Nach Darstellung von Mandala Seeds war das Team des Breeders Ende der 1980er Jahre in San Francisco unterwegs und traf im Viertel Haight-Ashbury auf einen Hippie mittleren Alters. Aus Samen, die auf diese Begegnung zurückgehen, entstand die Mutterlinie von Hashberry, einer überwiegend indicageprägten Sorte mit Genetik aus Kalifornien und Kashmir. Der Name bezieht sich laut Breeder auf das Aroma und die harzigen Blüten und spielt zugleich auf Haight-Ashbury an.
Genetik und Herkunft:
Die Mutter beschreibt Mandala Seeds als Kreuzung einer Indica aus Haight-Ashbury mit einer Pflanze aus Kashmir. Bestäubt wurde sie mit einem Männchen namens J7, das zu den Landrassen-Hybriden gehört, die der Breeder auch in seiner Sadhu-Linie verwendet; mit den Eltern von Sadhu ist J7 laut Mandala Seeds nicht identisch. Stammbäume in anderen Sortenbeschreibungen führen den Vater lediglich als unbekannte Sorte.
Mandala Seeds verweist darauf, dass Hashberry per Publikumswahl in eine Top-10-Auswahl von High Times gelangte. Andere Sortenbeschreibungen datieren diese Auszeichnung auf 2006 und führen sie als Titel Strain of the Year. Als Nachkomme ist Fruitylicious belegt, eine Mandala-Sorte aus Hashberry und Blueberry; eine Quelle bezeichnet den Hashberry-Elternteil dabei als Very Berry Hashberry.
Versionen verschiedener Breeder:
Mandala Seeds vertreibt die Originalversion nur als reguläre Samen. Der Breeder gibt 60 bis 65 Tage Blüte an, indoor 450 bis 550 g/m² und outdoor 850 bis 1000 g pro Pflanze; geerntet wird im Freiland in südlichen Regionen im September, weiter nördlich in den ersten beiden Oktoberwochen.
Cartel Seeds bietet eine feminisierte Hashberry an, deren Stammbaum auf die Mandala-Sorte zurückgeführt wird, nennt etwa 63 Tage Blüte und bezeichnet sie als geeignet für Innenraum, Freiland und Gewächshaus. Daneben existieren 2 genetisch andere Sorten mit fast gleichem Namen. Die Hashberry von The iSeeds ist eine feminisierte Kreuzung aus Blueberry nach DJ Short und California Hashplant, einer Linie aus Orange California Indica und der Hash Plant von Sensi Seeds; der Breeder nennt 75 % Indica, 50 bis 60 Tage Blüte und rund 14 % THC und beschreibt violette bis rötliche Verfärbungen bei Kälte. Jordan of the Islands führt Hash-Berry als reguläre Kreuzung aus Blueberry und Hash Plant mit 50 bis 60 Tagen Blüte indoor und Ernte im Freiland Mitte Oktober.
THC- und CBD-Gehalt:
Für die Originalversion nennt Mandala Seeds 18,5 % THC und 0,35 % CBD. Andere Sortenbeschreibungen setzen den THC-Gehalt mit 10 bis 12 % deutlich niedriger an, eine davon weist 1 % CBG aus. Eine weitere gibt 3 % CBD an, was der Breeder-Angabe widerspricht.
Aroma und Geschmack:
Während der Blüte riecht die Pflanze laut Mandala Seeds fruchtig und blumig, nach dem Trocknen verschiebt sich das Aroma zu Haschisch und Beeren; der Breeder vergleicht es mit Konfitüre aus schwarzen Johannisbeeren. Grow-Berichte nennen Haschisch, Erde und Blaubeere, im Geschmack zusätzlich süße Zitrone. Konsumenten schildern Waldbeeren mit einer an Lavendel erinnernden Note im Abgang, andere eher Pfefferminz und Erdiges. In Sortenbeschreibungen finden sich außerdem Honig und Pfeffer, als dominierendes Terpen wird dort Myrcen angegeben, gefolgt von Caryophyllen und Ocimen.
Wirkung:
Mandala Seeds beschreibt einen breit angelegten Indica-Stone, der leicht beginnt und später schwerer wird. In Erfahrungsberichten kehren Entspannung, Schläfrigkeit und gehobene Stimmung wieder. Einzelne Konsumenten erlebten die Sorte dagegen als fokussierend und kreativ, einer schildert eine anfangs kopflastige Phase, auf die eine körperbetonte folgte. Ob sie ans Sofa bindet, wird unterschiedlich beurteilt: Ein Bericht spricht von deutlicher Bettschwere, ein anderer von Entspannung ohne diesen Effekt. Als Begleiterscheinung werden trockene Augen genannt, Sortenbeschreibungen listen zudem Mundtrockenheit und Paranoia.
Anbau:
Der Breeder beschreibt eine mittelhohe Pflanze mit schwerer Hauptblüte und dichten Blüten an festen Seitentrieben. Er hält sie für gut geeignet für Sea of Green und knappe Flächen, hebt die Hitzeresistenz hervor und stuft den Anbau als einfach ein; auch das Trimmen soll wenig Aufwand machen.
Erfahrungen aus der Community:
Die gelesenen Indoor-Grow-Berichte nennen 60 bis 65 Tage Blüte und Endhöhen zwischen 50 und 100 cm. Wie stark sich die Pflanzen strecken, schwankt erheblich: In einem Grow wuchs eine Pflanze von etwa 45 auf 60 cm, in einem anderen von 30 auf 100 cm. Beschrieben wird ein gedrungener, kräftiger Wuchs mit wenigen Seitenästen, ein Bericht schildert dagegen eine tannenförmige Pflanze. Erfasst sind 2 Phänotypen, ein gestreckter, schneller blühender mit Sativa-Einschlag und ein kompakter, langsamer blühender mit Indica-Charakter.
Einig sind sich die Grower bei den harten, kompakten Blüten mit wenig Blattanteil und beim geringen Pflegeaufwand, mehrere halten die Sorte für einsteigertauglich. Pilzbefall spielte indoor keine Rolle, im einzigen Outdoor-Bericht erwies sich die Pflanze jedoch als schimmelanfällig und reagierte empfindlich auf Kälte sowie auf zu viel oder zu wenig Dünger. Beim Ertrag stehen Berichten über sehr große Mengen ein Grow gegenüber, der nur einen durchschnittlichen Ertrag und eine hinter den Erwartungen zurückbleibende Stärke festhält. Ein weiterer Grower rät zu Stützen während der Blüte.