Wer Skunk Ape gezüchtet hat, ist nicht überliefert. Die Sortenbeschreibungen nennen übereinstimmend Las Vegas Purple Kush und Original Glue, auch als GG4 geführt, als Elternsorten und ordnen die Kreuzung als indicabetonte Hybride ein. Mehrere der ausgewerteten Erfahrungsberichte und die einzige auffindbare Chargenmessung betreffen Blüten aus Florida.
Genetik und Herkunft:
Zum ursprünglichen Breeder gibt es keine Angaben. Eine Sortenbeschreibung beziffert das Verhältnis auf 85 % Indica und 15 % Sativa, eine andere führt Skunk Ape als reine Indica. Ein weiterer Text vermutet abweichend vom gängigen Stammbaum eine Abstammung von Grape Ape und Skunk #1, legt dafür aber keinen Beleg vor. Crop King Seeds führt eine feminisierte Version und nennt dafür ebenfalls Las Vegas Purple Kush und Original Glue als Eltern.
Aroma und Geschmack:
Haschisch und Kaffee mit einem Unterton von Schokolade, so lautet eine Duftbeschreibung. Eine andere hebt erdige Kush-Noten und würzige Kräuter hervor, über denen ein fruchtiger Skunk-Ton liegt, teils mit Anklängen an Trauben. Crop King Seeds nennt für die eigene Version Zitrus, Kräuter, Skunk, Gewürz und Schokolade. Im Geschmack beschreiben Konsumenten erdige und pfeffrig-würzige Töne, vereinzelt eine süßliche Kaffeenote oder einen floralen Einschlag.
Bei der Geruchsintensität gehen die Berichte auseinander. Ein ausführlicher Test empfand die Blüten trotz des Namens als eher mild, mit süßem und haschartigem Duft. In anderen Berichten ist von einem durchdringenden Skunk-Geruch die Rede.
Wirkung:
Im Kern schildern die Berichte eine entspannende, körperbetonte Wirkung mit deutlicher Müdigkeit; mehrere Konsumenten ordnen die Sorte deshalb dem Abend zu. Euphorie, gehobene Stimmung und Albernheit kommen ebenfalls vor. Einzelne erlebten Skunk Ape dagegen als anregend oder kreativ. Ein ausführlicher Bericht beschreibt einen leicht anhebenden Einstieg, der in schwere Körperentspannung bis zum Couchlock übergeht.
An Nebenwirkungen werden Mundtrockenheit und trockene Augen genannt, vereinzelt auch Nervosität und leichte Paranoia. Ein Konsument berichtet von veränderter visueller Wahrnehmung bei hoher Dosis.
THC- und CBD-Gehalt:
Crop King Seeds gibt für seine Version 14 % THC und 1 % CBD an. Eine andere Sortenbeschreibung nennt 20 bis 23 % THC. In Erfahrungsberichten zu Blüten aus Florida werden Packungsangaben zwischen 17,7 und 29 % THC zitiert.
Laborwerte:
Eine Ende 2019 in Florida ausgegebene Charge medizinischer Blüten wurde mit 15,8 % THC und 0,4 % CBG gemessen, für CBD wies die Analyse 0,0 % aus. Es handelt sich um eine Einzelmessung aus dem Jahr 2019, das Labor ist nicht genannt. Unter den Terpenen lag Myrcen mit 0,336 % vor Caryophyllen mit 0,250 % und Limonen mit 0,185 %, der Gesamtgehalt betrug 0,771 %.
In 2 weiteren Analysen, die ein Hersteller von Terpenmischungen zitiert, stand dagegen Caryophyllen an erster Stelle, mit 2,26 % beziehungsweise 0,837 %. In der ersten folgten Myrcen und Limonen, in der zweiten Alpha-Bisabolol. Solche Werte schwanken je nach Charge, Anbau und Phänotyp.
Anbau:
Die Anbauangaben stammen von Crop King Seeds und gelten für dessen feminisierte Version. Der Anbieter nennt 60 bis 70 Tage Blütezeit, etwa 400 g/m² Ertrag indoor und bis zu 800 g je Pflanze im Freiland. Die Pflanzen sollen 5 bis 8 Fuß hoch werden, umgerechnet 152 bis 244 cm. Im Freiland steht die Ernte laut Crop King Seeds Mitte Oktober an. Der Breeder beschreibt die Sorte als resistent gegen Schädlinge und für den Anbau drinnen wie draußen geeignet, wobei sie warmes, mediterranes Klima bevorzugen soll.
Erfahrungen aus der Community:
Das Blütenbild variiert. Genannt werden mittelgroße, tiefviolette Blüten unter dichtem Trichombesatz, an anderer Stelle olivgrüne Blüten mit violettem Einschlag und bernsteinfarbenen Härchen. Ein Erfahrungsbericht beschreibt dichte violette Blüten mit grünen Partien, ein anderer hellgrüne mit orangefarbenen Härchen. Einzelne Konsumenten ziehen den Vergleich zur Elternsorte Original Glue.