Entspannung ist der gemeinsame Nenner in den Erfahrungsberichten zu Shiatsu Kush, darüber hinaus widersprechen sie sich deutlich. Einige Konsumenten schildern einen klaren Kopf, Konzentration und Kreativität, andere erlebten die Sorte als schwer und sedierend bis zum Couchlock. Die Linie stammt von der japanischen Insel Amami Ōshima und gelangte über den kanadischen Samenanbieter BC Bud Depot nach Nordamerika; ihre Elternsorten sind nicht bekannt.
Erfahrungen aus der Community:
Neben der Entspannung kehren in den Berichten Euphorie, gehobene Stimmung und Schläfrigkeit wieder. Einzelne Konsumenten beschreiben zusätzlich Kichern, ein Kribbeln im Körper oder einen spürbaren Energieschub, was zu den sedierenden Schilderungen in Kontrast steht. Mehrere Berichte setzen die Wirkung zuerst im Kopf an, bevor sie in den Körper übergehe.
Als Begleiterscheinungen nennen Konsumenten Mundtrockenheit, trockene Augen und Schwindel. Vereinzelt ist von Paranoia, Vergesslichkeit und Müdigkeit die Rede; ein Bericht schildert Schwitzen und Herzrasen, ein anderer anfängliche Nervosität, die sich erst nach einer Weile legte.
Zwei Anbauberichte beziehen sich auf Samen von BC Bud Depot. In einem davon wuchsen 3 unterschiedliche Phänotypen heran, darunter einer mit lockereren Blüten und süßsäuerlichem Geruch; die übrigen Buds beschreibt der Grower als dicht und hart. Der andere Bericht erwähnt Zwitterbildung.
Genetik und Herkunft:
Nach der Darstellung von BC Bud Depot reiste das Unternehmen nach Japan, um dort im Verborgenen die Untergrundzüchter zu treffen, die Shiatsu Kush auf Amami Ōshima entwickelt hatten. Die genaue Abstammung gaben diese nicht preis. Eine Sortenbeschreibung führt die Sorte als asiatische Linie aus Japan, gekreuzt mit einer unbekannten Hybride. Ein Zeitungsbericht aus Spokane im US-Bundesstaat Washington von 2020 schreibt die Verbreitung in Nordamerika Züchtern aus British Columbia zu.
Bei der Einordnung sind die Quellen uneins. Eine Sortenbeschreibung und der Zeitungsbericht nennen 50 % Indica und 50 % Sativa, eine weitere spricht von einer ausgewogenen Hybride. Eine dritte Beschreibung, die die Sorte unter dem Kurznamen Shiatsu führt, stuft sie dagegen als indicadominant mit 85 % Indica und 15 % Sativa ein.
Laut Sortenbeschreibungen gewann Shiatsu Kush Gold bei den JCA Awards in Japan, das Magazin High Times nahm sie in seine Top 10 Strains des Jahres 2012 auf. Als Elternteil findet sie sich in Cherry Heaven von Full Spec Genetics, in Nakatomi Doja von Lucky 13 Seed Company sowie in Full Brekkie und Nakahama von The Horticulture Company.
Aroma und Geschmack:
Eine Sortenbeschreibung fasst den Duft als Kiefer, Vanille und Zedernholz zusammen, eine andere setzt Erde an die Stelle der Kiefer. Eine dritte vergleicht ihn mit gesüßtem Zitronen-Kräutertee mit leichter Würze. Im Geschmack nennen Beschreibungen tropische Früchte, Honig und Beeren. Konsumenten ergänzen nussige und erdige Töne, Kiefer mit Zitrus oder Mango. Bemerkenswert ist eine Minznote: Ein Erfahrungsbericht spricht von minzigem Geschmack, der Zeitungsbericht von 2020 von Wintergrün und Menthol über einem Hauch Zedernholz. Als führendes Terpen nennen Sortenbeschreibungen Myrcen, eine davon führt dahinter Limonen und Caryophyllen.
THC- und CBD-Gehalt:
Die Angaben in Sortenbeschreibungen liegen weit auseinander. Eine nennt 23 % THC und 1 % CBG, eine andere 18 % THC und 1 % CBD, eine dritte 12 bis 15 % THC bei 1,5 bis 3 % CBD. Zwei Konsumenten geben für ihre Blüten 28,7 % und 33,4 % THC an, ohne Labor oder Herkunft der Messung zu nennen.
Anbau:
BC Bud Depot hat Shiatsu Kush nur als reguläre Samen angeboten, eine feminisierte Variante gab es von diesem Anbieter nicht. Für die BC-Bud-Depot-Version werden 8 Wochen Blütezeit unter Kunstlicht angegeben; andere Beschreibungen nennen 50 bis 56 Tage, 56 bis 63 Tage oder 8 bis 9 Wochen. Im Freiland wird die Ernte für Ende September angesetzt, eine weitere Beschreibung nennt Mitte Oktober.
Die Pflanzen wachsen laut Beschreibungen hoch und bilden breite Blätter. Zwei Beschreibungen stufen den Anbau als einfach ein und nennen trockene, sonnige Standorte als bevorzugt, eine davon spricht ausdrücklich von mediterranem Klima. Dieselbe Quelle schreibt der Sorte Widerstandsfähigkeit gegen Schimmel und Mehltau zu und hält fest, dass sie gut auf Trainingsmethoden anspreche.