Gegen Ende der Blütephase werden die Blütenstände von Diamond OG so schwer, dass eine Anbaubeschreibung Stützen für die Äste vorsieht. Die Sorte gehört zur OG-Kush-Familie und wird als Kreuzung aus OG Kush und einer unbekannten zweiten Sorte geführt; der ursprüngliche Breeder gilt als unbekannt, ihr Ursprung wird in Südkalifornien verortet. Mehrere Beschreibungen heben den dichten, im Licht glitzernden Trichombesatz hervor.
Anbau:
Zur Blütedauer machen die Sortenbeschreibungen unterschiedliche Angaben: Zwei nennen 9 bis 10 Wochen, zwei andere 8 bis 9 Wochen. Im Freiland ist die Ernte laut der erwähnten Anbaubeschreibung um Mitte Oktober erreicht. Dieselbe Quelle sieht für den Außenanbau ein warmes, trockenes Klima ohne Frostgefahr vor und bescheinigt der Pflanze Widerstandskraft gegen verbreitete Schimmel- und Mehltaupilze. Ein weiteres Profil nennt ebenfalls warme, trockene Bedingungen und verlangt zusätzlich eine stetige Luftbewegung.
Den Ertrag gibt die Anbaubeschreibung mit 18 Unzen je Quadratmeter indoor an, umgerechnet etwa 510 g, und im Freiland mit 16 Unzen je Pflanze, etwa 454 g. Ein anderes Profil kommt für den Innenanbau auf 400 bis 500 g/m². Beim Schwierigkeitsgrad reichen die Einstufungen von leicht bis mittel, die Wuchshöhe wird als mittel bis hoch beschrieben. Erwähnt werden außerdem mittlere Internodienabstände, biegsame Seitentriebe und eine deutliche Streckung in den ersten Blütewochen.
Ein Grower, der nach eigener Angabe seit 25 Jahren anbaut, ordnet die ursprüngliche Pflanze im Wuchs den sativabetonteren OG-Kush-Formen zu. Er beschreibt sie als stark mit Trichomen besetzt und ertragreicher als andere OG-Kush-Linien, darunter Pure Kush. Was heute unter dem Namen verbreitet ist, hält er nicht für identisch mit dieser Ausgangspflanze.
Genetik und Herkunft:
OG Kush ist der einzige benannte Elternteil, den zweiten führen die Beschreibungen als unbekannt, teils ausdrücklich als Hybride. Mehrere Sortenprofile stufen Diamond OG als indicadominant ein, eine Anbaubeschreibung sieht sie dagegen als ausgeglichene Hybride mit leichter Indica-Tendenz. Neben Diamond OG ist auch der Name Diamond OG Kush in Gebrauch.
Die konkreteste Schilderung der Herkunft stammt von dem genannten Grower: Die ursprüngliche Diamond OG sei ein besonders guter OG-Kush-Steckling aus dem San Fernando Valley gewesen, angebaut in Diamond Bar, in Indoor-Anlagen in Wohnhäusern im Raum Los Angeles. Andere Darstellungen verorten die Sorte allgemeiner in der südkalifornischen OG-Szene. Daneben existiert eine Samenlinie von Premium Cultivars, deren Beschreibung ebenfalls OG Kush und einen nicht benannten zweiten Elternteil angibt.
Als Elternteil ist Diamond OG in Black Diamond belegt, einer Kreuzung mit Blackberry, außerdem in Diamond Valley Kush.
Aroma und Geschmack:
Kiefer, Erde und Holz bilden in den Sortenbeschreibungen den Kern des Profils, dazu kommen saure Zitrusnoten, eine würzige Dieselnote und eine süßliche Komponente. In Erfahrungsberichten taucht vor allem die Kiefer auf, teils zusammen mit Zitrus; ein Bericht erinnert an rote Beeren, ein anderer beschreibt einen unangenehmen, zwiebelartigen Geschmack. Als dominantes Terpen nennen Sortenprofile Pinen, gefolgt von Myrcen und Caryophyllen. Andere Beschreibungen stellen Myrcen oder Limonen an die erste Stelle.
THC- und CBD-Gehalt:
Die THC-Angaben streuen stark: Genannt werden 17 % als Einzelwert und 17 bis 22 % als Spanne, andere Profile setzen den Gehalt mit 20 bis 26 % oder 20 bis 27 % deutlich höher an. CBD wird mit 0 % angegeben, in anderen Profilen mit Werten bis 1 %. Ein Profil weist zusätzlich 1 % CBN aus.
Wirkung:
Im Mittelpunkt der Erfahrungsberichte steht eine entspannende, körperbetonte Wirkung, die in mehreren Berichten in Schläfrigkeit übergeht; daneben werden Euphorie, gehobene Stimmung und Albernheit genannt. Einzelne Nutzer erleben die Sorte dagegen als klar, kreativ oder fokussiert, einer als anregend. Auch bei der Stärke gehen die Eindrücke auseinander: Ein Bericht findet sie im Vergleich mit anderen Indicas enttäuschend, andere stufen sie als sehr stark ein. Als Begleiterscheinungen werden trockener Mund, trockene Augen und Schwindel genannt, vereinzelt auch Kopfschmerzen, Paranoia, nachwirkende Müdigkeit und ein starkes körperliches Schweregefühl.