Einen Steckling aus den Niederlanden und einen aus Kalifornien hat DNA Genetics für White Walker Kush zusammengeführt. Mutter ist nach Angaben des Breeders der Ingemar-Schnitt von White Widow, der seit 1988 in einem niederländischen Mutterpflanzenraum erhalten wird, Vater ein kalifornischer Schnitt von Skywalker Kush. DNA Genetics führt die F1-Hybride mit 60 % Sativa- und 40 % Indica-Anteil; daneben sind die Namen White Walker und Whitewalker in Gebrauch.
Genetik und Herkunft:
Den Vater nennt DNA Genetics Skywalker Kush, andere Sortenbeschreibungen schreiben nur Skywalker. Eine Stammbaumübersicht ordnet ihn der Skywalker Kush von Reserva Privada zu, einer S1 von Skywalker OG. Für diese Linie selbst kursieren 2 Lesarten: Skywalker x OG Kush laut ihrer Beschreibung und, unter Berufung auf einen Vertreter von DNA Genetics, der kalifornische Steckling Skywalker OG gekreuzt mit OG #18. Auf der Mutterseite verweist dieselbe Übersicht auf die White Widow von De Sjamaan aus Brazil Sativa und India Indica, nicht ausdrücklich auf den Ingemar-Schnitt.
Eine Sortenbeschreibung schreibt White Walker Kush den 1. Platz für die beste Indica-Blüte beim High Times Cannabis Cup 2013 zu. Die Siegerlisten des Cups von 2013 in Amsterdam führen in der Kategorie Seed Company Indica auf Platz 1 jedoch Whitewalker OG von Gold Coast Extracts, eine andere Sorte, die als Abkömmling von SFV OG Kush beschrieben wird.
Als Elternteil ist White Walker Kush in Purple Walker Kush von Prana Seeds und in White Walker Cheese von JustFeminized eingegangen, Letztere eine Kreuzung mit Cheese.
Versionen verschiedener Breeder:
Samen von White Walker Kush sind nur von DNA Genetics dokumentiert. Der Breeder nennt 8 bis 9 Wochen Blütezeit und 450 bis 550 g/m² Ertrag; feminisierte Samen gab es nach den vorliegenden Angaben nie. Unter dem verkürzten Namen White Walker führen andere Breeder Sorten mit eigenem Stammbaum: Holy Seeds Bank eine feminisierte Kreuzung aus (Northern Lights x Chronic) x Northern Lights mit 60 bis 65 Tagen Blüte und 80 % Indica-Anteil, Green Wolf Genetics eine Kreuzung aus Khaleesi Breath und Pure Michigan F2 mit etwa 60 Tagen Blüte.
Anbau:
DNA Genetics beschreibt zügiges Wachstum in der vegetativen Phase, einen kräftigen Schub nach der Umstellung auf 12/12 und stark bereifte Blüten mit viel Harz, das der Breeder für die Extraktherstellung hervorhebt. Den Ertrag stuft er als überdurchschnittlich ein. Unter den bekannten Phänotypen nennt er kompakte, indicadominierte Formen; mit Selektion lasse sich der Geschmack der Skywalker Kush mit Budstruktur und Gewicht der White Widow verbinden.
Andere Sortenbeschreibungen stufen den Anbau als mittelschwer ein. Eine davon nennt für untrainierte Pflanzen indoor etwa 150 cm und outdoor 200 cm oder mehr sowie eine Ernte im Freiland im Oktober, eine weitere Pflanzen über 70 Zoll und 8 bis 10 Wochen Blüte. Ein Grower erlebte die Sorte als unkompliziert, aber langsam, und erntete dichte Blüten an langen Colas. Dicht und kompakt fielen auch die Blüten in Pressebesprechungen aus, einmal dunkel gefärbt mit burgunderroten Härchen.
Aroma und Geschmack:
Für den Duft nennen Sortenbeschreibungen erdige, zitrische und pfeffrige Noten, dazu Kräuter und Holz, eine weitere Kastanie und Nuss; im Geschmack werden Kiefer, Salbei und Süße angeführt. Konsumenten schildern ein breiteres Spektrum, von blumig-süß mit Beeren über Kiefer und Wacholder bis zu Asphalt, Teer, Diesel und Minze, außerdem Weihrauch, Heu und einen an Ammoniak erinnernden Geruch. Eine Besprechung von 2019 fand Anklänge an Curry und Erdnussbutter. Als dominante Terpene werden Myrcen, Limonen und Caryophyllen geführt, in einer Beschreibung zusätzlich Pinen.
Wirkung:
Übereinstimmend beschreiben die Erfahrungsberichte Euphorie, gehobene Stimmung, Kreativität und Konzentration. Uneinig sind sie, ob die Sorte eher anregt oder dämpft: Manche erleben Energie, Redseligkeit und Albernheit, andere eine deutliche Sedierung bis zum Couch-Lock, die einige an die konsumierte Menge knüpfen. In mehreren Berichten folgt auf eine klare, anregende Phase eine starke körperliche Entspannung.
Genannt werden außerdem Mundtrockenheit, trockene Augen und Paranoia, in Einzelberichten Schwindel, Zittrigkeit und eine erhöhte Geräuschempfindlichkeit. Eine Sortenbeschreibung erwähnt bei höheren Mengen Kopfschmerzen und Ängstlichkeit.
THC- und CBD-Gehalt:
Sortenbeschreibungen geben 21 bis 22 % THC an, eine davon zusätzlich 1 % CBG. Besprechungen von Blüten aus dem Handel nannten 2018 einen Wert von 21,5 % THC und 0,2 % CBD, 2019 einen von 22,1 % THC und 0,06 % CBD. Das messende Labor ist in beiden Fällen nicht angegeben; die Werte beziehen sich auf einzelne Chargen und schwanken je nach Charge, Anbau und Phänotyp.