- Blüte
- 9–11 Wochen
1. Rückkreuzung: HA-OG × (HA-OG × SFV OG Kush BX2), also HA-OG × Lucifer OG; nie feminisiert erschienen.
auch bekannt als Biker Kush V1
Biker Kush ist eine OG-Linie von Karma Genetics, entstanden durch wiederholtes Rückkreuzen von Lucifer OG auf den Steckling HA-OG, mit Duft nach Zitrus und Kiefer.
Als High Times 2014 über Karma Genetics berichtete, zählte das Magazin den Breeder zu den ersten in Europa, die sich der in den USA verbreiteten Kush-Genetik zuwandten; Karmas White OG hatte 2010 beim Cannabis Cup in Amsterdam Platz 3 belegt. Aus dieser Arbeit mit der OG-Familie stammt Biker Kush. Karma kreuzte die Sorte über mehrere Generationen auf einen OG-Steckling zurück, den der Breeder als HA-OG führt, und brachte sie nur als reguläre Samen heraus.
Am Anfang steht Lucifer OG, eine Kreuzung aus HA-OG und SFV OG Kush BX2. Karma paarte Lucifer OG ein weiteres Mal mit HA-OG; daraus entstand die 1. Rückkreuzung, die als Biker Kush oder Biker Kush V1 geführt wird. Andere Sortenbeschreibungen lösen HA-OG als Hell's Angel OG oder Hell's OG auf und geben die Abstammung entsprechend mit Hell's OG × Lucifer OG an. Eine davon spricht zugleich von einer 2. Rückkreuzung, was der Generationenfolge des Breeders widerspricht.
Mit Biker Kush V2.0 setzte Karma die Linie fort und kreuzte V1 erneut auf HA-OG. Die Beschreibungen der aktuellen Samen unter dem Namen Biker Kush nennen genau diese Abstammung, HA-OG × Biker Kush V1, und verweisen auf einen 1. Platz in der Rosin-Kategorie des Ganja Time Cup 2015 in Spanien. Bei der Einordnung gehen die Quellen auseinander: Sie reicht von überwiegend Indica mit 75 % oder 80 % Indica-Anteil bis zur ausgewogenen Hybride.
Auch als Elternteil ist Biker Kush belegt. Für Biker Mints kombinierte Karma Kush Mints von Seed Junky Genetics mit einem Biker-Kush-Männchen, das als Phänotyp #81 geführt wird. Eine feminisierte Kreuzung mit K-Mintz wird Ripper Seeds zugeschrieben. In einem dokumentierten Hobbyprojekt diente eine Pflanze der V2 als Mutter für Biker Slush, bestäubt von einem Lemon-Slush-Männchen von Dungeon Vault Genetics.
Für die 1. Rückkreuzung nennt Karma 9 bis 11 Wochen Blütezeit. Der Breeder beschreibt einen Wuchs nach Kush-Art mit rankenden Trieben und deutlicher Streckung, weshalb die Pflanzen in der Blüte Stützen brauchen. Die Blüten fallen laut Karma dunkelgrün und hart aus. Angebaut werden kann die Sorte indoor und outdoor.
Für die Samen mit der Abstammung HA-OG × Biker Kush V1 werden 10 bis 11 Wochen angegeben. Auch dort ist von Stützbedarf die Rede, weil die schweren Spitzenblüten die Triebe gegen Ende der Blüte nach unten ziehen; die Blüten gelten als dicht und sehr fest. Den Ertrag dieser Version stufen die Beschreibungen unterschiedlich ein, als mittel, mittel bis hoch oder hoch. Eine von ihnen nennt Topping, LST und SCROG als passende Erziehungsmethoden.
Ein anderes Bild zeichnet eine weitere Sortenbeschreibung. Sie schildert eine gedrungene Pflanze mit seitlicher Verzweigung, gibt 8 bis 10 Wochen Blüte indoor an und ordnet die Sorte mildem bis warmem Klima zu; auch dort ist von Blüten die Rede, deren Gewicht die Äste beschwert.
Ein Grower in Kanada brachte 16 weibliche Pflanzen aus Biker-Kush-Samen in die Blüte und behielt eine davon für einen 2. Durchgang. Ein anderer Bericht dokumentiert eine einzelne Pflanze der V2, die in Blütewoche 3 bis 4 unauffällig blieb und erst in Woche 6 bis 7 feste, golfballgroße Blüten an biegsamen Trieben ausbildete. Sie war dicht mit Trichomen besetzt und roch stark nach Benzin und Kiefernreiniger. Ein Konsument beschreibt getrocknete Blüten als hart und hellgrün, in Kegelform und mit orangefarbenen Härchen; eine Sortenbeschreibung nennt sie dagegen herzförmig und waldgrün mit dunkelvioletten Blättern.
Karma fasst den Duft als Zitrone und Kush mit einer Note des Reinigers Pine-Sol zusammen. Diese Verbindung aus Zitrus, Kiefer und Erde zieht sich durch die Sortenbeschreibungen, ergänzt um Diesel, Kräuter, blumige Erdtöne und eine säuerliche Würze, die beim Aufbrechen der Blüten stärker hervortreten soll. Im Geschmack treffen Würze und Frucht auf saure Zitrusnoten beim Ausatmen, dazu Holz und Kiefer; eine Beschreibung erwähnt außerdem Aprikose und einen chemischen Einschlag. Konsumenten berichten von pfeffrigem, blumig-würzigem Rauch, einer Nase nach Gas sowie Anklängen von Diesel und Zimt.
Als führendes Terpen geben Sortenbeschreibungen Limonen an, dahinter Myrcen und Caryophyllen. Eine andere listet stattdessen Humulen, Terpinolen und Delta-3-Caren.
Konsumenten beschreiben eine entspannende Wirkung mit gehobener Stimmung, Euphorie und Neigung zum Kichern. Mehrere Schilderungen setzen zu Beginn einen spürbaren Effekt im Kopf an, dem eine schwere körperliche Entspannung folgt, in einzelnen Berichten bis zur Schläfrigkeit. Andere heben Konzentration, Gesprächigkeit, Kreativität oder Antrieb hervor, und ein Konsument fand, die Sorte wirke trotz ihrer Einstufung nicht wie eine Indica. Als Nebenwirkungen werden Mundtrockenheit, trockene Augen und Schwindel genannt, vereinzelt auch Paranoia, Herzrasen, Druck auf den Augen und ein kratziger Rauch.
Die Angaben gehen weit auseinander. Eine Sortenbeschreibung nennt 14 % THC, andere 21 bis 26 % oder 23 bis 25 %. Ein Produzent aus Arizona weist für eine Blütencharge 24,26 % THC aus, ohne ein Labor anzugeben. In Bewertungen beziehen sich Konsumenten auf Produkte mit 26,08 % und 30 % THC. Solche Werte schwanken je nach Charge, Anbau und Phänotyp.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachperson.
Aus Bewertungen und Erfahrungsberichten — subjektiv, keine medizinische Aussage
Noch keine Bewertungen — Angaben aus der Sortenbeschreibung. Bewerte die Sorte, um Anteile zu sehen.
Gehalte schwanken je Charge, Phänotyp und Anbau — Angaben sind Richtwerte
Richtwerte aus Züchterangaben und Grow-Berichten — je nach Phänotyp und Setup abweichend
Breeder beschreibt den Wuchs als etwas rankend und stark streckend, ohne Faktor.
Nur eine Sortenbeschreibung nennt mildes bis warmes Klima.
Breeder (V1): Kush-Wuchs, etwas rankend und streckend, dunkelgrüne harte Blüten. Beschreibungen der V2: dichte, sehr feste Blüten, schwere Spitzenblüten. Eine Sortenbeschreibung widerspricht mit gedrungenem Wuchs und seitlicher Verzweigung. Grow-Bericht V2: golfballgroße Blüten an biegsamen Trieben, dichter Trichombesatz. Ein Konsument: harte, hellgrüne, kegelförmige Buds mit orangefarbenen Härchen.
Stützbedarf vom Breeder (V1) und in Beschreibungen der V2 genannt; Topping, LST und SCROG nennt nur eine Beschreibung der V2 als geeignet.
Unter diesem Namen vertreiben mehrere Züchter eigene Versionen. Die Angaben stammen jeweils vom Züchter.
1. Rückkreuzung: HA-OG × (HA-OG × SFV OG Kush BX2), also HA-OG × Lucifer OG; nie feminisiert erschienen.
2. Rückkreuzung auf HA-OG (HA-OG × Biker Kush V1), derselbe Breeder. Die aktuellen Samen unter dem Namen Biker Kush tragen laut Händlerbeschreibungen diese Abstammung. Ertrag dort als hoch bzw. mittel bis hoch eingestuft, auf der Sortenseite der V2.0 als mittel.
Messwerte einzelner Proben. Werte schwanken je Charge, Anbau und Phänotyp.
Entspannung mit gehobener Stimmung und Euphorie; mehrere Schilderungen beschreiben zuerst eine Wirkung im Kopf, danach körperliche Schwere. Aroma nach Zitrus, Kiefer bzw. Pine-Sol, Gas und Kush. Pflanzen brauchen in der Blüte Stützen.
Einzelne Berichte nennen Konzentration, Antrieb oder Kreativität statt Sedierung; ein Konsument empfand die Sorte nicht als Indica. Eine Sortenbeschreibung nennt gedrungenen Wuchs, während der Breeder rankenden, streckenden Wuchs angibt. Die Budbeschreibungen reichen von hellgrün bis waldgrün mit violetten Blättern.
Verwandte Genetik, gleiches dominantes Terpen, ähnliche Wirkung und Aroma — ohne die direkten Eltern und Nachkommen