Kirsche und Beeren, dazu kühle Minze und ein nussiger Ausklang mit Keksnote: Darauf laufen die Beschreibungen von Hippie Crasher hinaus, einer Sorte, die auch als Hippy Crasher geführt wird. Die Minze wird dem Elternteil Kush Mints zugeschrieben. Über die zweite Seite der Kreuzung und über den Züchter gehen die Angaben dagegen auseinander.
Aroma und Geschmack:
Im Geruch stehen laut mehreren Sortenbeschreibungen Kirsche und eine kantige Minznote vorn, begleitet von gewürzten Nüssen. Geschmacklich erinnert die Sorte an Beerenkuchen, im Abgang schwingen Nuss und Minze mit. Andere Beschreibungen ergänzen Vanille, Sahne und Traube, teils auch einen erdigen, gasigen Schluss; eine weitere führt Ammoniak und Menthol neben Minze und Vanille. Eine Zeitungsrezension aus dem Januar 2023 nannte den Duft der getesteten Blüten süß und gasig. In einem Live-Hash-Rosin fand eine Rezension Ende 2022 Traube, Kirsche, Beeren und leicht säuerliche Zitrusnoten über einer cremigen Basis, dazu einen stechenden Unterton, der an Kerosin erinnerte.
Beim Terpenprofil widersprechen sich die Angaben. Eine Sortenbeschreibung setzt Caryophyllen an die Spitze, gefolgt von Limonen und Pinen. Eine Auswertung von Laborzertifikaten verschiedener Produkte kommt dagegen auf Terpinolen als häufigstes Terpen, vor Limonen und Myrcen.
Genetik und Herkunft:
Eine Clone-Gärtnerei, die einen Breeder-Cut von Apex Genetics beschreibt, gibt Wedding Cake und Kush Mints als Eltern an. Dieselbe Abstammung nennen Rezensionen aus den Jahren 2022 und 2023 sowie mehrere Sortenbeschreibungen. Andere führen statt Wedding Cake die Sorte Wedding Crasher als Elternteil, eine Kreuzung aus Wedding Cake und Purple Punch; eine einzelne Beschreibung ersetzt außerdem Kush Mints durch OG Kush Breath. Welche Variante zutrifft, lässt sich aus den Quellen nicht klären.
Als Züchter nennt die Gärtnerei Apex Genetics, und die Zeitungsrezension von 2023 bezeichnete die Sorte als damaliges Aushängeschild des Betriebs. Andere Sortenbeschreibungen halten den Züchter für unbekannt. Auch die Einordnung schwankt, von reiner Indica über eine indicadominante Hybride im Verhältnis 80 zu 20 bis zur ausgewogenen Hybride.
Wirkung:
Konsumenten berichten von einem euphorischen Beginn, der gesprächig und kreativ machen kann und in eine deutliche Entspannung des Körpers mit Kribbeln übergeht. Bei höherer Dosis schildern mehrere Berichte Schläfrigkeit bis hin zur Bewegungsunlust auf dem Sofa; einzelne Konsumenten erleben kleine Mengen dagegen als konzentrierend und geistig klar.
Beim Einsetzen gehen die Eindrücke auseinander. Die Zeitungsrezension beschrieb bei Blüten einen verzögerten Beginn, der seine volle Stärke erst nach einigen Minuten erreichte, die Rosin-Rezension dagegen eine schnell einsetzende, benebelnde Wirkung, die einen halben Tag anhielt. Als Begleiterscheinungen nennen Berichte trockenen Mund, trockene Augen und Heißhunger. Sortenbeschreibungen führen zusätzlich Nervosität und Paranoia an, eine weitere Schwindel und Herzrasen.
THC-Gehalt:
Die THC-Angaben in Sortenbeschreibungen reichen von 18 bis 27 %, eine davon weist zusätzlich 1 % CBG aus. Für den Breeder-Cut von Apex Genetics nennt die Clone-Gärtnerei 18 bis 22 %. Eine 2023 von einem Fachmagazin besprochene Charge war mit 28,46 % THC deklariert, ein Prüflabor wird dort nicht genannt. Solche Werte schwanken je nach Charge, Anbau und Phänotyp.
Anbau:
Für den Breeder-Cut gibt die Gärtnerei 54 bis 61 Tage Blüte an, eine Sortenbeschreibung nennt denselben Wert. Andere setzen 8 bis 10 Wochen an. Beim Ertrag stimmen zwei Quellen bei 400 bis 500 g/m² indoor überein; outdoor sind es laut Gärtnerei 400 bis 600 g je Pflanze.
Die Pflanzen bauen laut dieser Beschreibung ein stabiles Gerüst mit kräftigen Seitentrieben auf und erreichen indoor bis zu 60 Zoll (gut 150 cm), outdoor bis zu 80 Zoll (gut 200 cm). Ein Stütznetz wird angeraten, eine andere Beschreibung empfiehlt Topping und LST. Die Blüten gelten als dicht und stark mit Harz besetzt, mit orangen Stempeln; Rezensionen erwähnen violette Akzente.
Den Schwierigkeitsgrad stuft die Gärtnerei als eher hoch ein und rät zu Vorerfahrung, andere Beschreibungen sprechen von mittlerem Aufwand. Genannt werden warme, trockene Bedingungen mit stetiger Luftbewegung. Eine Beschreibung bewertet die Schimmelresistenz als mittel, eine weitere setzt die Freilandernte auf Oktober.
Versionen verschiedener Breeder:
Neben dem Breeder-Cut von Apex Genetics, der nur als Steckling beschrieben wird, sind feminisierte Samen unter dem Namen dokumentiert, jeweils ohne Angabe eines Züchters. Sonoma Seeds nennt für seine Version 7 bis 9 Wochen Blüte, rund 400 g/m² indoor und rund 400 g je Pflanze outdoor, Crop King Seeds 7 bis 8 Wochen bei denselben Ertragswerten. Beide geben wortgleich 15,75 bis 19 % THC und 0,38 bis 1,04 % CBD an und liegen damit unter den übrigen THC-Angaben zur Sorte.