- Blüte
- 9–10 Wochen
- Ertrag indoor
- 450–500 g/m²
Breeder-Angaben: Cali-O × Skunk, 70 % Sativa, nie feminisiert angeboten, Abstammung bis Mitte der 1990er Jahre, mehr als 20 Auszeichnungen in 2 Jahren, Ernte outdoor Mitte Oktober.
auch bekannt als Crockett's Tangie
Tangie ist eine sativabetonte Kreuzung aus California Orange und Skunk von den Crockett Family Farms, die 2013 und 2014 Sativa-Wertungen in Amsterdam gewann.
Zwei Versionen derselben Sorte standen sich 2014 beim Cannabis Cup von High Times in Amsterdam in der Kategorie Best Sativa gegenüber: Den 1. Platz holte der als Crockett's Cut eingereichte Klon der Crockett Family Farms, Rang 2 ging an Tangie von DNA Genetics. Schon 2013 hatte die Sorte beim 26. Cup in Amsterdam die Sativa-Wertung der Samenbanken gewonnen, in der Siegerliste unter dem Label Reserva Privada geführt. Im selben Jahrgang kamen eine von einem Coffeeshop eingereichte Tangie-Blüte in der Gesamtwertung und ein Tangie-Wachs in der Kategorie Neder Hash jeweils auf Rang 3. Die Breeder selbst zählen deutlich mehr Erfolge: DNA Genetics spricht von 10 gewonnenen Wettbewerben in 8 Monaten, die Crockett Family Farms von über 20 Auszeichnungen in 2 Jahren. Die sativabetonte Kreuzung aus California Orange und Skunk stammt aus Kalifornien.
Gezüchtet wurde Tangie von den Crockett Family Farms, einem Familienbetrieb in den Ausläufern der Sierra Nevada nahe dem Yosemite-Nationalpark, der über mehrere Generationen Cannabis anbaute. Grundlage war das Familienerbstück California Orange, kurz Cali-O, das die Familie Saison für Saison mit zahlreichen anderen Sorten kreuzte. Den Treffer brachte ein Vater aus Skunk und einer nie offengelegten Familienlinie. Zeitlich ist das unterschiedlich überliefert: Der Breeder führt die Abstammung bis in die Mitte der 1990er Jahre zurück, eine andere Darstellung verortet die Entstehung in den 2000er Jahren. International verbreitet wurde die Sorte über DNA Genetics in Amsterdam, deren Gründer Don Morris und Aaron Yarkoni die Samen in ihren Katalog aufnahmen; inzwischen gehören die Crockett Family Farms zu DNA Genetics.
Beim Vater gehen die Angaben auseinander. Genannt werden Skunk #1, ein Skunk-Hybrid mit unbekanntem zweiten Elternteil und bei Nirvana Seeds Super Skunk; DNA Genetics führt die eigene reguläre Linie als Kreuzung eines Clone-Only-Klons mit einer Selektion von Crockett. Mehrere Beschreibungen, darunter die von DNA Genetics, führen Tangie auf die Tangerine Dream der 1990er Jahre zurück, eine andere Quelle bestreitet diese Abstammung. Als Elternteil steckt Tangie unter anderem in Tropicanna Cookies, für die ein Tangie-Vater mit Cookies gekreuzt wurde, in Squirt von Humboldt Seed Co., in Sour Tangie von Reserva Privada und in Tangilope von DNA Genetics.
Orange in verschiedenen Schattierungen zieht sich durch alle Beschreibungen. Die Crockett Family Farms nennen Blutorange, Grapefruit und Rose. Für die feminisierte Version gibt DNA Genetics im Duft süße Zitrone, Mandarine und Orangenblüte an, im Geschmack Mandarine, Zitrone und Kaugummi; auf der eigenen Seite ergänzt der Breeder Holz, Gewürze und Weihrauch. Royal Queen Seeds beschreibt Zitrusschalen, Pomelo und Ananas mit bonbonartiger Süße, andere Sortenbeschreibungen nennen zusätzlich Aprikose. Erfahrungsberichte kreisen um Orange und Mandarine mit süßem Einschlag, einzelne Konsumenten bemerken erdige Noten beim Ausatmen oder einen honigartigen Geschmack. Ein Grower hielt fest, dass schon die Stängel junger Pflanzen ab dem ersten Blattpaar nach Orange rochen.
Als dominantes Terpen führen Sortenbeschreibungen Myrcen vor Terpinolen und Pinen, DNA Genetics nennt dagegen Limonen.
In Erfahrungsberichten wird Tangie als anregend beschrieben, genannt werden Energie, Konzentration, Euphorie, Kreativität und Gesprächigkeit. Andere Berichte heben daneben eine deutliche körperliche Entspannung hervor, in Grow-Berichten gilt die Wirkung als beruhigend und lang anhaltend. An Begleiterscheinungen werden Mundtrockenheit, trockene Augen und Nervosität genannt, in einer Sortenbeschreibung zudem Schwindel. Ein Bericht hält die Sorte für zu stark für unerfahrene Konsumenten, eine weitere Beschreibung erwähnt Unbehagen bei größeren Mengen.
Die Breeder-Angaben streuen deutlich und gelten jeweils nur für die eigene Version: DNA Genetics nennt für die reguläre Linie 22 bis 24 % THC, Royal Queen Seeds über 20 %, Nirvana Seeds 14 bis 19 %. Für die Autoflower-Variante Tangie'matic gibt Fast Buds 21 bis 22 % THC an, in Einzelfällen bis 23 %, dazu 0,9 % CBD. Eine Sortenbeschreibung führt 17 % THC und 1 % CBG.
Die Crockett Family Farms geben für ihre reguläre Version 9 bis 10 Wochen Blüte und indoor 450 bis 500 g/m² an, im Freien sei die Sorte Mitte Oktober erntereif. Andere Sortenbeschreibungen kommen auf 7 bis 9 Wochen und stufen den Anbau als mittelschwer ein, während DNA Genetics die Sorte als robust und einsteigertauglich beschreibt. DNA Genetics empfiehlt ein warmes, trockenes Klima wie am Mittelmeer und Erde im Freiland, was den Zitrusgeschmack betonen soll; eine Anbauanleitung bescheinigt Tangie zugleich, mehr Luftfeuchte zu vertragen als viele andere Sorten.
Auffällig ist das Höhenwachstum. Laut DNA Genetics legt Tangie bis in die 5. Blütewoche an Höhe zu und verzweigt sich stark. In einem dokumentierten Indoor-Grow streckte sich eine Pflanze nach der Umstellung um rund 167 % von etwa 30 auf 80 cm und bildete lange, kräftige Seitenäste, die Stützen brauchten. Der Grower hielt die Sorte für SCROG gut geeignet, beschrieb sie als unempfindlich gegen Schimmel und als anfällig für Temperaturschwankungen und Kälte. Getoppte Pflanzen sollen buschiger wachsen und ein gleichmäßigeres Blätterdach bilden. Nirvana Seeds nennt LST und SCROG als geeignete Methoden und beschreibt spitz zulaufende, zapfenförmige Blüten mit dichtem Trichombesatz.
Die Angaben der Samenbanken lassen sich nur der jeweiligen Linie zuordnen:
Grower, die Samen von DNA Genetics zogen, berichten von hohen Erträgen, Erfahrungsberichte zur Crockett-Version nennen indoor dagegen eher durchschnittliche Mengen. Einig sind sich beide Seiten beim hohen Anteil an Blüten gegenüber der Blattmasse. Zwei Indoor-Grows kamen auf 65 und 70 Tage Blüte. Uneinheitlich fällt das Bild bei der Blütenstruktur aus: Ein Grower erntete steinharte, sehr kompakte Buds, ein anderer eher lockere.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachperson.
Aus Bewertungen und Erfahrungsberichten — subjektiv, keine medizinische Aussage
Noch keine Bewertungen — Angaben aus der Sortenbeschreibung. Bewerte die Sorte, um Anteile zu sehen.
Gehalte schwanken je Charge, Phänotyp und Anbau — Angaben sind Richtwerte
Richtwerte aus Züchterangaben und Grow-Berichten — je nach Phänotyp und Setup abweichend
Ein Grow-Bericht nennt eine Streckung um ±167 % nach Blütebeginn (von etwa 30 auf 80 cm); DNA Genetics: vertikales Wachstum bis in die 5. Blütewoche.
DNA Genetics: warmes, trockenes, mediterranes Klima, Erde im Freiland betont den Zitrusgeschmack; eine Anbauanleitung bescheinigt höhere Toleranz gegenüber Luftfeuchte als bei vielen Sorten.
Budstruktur widersprüchlich: ein Grow-Bericht steinhart und sehr kompakt, ein anderer eher locker. Lange, kräftige Seitenäste (Grow-Bericht). DNA Genetics: wächst bis in die 5. Blütewoche in die Höhe, viele Seitentriebe. Nirvana Seeds: spitz zulaufende, zapfenförmige Buds mit dichtem Trichombesatz. Hohes Blüten-Blatt-Verhältnis in Berichten zu DNA- und Crockett-Samen.
Topping für buschigeren Wuchs und gleichmäßiges Blätterdach (Anbauanleitung); LST und SCROG laut Nirvana Seeds; ein Grow-Bericht hält SCROG für gut geeignet und nennt Stützbedarf in der Blüte.
Unter diesem Namen vertreiben mehrere Züchter eigene Versionen. Die Angaben stammen jeweils vom Züchter.
Breeder-Angaben: Cali-O × Skunk, 70 % Sativa, nie feminisiert angeboten, Abstammung bis Mitte der 1990er Jahre, mehr als 20 Auszeichnungen in 2 Jahren, Ernte outdoor Mitte Oktober.
Breeder-Angaben: Tangie-Klon (aus San Bernardino, Kalifornien) × Ruderalis; THC in Einzelfällen bis 23 %; Höhe 80–130 cm ohne Angabe indoor/outdoor; outdoor auch 450–650 g/m²; indoor bis 1,4 Pfund pro Lampe (nicht umgerechnet).
Breeder-Angaben: California Orange × Super Skunk; Ertrag 450–550 g/m² im Sea of Green; spitz zulaufende, zapfenförmige Buds mit dichtem Trichombesatz; LST und SCROG geeignet.
Weitere Züchter (2): DNA Genetics, Royal Queen Seeds
Aroma und Geschmack werden durchgehend als orangen- und mandarinenbetont mit süßem Einschlag beschrieben; die Wirkung gilt als anregend mit Energie, Konzentration, Euphorie, Kreativität und Gesprächigkeit. Grower loben das hohe Blüten-Blatt-Verhältnis.
Einzelne Berichte betonen deutliche körperliche Entspannung bzw. eine beruhigende Wirkung. Erträge: hoch in Berichten zu DNA-Genetics-Samen, durchschnittlich in Berichten zur Crockett-Version. Budstruktur: steinhart und kompakt gegenüber eher locker.
Verwandte Genetik, gleiches dominantes Terpen, ähnliche Wirkung und Aroma — ohne die direkten Eltern und Nachkommen