nach 45 Tagen Blüte wurde geerntet, die Pflanzen waren von anfangs etwa 50 auf rund 110 cm gewachsen, tannenförmig und schnell, mit vielen mittellangen bis langen Seitentrieben. Der Grower berichtete von sehr harten, kompakten Blüten und hohem Ertrag. Viel Dünger brauchten die Pflanzen nicht, Über- und Unterversorgung steckten sie weg, Schimmel trat nicht auf; Abstand zueinander benötigten sie allerdings. Ein anderer Grower beschrieb die Blüten als dicht, aber nicht steinhart. Zwei weitere Sortenbeschreibungen stufen den Anbau als leicht ein, eine als mittelschwer.
Genetik und Herkunft:
Harlequin ist eine reine Klonsorte, deren Abstammung auf Colombian Gold aus den 1970ern sowie Linien aus Thailand, der Schweiz und Nepal zurückgeführt wird. Jack the Ripper stammt aus TGAs eigener Zucht und geht auf Jacks Cleaner und Space Queen zurück. Eine Sortenbeschreibung verbindet den Namen mit dem Horrorclown aus Stephen Kings Werk, eine andere erklärt ihn über die Namen der Elternsorten. Den Indica-Anteil beziffern die Beschreibungen mit 70 oder 80 %, ein Grow-Bericht von 2013 ordnete die Sorte dagegen als sativadominant ein.
Hinter TGA stand der Züchter Montgomery „Subcool“ Ball. Nachdem 2017 ein Waldbrand in Santa Rosa seine Zuchtanlage zerstört hatte, baute er unter dem Namen The Dank neu auf. Als Elternteil steckt Pennywise unter anderem in Deadlights von Subcool's The Dank, in Curaga und Django von AlpinStash, in Heaven's Gate CBD der Tropical Seeds Company und in Penny Weed von Primordial Beanz.
THC- und CBD-Gehalt:
Nach Angaben von TGA erreichten über 70 % der getesteten Proben 12 bis 15 % CBD bei annähernd gleichem THC-Gehalt. Andere Sortenbeschreibungen setzen beide Werte niedriger an, jeweils zwischen 8 und 10 %, und nennen für CBG 0,3 bis 1 %.
Aroma und Geschmack:
TGA beschreibt eine Bandbreite von frisch gemahlenem Kaffee und Pfeffer bis zu Zitrone und Kaugummi. Andere Sortenbeschreibungen ergänzen Holz- und Kräuternoten, säuerliche Zitrusanklänge und einen erdigen, schweren Grundton. In Erfahrungsberichten kehren Zitrone und Süße wieder, ein Grower empfand seine Ernte als würzig mit funkiger Zitronennote. Kratzig fanden den Rauch derselbe Grower und eine Sortenbeschreibung.
Myrcen steht in allen angegebenen Terpenprofilen, die weiteren Plätze belegen je nach Beschreibung Terpinolen und Pinen, Caryophyllen und Humulen oder Limonen und Linalool. Ein Produzent nennt Myrcen, Guaiol und Bisabolol.
Wirkung:
Gemeinsamer Nenner der Erfahrungsberichte ist Entspannung bei weitgehend klarem Kopf, dazu kommen gute Laune, Euphorie und Konzentration. Uneinig sind die Berichte, ob die Sorte anregt oder müde macht: Manche schildern einen aufmunternden Beginn, andere Schläfrigkeit. Ein Grower spürte die Wirkung erst verzögert, zunächst als Wärme und Kribbeln im Körper, später als träumerische, sedierende Schwere. Eine Sortenbeschreibung weist darauf hin, dass größere Mengen zu ausgeprägter Trägheit führen können.
An Nebenwirkungen nennen die Berichte Schwindel und Kopfschmerzen, Sortenbeschreibungen zusätzlich trockenen Mund, trockene Augen und Nervosität. Vereinzelt wurde der Rausch als unangenehm kopflastig erlebt.
Versionen verschiedener Breeder:
Unter Subcool's The Dank ist neben dem Original eine Pennywise F2 gelistet, beschrieben mit mittlerer Höhe, kräftiger seitlicher Verzweigung und mittlerem bis hohem Ertrag bei Training; als Blütezeit sind 8 bis 9 Wochen angegeben. New420Guy Seeds vertreibt ebenfalls eine F2 aus der TGA-Genetik, regulär und mit 60 bis 67 Tagen Blütezeit. Weil die Elternpflanzen im Test bei 1:1 lagen, spaltet diese Generation nach Angaben des Breeders auf: Etwa 25 % der Samen sollen CBD-dominante Pflanzen ergeben, 50 % ausgeglichene und 25 % THC-dominante. Für die F1 nennt New420Guy Seeds bis zu 12 % CBD bei 12 % THC.