Für Strawberry Amnesia kreuzte Dinafem eine Original Amnesia mit einer Original Strawberry Cough. Der Breeder führt das Ergebnis als feminisierte, sativadominante Sorte, und andere Sortenbeschreibungen ordnen sie ebenfalls Dinafem zu. Unter demselben Namen bietet Herbies Seeds eine eigene Version aus denselben Elternsorten an, für die das Unternehmen einen Sativa-Anteil von 75 % angibt.
Genetik und Herkunft:
Als Elternsorte ist Strawberry Amnesia in mindestens 2 jüngeren Züchtungen belegt. The Green Highlander Seeds Bank kombinierte für Red Neck Gas einen reversierten Original Glue 4 mit der Dinafem-Version. Anesia Seeds nennt für Auto Strawberry Banana eine Kreuzung aus Chiquita Banana und einer automatisch blühenden Variante namens Strawberry Amnesia Auto.
Versionen verschiedener Breeder:
Dinafem gibt für die eigene Version 65 bis 70 Tage Blüte an, indoor 625 g/m² und im Freiland 700 bis 1.100 g pro Pflanze bei Ernte Mitte bis Ende Oktober. Draußen erreichen die Pflanzen laut Breeder rund 3 m. Eine ältere Fassung der Dinafem-Beschreibung, die in anderen Sortenbeschreibungen weiter auftaucht, nannte noch 450 bis 500 g/m² indoor.
Herbies Seeds veranschlagt 65 bis 75 Tage Blüte, 700 g/m² indoor und bis zu 1.200 g pro Pflanze im Freiland, ebenfalls mit Ernte im Oktober. Als Wuchshöhe nennt das Unternehmen 100 bis 160 cm in Innenräumen und 220 bis 280 cm draußen.
THC- und CBD-Gehalt:
Dinafem beziffert den THC-Gehalt auf 18 bis 22 % und bezeichnet den CBD-Anteil als niedrig; die ältere Beschreibung nannte 20 bis 22 % THC. Herbies Seeds gibt für seine Version 22 % THC und weniger als 1 % CBD an. Höher liegen die Angaben eines kanadischen Produzenten, der die Sorte in British Columbia im Gewächshaus kultiviert: Je nach Produktseite weist er 25 bis 31 % oder 26 bis 31 % THC bei 0 bis 1 % CBD aus.
Laborwerte:
Ein 2026 veröffentlichter Bericht über eine Blütenprobe aus New York gibt die Werte des zugehörigen Analysezertifikats wieder: 30,25 % Gesamt-THC, 0,065 % CBD und 34,73 % Gesamtcannabinoide. Es handelt sich um eine Einzelmessung, das Labor nennt der Bericht nicht. Als einziges Terpen lag β-Caryophyllen mit 0,1673 mg/g über der Berichtsgrenze, Limonen, Myrcen, α- und β-Pinen, Humulen, Linalool und Terpinolen wurden nicht nachgewiesen. Andere Sortenbeschreibungen führen Caryophyllen, Limonen und Myrcen als prägende Terpene, der kanadische Produzent je nach Produktseite Limonen und Myrcen oder Caryophyllen, Limonen und Humulen.
Aroma und Geschmack:
Dinafem beschreibt einen Haze-Duft mit Anklängen von Zitrus und Früchten, ergänzt um Holz und Kiefer; in der älteren Fassung waren außerdem Erdbeere und Gewürze genannt. Herbies Seeds hebt Waldbeeren und Zitrus mit Kiefer und rauchigem Holz hervor, der kanadische Produzent Beeren, Zitrus und erdigen Kakao. In Erfahrungsberichten zeigt sich die Erdbeere vor allem im Geruch der getrockneten Blüten, beim Rauchen nehmen manche sie nur schwach wahr. Andere schildern einen süßen, beerigen Zug mit pfeffrigem Nachklang oder einen Übergang von süß zu erdig. In Grow-Berichten ist von einem an Kaugummi erinnernden Geruch die Rede.
Wirkung:
Im Kern der Berichte steht ein anregender, euphorischer Rausch, der vor allem im Kopf ansetzt und mit Konzentration, Kreativität, Redseligkeit und Albernheit beschrieben wird. Manche bemerken zusätzlich körperliche Entspannung oder ein leichtes Kribbeln, einzelne empfanden die Sorte dagegen als dämpfend bis schläfrig. In 2 Berichten wird ein verzögerter Wirkungseintritt erwähnt. Als Begleiterscheinungen werden Mundtrockenheit, Schwindel und kurz anhaltende Kopfschmerzen genannt, vereinzelt auch Unruhe bis zu Panikgefühlen sowie Paranoia.
Anbau:
Dinafem schildert hohe, offen gebaute Pflanzen mit vielen Seitentrieben und großen Internodienabständen, deren schmale Blätter viel Licht ins Innere lassen. In Innenräumen rät der Breeder, die Wachstumsphase auf höchstens 3 Wochen zu begrenzen und Triebe zu kürzen oder herunterzubinden; schwere Triebe brauchen Stützen. Die Pflanzen gelten laut Dinafem als nährstoffhungrig, für den Geruch empfiehlt der Breeder eine leistungsfähige Abluftfilterung. Beim Klima nennt die aktuelle Beschreibung tropische Bedingungen mit viel Sonne und Feuchtigkeit, die ältere dagegen gemäßigte, kontinentale und mediterrane Lagen, im Freiland wie im Gewächshaus. Dort wurde die Sorte zudem als leicht anzubauen und widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und Schädlinge beschrieben, während andere Sortenbeschreibungen und Herbies Seeds für die eigene Version einen mittleren Schwierigkeitsgrad angeben.
2 dokumentierte Indoor-Grows zeigen die Streckung in Zahlen. In einem wuchs die Pflanze nach Blütebeginn von etwa 61 auf 152 cm, ein Zuwachs von 149 %, bei 70 Tagen Blüte; im anderen legte sie bei 75 Tagen Blüte um 180 % von 25 auf 70 cm zu. Beide beschreiben einen buschigen, tannenförmigen Wuchs mit zahlreichen langen Seitentrieben, einer rät zu Netzen oder Stäben während der Blüte. Die getrockneten Blüten fielen je nach Bericht kompakt oder etwas locker aus. Weitere Grower meldeten guten Ertrag bei schwachem Geruch beziehungsweise frostige Blüten bei geringem Ertrag, in einem Fall auch einen Phänotyp mit auffallend schwacher Wirkung.