Nur als Steckling verbreitet und als Mutterpflanze für Kreuzungen genutzt; laut Sortenseite ursprünglich als „CI #5 F1“ bezeichnet. Keine Anbauwerte angegeben.
Northern Lights #5
auch bekannt als NL#5, NL5
Northern Lights #5 ist eine überwiegend indicageprägte Auslese der Northern-Lights-Linie aus dem Pazifischen Nordwesten der USA, die über The Seed Bank nach Europa kam.
Kiefer und Erde, dazu eine Süße, die an Honig erinnert: So beschreiben Konsumenten Geruch und Geschmack von Northern Lights #5. Die überwiegend indicageprägte Pflanze ist eine nummerierte Auslese aus der Northern-Lights-Linie, die im Pazifischen Nordwesten der USA entstand und über The Seed Bank of Holland, das Samenunternehmen von Nevil Schoenmakers, nach Europa gelangte. 1990 gewann sie für The Seed Bank den High Times Cannabis Cup, später wurde sie Elternteil von Kreuzungen wie Jack Herer.
Aroma und Geschmack:
Wie das Aroma ausfällt, hängt stark von der Herkunft der Pflanzen ab. Bodhi Seeds beschreibt in seiner Linie Pflanzen mit kaum wahrnehmbarem Geruch neben solchen, die nach Traube und Räucherwerk mit einem Hauch Nadelholz duften. Authentic Genetics ordnet seiner Reproduktion einen erdigen Geruch mit Haschischnote zu, der an Indoor-Gras der späten 1980er erinnern soll; Inhaber Todd McCormick nennt den Duft von #5 tropischer als den von Northern Lights #2.
Andere Sortenbeschreibungen ergänzen Zitrus, Frucht und eine säuerliche Note, im Geschmack zudem würzige und kräuterige Töne. Grow-Berichte streuen noch weiter, von süßer Zitrone mit Beeren und Eukalyptus bis zu einem zurückhaltenden Geruch, der in den 1990ern einen Raum nicht beherrschte. Eine Pflanze aus einer Rückkreuzung mit Saatgut von 1989 erinnerte an Sonnencreme und Nitrolack, bei anderen derselben Linie fielen Grapefruit, Guave und Terpentin auf.
Laborwerte:
Ein Zertifikat von SC Labs, 2025 weist für die Blütenprobe eines kalifornischen Produzenten 28,27 % Gesamt-THC bei 31,53 % THCA aus, dazu 0,07 % CBD und 0,12 % CBG. Die Terpene dieser Einzelmessung summieren sich auf 2,07 %; vorn liegen Myrcen (0,64 %) und α-Pinen (0,52 %), danach folgen Limonen (0,34 %) und β-Pinen (0,25 %). Andere Sortenbeschreibungen nennen Pinen, Terpinolen und Myrcen als bestimmende Terpene.
Genetik und Herkunft:
Nach Darstellung von Sensi Seeds, das The Seed Bank 1991 übernahm, stammt die Linie von einer Züchtergruppe im Pazifischen Nordwesten, der Northern Lights Crew. Einer von ihnen, bekannt als Seattle Greg, schickte Schoenmakers mehrere durchnummerierte Linien; 1985 kam Northern Lights in den Niederlanden heraus.
Todd McCormick gibt Gregs eigene Version wieder: Ein Mitarbeiter eines Hydroponik-Ladens in Seattle kreuzte die afghanische Linie Purest Indica mit einer angeblich hawaiianischen Sorte, die Greg eher im Norden Mexikos verortet. 1984 gingen Samen an The Seed Bank, später ein Steckling. Mehrere Sortenbeschreibungen nennen dagegen afghanische und thailändische Landrassen als Eltern. Sam Skunkman wiederum sagte 2024 einem kalifornischen Anbaubetrieb, Northern Lights sei Ende der 1970er von einem Nachbarn in Santa Cruz gezüchtet worden.
Bei The Seed Bank war #5 nur als Steckling im Umlauf und diente als Mutterpflanze. Beim High Times Cannabis Cup 1990 belegte sie den 1. Platz in der Indica-Kategorie, laut einem Rückblick auf das Turnier zugleich in der Gesamtwertung; Sensi Seeds datiert den Cup-Sieg von #5 dagegen auf 1989. Zu den Nachkommen gehören Northern Lights #5 x Haze, die F1-Kreuzung von Schoenmakers, Shiva Skunk aus #5 und Skunk #1 sowie Jack Herer von Sensi Seeds, in dessen Stammbaum Haze auf #5 und eine Kreuzung aus #5 und Skunk #1 trifft.
Wirkung:
Erfahrungsberichte schildern Euphorie und körperliche Entspannung, dazu Kreativität, gute Laune und Konzentration. Beim Grad der Dämpfung gehen sie auseinander: Einige beschreiben starke Schläfrigkeit bis zur Antriebslosigkeit, andere eine Wirkung, die sie tagsüber nicht einschränkte. Als unerwünschte Effekte werden Mundtrockenheit, trockene Augen, paranoide Gedanken, Nervosität und Schwindel genannt.
Anbau:
In Grow-Berichten ist von gedrungenen, buschigen Pflanzen mit breiten Blättern und dichten Blüten die Rede. Wer einen als Original geltenden Steckling hält, beschreibt die Blätter dagegen als hybridartig und die Pflanze als weniger gedrungen. Ein kalifornischer Anbaubetrieb, der einen aus Saatgut von Todd McCormick selektierten Steckling vermehrt, nennt für indoor 56 Tage bis zur Ernte; er beschreibt die Pflanze als buschig und mittelhoch und hält Rückschnitt und Entblätterung für nötig.
Versionen verschiedener Breeder:
Die Ausgangspflanze von The Seed Bank war ein Steckling, Samen unter dem Namen stammen aus Reproduktionen:
- Authentic Genetics (Todd McCormick): reguläre Samen einer Inzuchtlinie aus Seattle Gregs Saatgut der frühen 1980er, Blütezeit laut Breeder 8 bis 10 Wochen, breitblättriger Wuchs mit dichtem Trichombesatz.
- Bodhi Seeds: laut Breeder reguläre Samen aus offener Bestäubung einer F3 der British Columbia Seed Company, Blütezeit 8 bis 9 Wochen, mittlere Höhe, schimmelresistent; die Pflanzen fallen grün oder lila aus, gedrungen oder hoch aufgeschossen.
Ob die #5 der 1990er noch existiert, ist unter Growern umstritten; manche halten heutiges Saatgut für Mischungen mehrerer Northern-Lights-Linien.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachperson.
Wirkung & Aroma
Aus Bewertungen und Erfahrungsberichten — subjektiv, keine medizinische Aussage
Noch keine Bewertungen — Angaben aus der Sortenbeschreibung. Bewerte die Sorte, um Anteile zu sehen.
Cannabinoide & Terpene
Gehalte schwanken je Charge, Phänotyp und Anbau — Angaben sind Richtwerte
- #1MyrcenKräuter0,64 % Laborwert
- #2TerpinoleenFruchtig
- #2PinenKiefer0,52 % Laborwert
- #3LimonenZitrusfrucht0,34 % Laborwert
- #5LinaloolBlumen0,06 % Laborwert
Anbau
Richtwerte aus Züchterangaben und Grow-Berichten — je nach Phänotyp und Setup abweichend
- Blütezeit
- 56 Tage
- Wuchsform
- Buschig
- Blütenstruktur
- Dicht
- Trichombesatz
- Hoch
Grow-Berichte: gedrungene, buschige, breitblättrige Pflanzen mit dichten Blüten; beim als Original geltenden Steckling hybridartige Blätter und weniger gedrungener Wuchs. Anbaubetrieb: buschig, mittelhoch. Authentic Genetics: breitblättrig, dichter Trichombesatz.
Rückschnitt und Entblätterung laut Anbaubetrieb nötig.
Genetik & Herkunft
- Kreuzung
- Purest Indica (Afghani) × Hawaiian
- Herkunft
- Vereinigte Staaten, Pazifischer Nordwesten
- Typ
- Indica-dominant
- Erhältlich als Samen
- Regulär
- High Times Cannabis Cup 1990Indica · Platz 1
- High Times Cannabis Cup 1990Gesamtwertung · Platz 1
Versionen verschiedener Züchter
Unter diesem Namen vertreiben mehrere Züchter eigene Versionen. Die Angaben stammen jeweils vom Züchter.
- Blüte
- 8–10 Wochen
Inzuchtlinie aus Saatgut von Seattle Greg aus den frühen 1980er Jahren; Firma von Todd McCormick. Breitblättriger Wuchs, dichter Trichombesatz, Aroma erdig mit Haschischnote. Eine Sortenseite nennt für diese Version etwa 63 Tage Blüte.
- Blüte
- 8–9 Wochen
Offene Bestäubung einer F3 der British Columbia Seed Company. Laut Breeder mittlere Höhe, schimmelresistent, grüne und lila sowie gedrungene und hohe Phänotypen, teils geruchsarm, teils mit Traube, Räucherwerk und Nadelholz.
Laborwerte
Messwerte einzelner Proben. Werte schwanken je Charge, Anbau und Phänotyp.
Community
Berichtet werden Euphorie mit körperlicher Entspannung, Kiefer, Erde und Süße im Aroma sowie buschige Pflanzen mit dichten Blüten.
Grad der Dämpfung: teils starke Schläfrigkeit bis Antriebslosigkeit, teils tagsüber keine Einschränkung. Aroma je nach Herkunft stark verschieden, von zurückhaltend bis zu ungewöhnlichen Noten. Wuchs beim als Original geltenden Steckling weniger gedrungen als in anderen Berichten. Umstritten, ob die #5 der 1990er Jahre noch existiert oder heutiges Saatgut mehrere Northern-Lights-Linien mischt.
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