- Blüte
- 9–10 Wochen
The Real McCoy × Skunk #1; Breeder-Beschreibung über SeedFinder und Händlerseiten überliefert, Breeder-Seite selbst nicht abrufbar. Ernte outdoor Ende Oktober.
Pineapple Punch ist eine Kreuzung aus The Real McCoy und Skunk #1 von Flying Dutchmen mit Ananasaroma; 7 East Genetics führt eine genetisch andere Sorte gleichen Namens.
Hinter Pineapple Punch steht eine Kreuzung des niederländischen Saatgutunternehmens Flying Dutchmen: Eine ausgewählte Pflanze der hawaiianisch geprägten Sorte The Real McCoy wurde mit einem Skunk-#1-Vater bestäubt, was der Breeder als Rückkreuzung bezeichnet. Growern, die an der Hawaii-Linie hängen, sollte das mehr genetische Bandbreite verschaffen. Gegenüber der Mutter beschreibt Flying Dutchmen die Pflanzen als gedrungener, mit stärkerem Skunk-Einschlag, schweren Blüten und ausgeprägtem Ananasaroma.
Nach eigener Darstellung geht Flying Dutchmen auf einen Gründer namens Eddie zurück, der seit 1984 Saatgut im Großhandel vertrieb und mit dem als Skunkman bekannten Züchter zusammenarbeitete, der Skunk #1 aus den USA mitbrachte. Das Ladengeschäft folgte 1998. Pineapple Punch erschien dort nur als reguläres Saatgut. Sortenbeschreibungen stufen die Kreuzung als sativadominant ein, teils mit 70 %, teils mit 75 % Sativa-Anteil.
Beim IC 420 Growers Cup 2009 in Amsterdam erreichte eine von einem Grower eingereichte Pineapple Punch eine Platzierung in der Sativa-Wertung. Welche, geben die überlieferten Ergebnislisten unterschiedlich an: Eine führt sie auf Platz 2 der Grower-Kategorie, eine andere auf Platz 5. Als Elternteil steckt die Sorte unter anderem in Pineapple Cubez von Pheno Finder Seeds und Pineapple Gold von Cannabella Genetics.
Ananas bestimmt Geruch und Geschmack in allen Beschreibungen, begleitet von süßen Zitrusnoten und tropischer Frucht, einmal ausdrücklich Mango. Eine Sortenbeschreibung ergänzt im Geruch erdige und holzige Töne, im Geschmack Orange und Kiefer. Ein Erfahrungsbericht hebt den kräftigen Skunk-Geruch der Blüten hervor, der Geschmack entsprach dort dem Namen. Als dominante Terpene nennt eine Sortenbeschreibung Terpinolen, Pinen und Myrcen.
Schon der Breeder bezeichnete die Wirkung als sehr zerebral, und Erfahrungsberichte zeichnen ein ähnliches Bild: Genannt werden Antrieb, Konzentration, Kreativität, gehobene Stimmung und Gesprächigkeit, mehrfach auch eine Wirkung auf die Libido. Ein Bericht vermerkt, die Sorte halte bis in den Abend wach, wenn sie nach dem frühen Nachmittag konsumiert wurde; ein anderer empfand sie stärker als erwartet.
An Nebenwirkungen tauchen Mundtrockenheit, trockene Augen, Schwindel, Nervosität und Paranoia auf. Eine ältere Sortenbeschreibung stellt die Neigung zu Paranoia in den Vordergrund, die Nutzerberichte auf derselben Seite bestätigen das nicht. Abweichend von den übrigen Quellen beschreibt Auto Seeds die Wirkung seiner Autoflower-Version als körperbetont bis zur Couchlock-Wirkung.
Für die Linie von Flying Dutchmen nennen ältere Sortenbeschreibungen 13 bis 15 % THC. Ein Messwert liegt für eine Hanfblüte aus dem US-Handel vor, deren Abstammung nicht angegeben ist: Badger Labs bestimmte 2025 in einer Einzelmessung 37,15 % THCA, rechnerisch 32,58 % Gesamt-THC.
Flying Dutchmen gibt für den Indoor-Anbau 9 bis 10 Wochen Blüte an, im Freiland in den Niederlanden ist die Ernte Ende Oktober fällig. Für den Außenanbau verlangen mehrere Beschreibungen ein warmes Klima mit langem Sommer und halten Erfahrung beim Grower für nötig.
Aus Samen sind laut Sortenbeschreibungen 2 Phänotypen zu erwarten. Der eine wächst hoch und sativaartig mit schmalen Blättern und großen Internodienabständen, der andere bleibt kürzer, bildet breitere Blätter und engere Nodien und trägt mehr. Angegeben werden indoor 300 bis 500 g/m². Als Substrat gilt Erde als bevorzugt, Hydrokultur als möglich, empfohlen wird organische Düngung in niedrigen bis mittleren Gaben. Gegen Ende der Blüte rät eine Beschreibung, die Äste zu stützen; ein Erfahrungsbericht nennt die Blüten dicht und harzreich.
Auto Seeds kreuzte Pineapple Punch mit einer Ruderalis und führt das Ergebnis als feminisierte Pineapple Punch Automatic. Der Breeder nennt 50 bis 80 cm Wuchshöhe und frühestens 65 Tage ab Samen bis zur Ernte, rät aber zu 70 bis 80 Tagen; den Geschmack beschreibt er als süß und fruchtig mit Ananas und Grapefruit. Eine andere Sortenbeschreibung führt Grapefruit und Pineapple als Eltern dieser Version. In einem Erfahrungsbericht hatten Pflanzen aus diesen Samen nach 4 Monaten noch nicht zu blühen begonnen.
Mit dem Original nichts gemein hat die gleichnamige Sorte von 7 East Genetics. Für deren F1 kombinierte der Breeder ein Pineapple-Männchen (Kali Snapple × Ms Universe) von Vagabond Seeds mit einem PCK-Weibchen und kreuzte die beste F1-Pflanze auf die Pineapple-Seite zurück, um eine Inzuchtlinie aufzubauen. 7 East Genetics gibt 65 bis 75 Tage Blüte und überdurchschnittlichen Ertrag an, beziffert getestete THC-Werte auf 25 bis 27 % und warnt, dass die Pflanzen schnell überdüngt sind. Das Aroma reicht laut Breeder von Ananassaft über Kirsche bis zu Treibstoffnoten. Es gibt sie nur als reguläres Saatgut.
Im US-Handel wird außerdem eine Pineapple Punch geführt, die als Kreuzung aus Pineapple Express und Durban beschrieben ist.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachperson.
Aus Bewertungen und Erfahrungsberichten — subjektiv, keine medizinische Aussage
Noch keine Bewertungen — Angaben aus der Sortenbeschreibung. Bewerte die Sorte, um Anteile zu sehen.
Gehalte schwanken je Charge, Phänotyp und Anbau — Angaben sind Richtwerte
Richtwerte aus Züchterangaben und Grow-Berichten — je nach Phänotyp und Setup abweichend
Für den Außenanbau warmes, sonniges Klima mit langem Sommer (Herbies); warmes Klima nötig (ILGM).
2 Phänotypen beschrieben: hoch und sativaartig mit schmalen Blättern und weiten Internodien bzw. kürzer, breitere Blätter, engere Nodien, mehr Ertrag (Leafly, Kind Green Buds). Breeder: dicke, schwere Blüten, gedrungener als The Real McCoy. Erfahrungsbericht: dichte, harzreiche Blüten. Leafly: Erde bevorzugt, Hydro möglich, niedrige bis mittlere organische Nährstoffgaben.
Kind Green Buds empfiehlt, die Äste gegen Ende der Blüte zu stützen.
Unter diesem Namen vertreiben mehrere Züchter eigene Versionen. Die Angaben stammen jeweils vom Züchter.
The Real McCoy × Skunk #1; Breeder-Beschreibung über SeedFinder und Händlerseiten überliefert, Breeder-Seite selbst nicht abrufbar. Ernte outdoor Ende Oktober.
F1 aus Pineapple-Männchen (Kali Snapple × Ms Universe) von Vagabond Seeds und PCK-Weibchen, beste F1-Pflanze auf die Pineapple-Seite zurückgekreuzt (IBL). Ertrag laut Breeder überdurchschnittlich, sehr empfindlich gegen Überdüngung; Aroma Ananassaft, fruchtig, Kirsche, Treibstoff.
Pineapple Punch × unbekannte Ruderalis; laut Breeder frühestens 65 Tage ab Samen erntereif, empfohlen 70 bis 80 Tage ab Samen (Angabe in Tagen, nicht umgerechnet). Geschmack süß-fruchtig mit Ananas und Grapefruit, körperbetonte Wirkung mit Couchlock. CannaConnection nennt abweichend Grapefruit, Pineapple und Ruderalis als Eltern.
Messwerte einzelner Proben. Werte schwanken je Charge, Anbau und Phänotyp.
Erfahrungsberichte beschreiben die Wirkung als anregend und kopflastig, mit Antrieb, Konzentration, Kreativität, gehobener Stimmung und Gesprächigkeit; mehrfach wird eine Wirkung auf die Libido genannt. Geschmack nach Ananas, Blüten dicht und harzreich.
Ein Bericht nennt Nervosität und eine stärkere Wirkung als erwartet, ein anderer, dass die Sorte am späten Tag wach hält. AllBud und Auto Seeds (Autoflower-Version) beschreiben Couchlock bzw. Paranoia, was den Nutzerberichten widerspricht. Ein Bericht zur Autoflower-Version von Auto Seeds meldet, die Pflanzen hätten nach 4 Monaten nicht zu blühen begonnen.
Verwandte Genetik, gleiches dominantes Terpen, ähnliche Wirkung und Aroma — ohne die direkten Eltern und Nachkommen