Mit Cup-Siegen rechnete Ethos Genetics, als Inzane In The Membrane unter Growern die Runde machte. In Diskussionen vom Herbst 2018 heißt es, der Breeder habe mehr als 30 % THC und über 4 % Terpene zugesichert und erwartet, dass die Sorte über Jahre die Sativa-Kategorien der Wettbewerbe beherrschen werde. Nach den ersten Ernten schlug die Stimmung in denselben Diskussionen um, auch weil von einer Analyse mit nur 19,8 % THC die Rede war. Die Abstammung der überwiegend sativa geprägten Sorte hält der Breeder geheim.
Genetik und Herkunft:
Hinter der Sorte steht Ethos Genetics, ein Samenhersteller aus Denver unter der Leitung von Colin Gordon. Als Eltern nennt der Breeder die Fantasienamen Noneya und Bizness; die tatsächliche Kreuzung gilt als streng gehütet. Ein ausformulierter Stammbaum kursiert dennoch: [(Super Lemon Haze × Forbidden Fruit) × Ghost Train Haze] × Citral Glue. Grower zitierten ihn 2018 aus einer Händlerbeschreibung, und ein US-Produzent führt dieselben 4 Sorten in seiner Produktbeschreibung auf. Die vom Breeder veröffentlichte Sortenbeschreibung nennt ihn nicht. Geführt wird die Sorte auch als Insane in the Membrane, Inzane oder kurz Inz.
Andere Züchter haben sie als Elternteil verwendet. MadCat's Backyard Stash kreuzte sie mit Nuclear Cherries zu Inzane Cherry und mit Cosmic Orgasm zu Inzane Orgasm, Prima mit I-95 zu Travolta, Coalition Seed Co mit Legend Orange Apricot zu Lodie. Brother Mendel's Selection verband sie mit Black Strap zu Crazy Strapped Kush. Ethos selbst brachte mit Zweet Auto die automatisch blühende Inzane Auto hervor.
THC-Gehalt:
Ethos Genetics bewarb die Sorte mit 30 bis 35 % THC. Sortenbeschreibungen setzen niedriger an und nennen 18 % bzw. eine Spanne von 18 bis 28 %. Die Analyse mit 19,8 % THC, von der ein Grower 2018 berichtete, ist nur aus zweiter Hand überliefert; Labor und Probe blieben ungenannt. Auf den Etiketten zweier in Kanada verpackter Chargen standen 30,3 % (2022) und 24,8 % THC (2023). Die Werte schwanken je nach Charge, Anbau und Phänotyp.
Aroma und Geschmack:
Zitrus prägt das Aroma, vor allem Zitrone und Limette. Beschreibungen ergänzen Kiefer, frische Kräuter, blumige Anklänge und einen herzhaften Dieselton; eine kanadische Charge roch süßlich-erdig nach Limette. Im Geschmack wird die Zitrone als deutlich sauer beschrieben, mit leicht holzigem Ausklang. Konsumenten nennen außerdem Würze, Erde und in einzelnen Chargen einen Ammoniakton. Während der Blüte empfanden Grower den Geruch als süß und skunkig, eine Pflanze roch rein nach Zitrus.
Als vorherrschende Terpene führen Sortenbeschreibungen Myrcen, Limonen und Caryophyllen. Die Etiketten kanadischer Chargen weichen davon ab: Eine nannte Caryophyllen, Terpinolen und Humulen, eine andere Nerolidol, Myrcen, Caryophyllen, Limonen und Cineol.
Wirkung:
Berichte schildern eine schnell einsetzende, anregende Wirkung im Kopf mit Euphorie, Antrieb und gehobener Stimmung; genannt werden auch Gesprächigkeit und Kreativität, teils begleitet von Kribbeln und körperlicher Entspannung. Bei einer kanadischen Charge beschrieb ein Tester wache Aufmerksamkeit, bei einer anderen einen euphorischen Beginn, der in Benommenheit und Sedierung überging. Über die Stärke gehen die Einschätzungen auseinander: Manche empfanden sie als höher als erwartet, andere spürten im Kopf kaum etwas, und ein Bericht schildert anfangs unangenehme Erfahrungen, die mit der Gewöhnung nachließen. Als Begleiterscheinungen werden trockener Mund, trockene Augen, Schwindel und Ängstlichkeit genannt.
Anbau:
Für die Ethos-Version geben Sortenbeschreibungen 60 bis 70 Tage Blüte an. Der Breeder charakterisiert die Pflanze als wüchsig und sehr hoch, mit sehr großen Erträgen bei guter Kultur; bei begrenzter Raumhöhe wird regelmäßiger Rückschnitt nahegelegt. Händlerangaben beziffern den Ertrag auf über 600 g/m² in Innenräumen und über 1000 g je Pflanze im Freiland, wo die Ernte in den Oktober fällt. Beschrieben werden große, kompakte Blüten mit dichtem Harzbesatz, getrocknet hellgrün mit orangefarbenen Blütenstempeln.
Wie einheitlich die Sorte wächst, ist strittig. Händler sprechen von geringer morphologischer Streuung, Grower dokumentierten 2018 dagegen 3 Phänotypen: 2 buschigere mit kurzen Internodien und einen schmalblättrigen, hochwüchsigen mit spärlichem Laub und reinem Zitrusgeruch. Ein Grow-Bericht verzeichnete nach Blütebeginn eine Streckung um den Faktor 2 und große Colas bereits in der 6. Blütewoche.
Auch bei den Samentypen widersprechen sich die Quellen. Eine Sortenbeschreibung führt ausschließlich reguläre Samen und schließt feminisierte aus; ein Händler listete dagegen feminisierte Samen von Ethos, und ein Grow-Tagebuch von 2019 dokumentiert deren Aussaat.